Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1913-10-22 · 43 (22.10.1913) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
43 (22.10.1913)
Date
1913-10-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2438141-2438432-2438475--3861-2443662
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite '6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 43 Mitglieder von Verbindungen,Sporfr-Touristen- und Turnvereinen erhalten auf die auf jedem» Stück ersichtlichen Preise einen 10%igen Rabatt. ort-.Ti Fußbälle V engl, cOmplett K 6.80 Fußballstutzen K 1.50 FuB ballhosen K 1.80 Fußballhemden K 2.20 FuBballschuhe iv K 8.- Jt iB WierilZ. JLiechienstemstr.b J£olinga$$ 13« rein äußerlich geändert, indem an Stelle der damals zugehörigen 17 Vereine nunmehr 27 Korporationen der hiesigen Kreisleitung unterstehen. Audi das innere Gefüge hat eine erfreulidie Erstarkung erfahren und weist eine gesunde, für eine gedeihlidte Fortentwicklung günstige Festigkeit auf. So werden die Delegierten der Kreisvereine die ersten nötigen Voraussetzungen für ein weit ausgreifendes Betätigungsprogramm für die kommende Funktionsperiode bei ihren Beratungen vorfinden, welche von maßgebender Bedeutung für das Wachsen der jüdischen Turnbewegung in Westösterreich werden müssen. — Das Programm der Tagung wird eine Reihe offizieller, instruktiver und geselliger Veranstaltungen zählen, die beide Tage reichlich füllen werden. * Erster Wiener jüdischer Turnverein Wien, IX.,. Lieditensteinstraße Nr. 20. GENERALVERSAMMLUNG. Am 8. Oktober a. c. fand die ordentliche Jahresversammlung des „Ersten Wiener jüdischen Turnvereines“ statt Der Obmann, Herr Dr. Julius Beer, erstattete den Rechenschaftsbericht, dem zu entnehmen war, welch’ großes Stück Arbeit im verflossenen Vereinsjahr geleistet wurde. Nijdht weniger als dreimal bot sich dem Vereine Gelegenheit, in der großen Oeffentlichkeit turnerisdi hervorzutreten; es war dies bei dem am S. Dezember 1912 in den Sofiensälen abgehaltenen Schauturnen des Westösterreichisdien Kreises, beim Vereinsschauturnen am 9. März 1913 und beim Kongreßtage am 7. September 1913 auf der Hohen Warte. Der Eifer und die Begeisterung, mit der alle Vereinsmitglieder an der Arbeit waren, fand in der grollen Anerkennung des Publikums reichen Lohn. Bei den mit diesen Turnfesten verbundenen Wettturnen errangen mehrere Herren Turner des Vereines verschiedene Preise. Die Erfolge, die wir in der Oeffentlidikeit errungen haben, haben uns neue Impulse und frische Tatkraft verliehen; sie haben unserer Turnidee Eingang in die weitesten Kreise verschafft und unsere Reihen durch neue Mitglieder gestärkt Aber nicht nur nach außen, sondern auch intern herrschte reges Verefrisleben. Zur Anbahnung eines innigeren Kontaktes unter den Mitgliedern wurden zwei Teeabende veranstaltet, die einen glänzenden Verlauf nahmen. Besonderes Augenmerk wurde der Touristik zugewendet und beteiligte sich stets eine große Zahl unserer Mitglieder an den zahlreichen Ganz- und Halbtagsausflügen. Der Verein war auch im Verfolge seiner jüdischnationalen Tendenz bestrebt, die Mitglieder für alle Fragen des jüdischen Lebens zu interessieren. Die Herröi Dr. Weiner, Prof. Gattmann, Dr. Töpfer, Bachrach und med. Gersuny hielten Vorträge zionistischen und turnerischen Inhaltes und für den Nationalfond wurde mit Erfolg Propaganda gemacht. Mit den Bruder vereinen Wiens und der Provinz stand der Verein in stetem Kontakt und nahm an dem Schauturnen des Brunner und Prager Turnvereines durch Entsendung mehrerer Mitglieder teil. •Im Berichtsjahr wurde auch eine Schwimmabteilung ins Leben gerufen, die im Brünnlbad einmal wöchentlich ihre Abende abhielt. Aus dem Berichte des Kassiers, Herrn Dr. Siegmund Fuchs, war zu entnehmen, daß die Einnahmen K 12.918,33, die Ausgaben K 12.627,81 betrugen. Hervorzüheben wäre, daß sich die Einnahmen größtenteils aus Mitgliedsbeiträgen zusammensetzen, die die stattliche Höhe von K 8940,83 erreichten, während der Rest durch Spenden der Förderer und durch das Erträgnis mehrerer Veranstaltungen aufgebracht wurde. Der Turnhallenbaufond hatte zu Ende des Vereinsjahres einen Stand von K 2963.—. Am deutlichsten geht das Wachstum des Vereines aus einem Vergleiche des Budgets vom Jahre 1901/2, demzufolge die Ausgaben K 4167.—, die Einnahemen K 4243.— betrugen, hervor. Dem Turnberichte, den Herr Isidor Horow i t z erstattete, war zu entnehmen, daß in der Herrenabteilung in 94 Turnstunden durchschnittlich 74 Turner, in der Damenabteilung in 101 Turnstunden durchschnittlich 62 Damen turnten. Auch die Frauen-, Zöglings- und'HGnder-Abteilungen entwickelten sich in aufsteigender Linie. Sämtliche Berichte wurden mit großem Beifall aufgenommen und dem abtretenden Turnrate einstimmig der Dank votiert. Die Neuwahlen hatten nachstehendes Ergebnis: Obmann: Dr. Julius Beer; Obmann- Stellvertreter: Dr. Walter Werner;:!. Schriftführer: Frl. Irma Wellwarth; II. Schriftführer : Alfred Hoffmann; I. Kassier: Siegfried Weiner; II. Kassier: Berthold Klein; %j. Turn wart: Isidor Horowitz; II. Turnwart: Julius Reiß; Zeugwart: Ing. Emil Deutsch; I. Beisitzer: Moritz Lamberg; II. Beisitzer: Viktor Löbl; III. Beisitzer: J. U. G. Wilhelm U 11 m a n n. * Der erste Wiener jüdische Turnverein richtet an alle jüdischen Kreise, die ihm bis jetzt noch fernstehen, die Aufforderung, sich mit den Bestrebungen desselben bekannt zu machen und lädt zu diesem Zwecke jedermann zu einem Besuche des Turnplatzes während der Turnzeiten herzliclist ein. Die Turnzeiten sind: Herrenturnen: Montag und Donnerstag: 3,47 Uhr bis J/28 Uhr abends. •1/i8 Uhr bis 1410 Uhr abends. Damenturnen: Mittwoch und Samstag: J/47 Uhr bis i/a8 Uhr abends. 3/d8 Uhr bis 3,410 Uhr abends. Zöglingsturnen : Sonntag vormittags: i/210 Uhr bis 11 Uhr. Dienstag abends: i/48 Uhr bis 9 Uhr. Kinderturnen unter Leitung des Turnpädagogen Professor Max Guttmann Mittwoch und Samstag: 3— 4 Uhr Knaben von 10—14 Jahren. 4— 5 Uhr Kinder von 6—10 Jahren. 5— 6 Ulir Mädchen von 10—14 Jahren. Frauenturnen. Montag und Donnerstag: i/25—i/26 nachmittags. Jene aber, die sich nicht aktiv betätigen können, mögen durch Beitritt als Förderer zum Gedeihen der jüdischen Turnsache beitragen. Der mindeste Fördererbeitrag beträgt 10 Kronen. Hakoah — Ober- St. Veit 3:3. Audi diesem sehr starken Gegner war die Hakoah, trotz zweier Ersatzleute, zumindest gewachsen. Beim Stande von 3:1 für Hakoah, unterliefen der Hintermannschaft mehrere Fehler, so daß die Ober- St. Veiter in den letzten zehn Minuten ausgleidien konnten. Dadurch ging ein sehr wertvoller Punktverloren. Bemerkenswert ist das vorzügliche Spiel des unverwüstlichen Bader, der neben Rosenthal und Gansl die beste Leistung des Tages bot. Die Tore erzielten Gansl, Kolisdf II und Glasel. Im Wettspiel der zweiten Mannschaften blieben die Unserigen mit 3: 2 siegreich. Die Stützen der Reserve-Mannschaft sind Scheuer, Lewitus und Politzer II. Recht gut führte sich Kolisch III am linken Flügel ein. Auch Hirsch; II und Pollak versprechen für die Zukunft das Beste. Voranzeige. Am nächsten Sonntag spielt die Hakoah ajif der Hohen Warte das fällige Meisterschaftsspiel gegen „Blue Star“. Nach diesem Wettspiel, der Vienna gegen Waf statt. Beide Matches dürften einen sehr interessanten Verlauf nehmen. Entree 70 Heller, Schüler 50 Heller. Leichtathletik. Am 1. und 2. November veranstaltet die Hakoah gemeinsam mit der Vienna ein großes leichtathletisches Meeting auf der Hohen Warte, zu welchem Nennungen von allen Wiener Sportvereinen erwartet werden. Die Hakoah wird alle verfügbaren Kräfte ins Treffen schicken. Beginn an beiden Tagen 3/210 Uhr vormittags. 3u0ifdie Buhne. Freitag, den 24., Samstag, den 25. und Sonntag, den 26. Oktober: „Die drei Matunes“, Märchen in 3 Aufzügen, 1 Prolog und 1 Epilog von J. L. Peretz, Musik von Ch. Wolfsthal. — Sonntag, den 26. Oktober, J/a4 Uhr nachmittags, bei halben Preisen: „Borg mir dein Weib“, komische Operette in 4 Aufzügen von S. Schorr. — Montag, den 27. Oktober: „Die Opferung Isaaks“, Operette von A. Goldfaden. — Dienstag, den 28. Oktober: „D i e Weibe r“, Komische Operette von A. Schorr. — Mittwoch, den 297 Oktober: Zu Gunsten des Kranken-Unterstützungsvereines „Benei Berith“: „B lümal e“, Operette von J. Lateiner. — Donnerstag, den 30. Oktober: „Al Naharojs B u w e 1“, Operette von J. Lateiner. Liste der Überläufer. vom 4.—20. Oktober 1913. Dr. Hans Handovsky, Wien, led., Dr. med., IX., Bleichergasse 14. — Stefan Eduard Gotthilf v. Mikolcz, Wien, led., Student, IX., Maximilianplatz 6. — Charlotte Michalup, Wien, led., priv., IX., Alserstraße 10. — Charlotte Belak geb. Stikker, Wien, verli., priv., XIIL, Lainzerstr. 123 a. — Franz Taussig, Wien, led., Schuhmachergehilfe, XX., Bäuerlegasse 8. — Deborah Perko, Kreuz, led., Dienstmädchen, II., Praterstraße 17. — Sigmund Landes, Wien, ledig, Geschäftsdiener, XIX. , Heiligenstädterstraße 115. — Hugo Bruckmann, Wien, ledig, Ingenieur, V., Zentagasse 1. — Ernestine Reich, Wien, ledig, Hilfsarbeiterin, XX. , Burghardtgasse 21. — Leopold Neumann, Tabor (Böhmen), ledig, Buchbindergehilfe, IL, Volkertplatz 7. — Siegmund Strauß, Znaim, led., Ingenieur, XIX., Hardtgasse 25. — Wilhelm Schlesinger, Wien, ledig, Bankbeamter, II., Castellezgasse 10. — Brana Medzakiewicz geb. Schmuggler, Odessa, verh., priv., II., 'Schreigasse 12. — Leopoldine Körner (frühen Kohn), Linz, ledig, Beamtin, XIX., Hauptstraße 58. — Dr. Robert Körner (früher Kolrn), Linz, ledig, Beamter, XIX., Hauptstraße 58. — Heinrich Granner, Dolnawies (Galizien), ledig, Privatbeamter, IIL, Marokkanergasse 5. — Markus Gelb, Mayten (Ungarn), verehelicht, Privatbeamter, XVIIL, Gersthoferstraße 156. — Hermine Veitli geb. Hirschbein, Tyrna (Ungarn), verwitwet, priv., VI., Kapistrangasse 3. — Olga Veith, Budapest, ledig, priv., VI., Kapistrangasse 3. — Adolf Veith, Budapest, ledig, Reisender, VI., Kapistrangasse 3. — Johanna Heller geb. Grünfe’d, Kronstadt (Ungarn), getrennt, IIL, Heinzerstraße 6. — Theresie Gelb geb. Schober, Wien, verehel., Beamtensgattin, XVIIL, Gersthoferstraße 156. AAAAAAAAAAAA-A-A-AA Koschere Restauration! Hotel Morauia im Kurorte Luhacowitz sehr gut eingeführt, auf bestem Platze, 20 Zimmer, Speisesaal, Veranda, Schwemme, elektrisch beleuchtet, zu verpachten. Frequenz über 6000 Kurgäste, 18 Aerzte. Näheres bei Wilhelm Sonnenschein, Luhatschowitz. W.1ZW.W.VW.XW.W.W.W.XW.WW.W. L. Goldschmidt Juwelier I., Franz Josefs-Kai 33 (Hotel Metropole) Uebernimmt Umarbeitungen von altem Schmuck. Reparaturen prompt und billig. Ein* und Verkauf von Juwelen, Gold* und Silberwaren.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.