Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 7 (1913)
- Issue
- 4 (24.1.1913)
- Date
- 1913-01-24
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2438141-2438432-2438436--3414-2443176- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
•Sehe 12 Beilage zur, JÜDISCHEN ZEITUNG Nr. 4 klub“, Wien; Richard Ornstein pr. „Zephirah“, Wien; Robert Guttmann pr.' NF.-Kom., Prag. Staniol: Pinkas Haller, Tlumäcz; Wessely, fiirsdienhauser, L .Minkus, Löwy, Znaim; Rieh. Ornstein pr. „Zephirah“, Wien; Robert Guttmann pr. NF.-Kom., Prag; Etelka Silberer pr. „Moriah“, Wien. Zigarrensdileifen: Etelka Silberer pr. „Moriah“, Wien. Richtigstellung. Die in der vorigen Nummer unter Allgem. Spenden, Brünn, ausgewiesenen 18.— K waren fürzwei Oelbäume a. N. Johanna Schönhof bestimmt. Der in Nr. 2 unter Oleszycze ausgew. Betrag von 2 K 40 h auf Samroelbogen 67529 wurde von Samuel Rothstein gesammelt Die von_ den Tarnop. Mittelschülern gesp..' 10 B sind für den Tarnopoler Gart, bestimmt. Es werden uns wiederholt von verschiedenen Seiten Zigarrenabfälle zugeschickt und machen wir die P .T. Gg. aufmerksam, daß wir für dieselben keine Verwendung haben. > Die Landes -Sammelstelle des JNF. für Oesterreich. Verkaufstelle des Jüüiijhen Nationalionösfür •; Harken und Telegramme. Bude der Kartellverb. „Emunah-Gamalah“ VI., Linke Wienzeile Nr. 40 . Sout. 2. Täglich von 6—8 Uhr abends, Bei Geldsendungen bitten wir, sich ausschließlich unserer Erlagscheine zu bedienen. (Postsparkassenko-fo 100.208) Postanweisungen sind an die Ädress::. Jüdisccher-Nationalf ond Wien, IL, Kärmei i terp 1 a tz 1 zu richten. Vv. ,An die.geehrten Gg! : •. - Wiederholt ist bereits darauf hingewiesen twofHen, wie relativ verschwindend klein Dinge, \ die sonst achtlos vernichtet werden, durch' ziel- . bewußte Massensamtnlung verwertet werden können. Dies gilt namentlich von jenen unscheinbaren gebrauchten Briefmarken, die meist in den Papierkorb wandern, oder vom Staniol und den Flaschenkapseln, die auf den .Mullhaufen geworfen werden.. Alle diese Kleinigkeiten bedeuten für uns Werte, aus denen der J?N. F. schon nanfhafte Beträge gezogen hat und dies fast ohne ' Mühe des Einzelnen. Daher fördern wir alle jene, die ein Interesse nm Nationalfond haben, auf, diese Marken, Posterlagsccheine, Staniol, Flaschenkapseln u. Zigarrenschlek fen zu'sammeln und an uns zu senden. Namentlich unsere Weinen können dadurch im Spiele für das Interesse an unserer Sache erzogen werden. Wir bitten um reichliche Zusendung dieser Materialien. , L. S. St. d. J. N. F. für Oesterreich1. Liebwerte Stämmesgenossen! Erez Israel, unser Palästina, tritt immer mehr in den Vordergrund des allgemein jüdischen Interesses. Demgemäß verlegen die jüdischen Organisationen, allen aber weit voran, der Jüdische Nationalfohds das Schwergewicht seiner Arbeit in die- : ses' Land und Tiat auch schon in . der kurzen Zeit j dieser seiner Tätigkeit ganz Bedeutendes geleistet, i Alte Fehler vergangener Epochen wurden gut ge- { . macht, noch, mehr aber Neues geschaffen., _ Die : j . beginnende Neuaufforstung des Landes, im felsigen j Judäa, die faktische Pazifizierung Galiläas, die . 1 hygienische und wirtschaftliche Sanierung, der bestehenden - Siedlungen; die Anlage einer . ganzen Gruppe neuer, um den Tiberiassee herum, und in anderen Teilen des Landes, die Schaffung neuer, moderner Stadtteile, kräftige Beihilfe; für Schulen -. aller Art, nicht .zuletzt Erwerbung von Boden für v£?;.~,j(|as Jüdis<äh£<rVöik,}«indl%iüF ein Teil der bisherigen Leistungen dieser populärsten jüdischen Institution, die keine Gelegenheit' das Land jüdischer, produktiver Arbeit zu' erschließen, ungenützt vorüber-' gehen läßt. . .; Leider sind seine Mittel im Verhältnis zu der Riesenarbeit, die der Nationalfond auf sich genommen hat, allzuklein. Der allergrößte Teil seiner Fonds ist bereits in Palästina investiert und auf längere Zeit gebunden. Und schon steht er wieder vor neuen Aufgaben, die zur Ausführung drängen und die durchgeführt werden müssen, soll .das in vollem Aufblühen begriffene Land in seiner Entwicklung nicht aufgehalten, ja vielleicht auf Jahrzehnte zurückgeworfen werden. Gerade jetzt bieten sich günstige Gelegenheiten zu größeren Bodenerwerbungen. Soll-man sie aus Geldmangel vorübergehen lassen, ja vielleicht Zusehen, daß dieser Boden in - den Besitz anderer Europäer fällt? Den Weg, den der Nationalfonds beschritten hat, aut seinen Besitzungen jüdische Landarbeiter auszubilden und die Kolonien auf diese Weise jnit qualifizier t e n, guten, j ü d i - sehen Kräften zu versorgen, hat sich als überaus wohltätig erwiesen und bewährt. Soll diese beste undwichtigsteArbeitins Stocken geraten, weil es im jüdischen Volke an Opfersinp fehlt? . Ein ganzer, jüdischer Stamm, vielleicht, ein Teil der langgesuchten zehn Stämme, schmachtet im jemenitischen Goluis' nach Erlösung aus langen Qualen. Viele Hunderte von ihnen, die bereits - nach Palästina geflüchtet sind, haben sich geradezu als vorzügliches Element erwiesen. Denn diese traditionsstarken,. thoratreuen Jemeniten sind gleichzeitig verläßliche; anspruchslose und willige Arbeiter. Sowohl im Bezalel als Filigranarbeiter, als auch in den Kolonien. als Landarbeiter haben sie sich durchaus bewährt. Auch ihrer hat sich der Nationalfonds angenommen, hat ihnen menschen- > würdige Wohnräume gebaut, Arbeit verschafft, sie unterrichtet und sogar einen gelungenen Versuch gemacht, mit ihnen die la’ndwirtschaftliehgewerbliche Musterkol.onisation zu beginnen, die jetzt weiter ausgebaüt werden muß. Diesen ersten Einwanderern erscheint Palästina .als ein-Eden, gegenüber Jemen, wo sie Haß, Leiden .. und Verfolgungen ausgesetzt waren, und sie be- ' richten ihrenj im Golus; zurückgebliebenen Brüdern so günstig, daß ihrer zehntausend stündlich zur Heimreise nach Erez Israel drängen und noch zurückgehalten werden' müssen, weil eine so gewaltige Einwanderung bei den erschöpften Mitteln des'I^atiQnälfpiids eine Katastrophe werden könnte., : TJncT dabei würde“-dereii< Emwahderüng^rmt^yer-;1hältnismäßig kleinen Mitteln in zwe.i Jähren . eine 'V erd o p p e 1 u ng de r, in dreißig Jahren . i mühsam und unter ungeheuren Opfern erreichten, bisherigen Kolonisation bedeuten! 7 Mit geringen Mitteln; denn die wichtigste und einzige Aufgabe stellt die Unterbringung i unserer jemenitischen Brüder. Diese aber ist ge- | löst, durch. Errichtung, von Einfamilienhäuschen , j rinit einem Stück Gartenland für den Gemüsebau I zum Eigenbedarf. So ein Haus kostet 1000 Kronen. ■ die in’ einer Judenstadt aufzubringen, nicht allzu- | schwer sein dürfte, da auch Bausteine zu 10 Kronen und einem Vielfachen angenommen werden. Diese Häuser bekommen dann den Namen der Stadt oder des Vereines, oder des betreffenden Spenders. Juden! BrüderT Wollt Ihr/helfen, Tausende Eurer Volksgenossen aus dem Golus zu erlösen, wollt Ihr helfen, unser großes Befreiungswerk mit / einem Schlage zu verdoppeln, wollt Ihr helfen Erez Israel in jüdische Hände zu bringen? Wenn Ihr es wollt —- lind welcher Jude wollte das nicht! —"dann werbet für den Jüdischen N a t io n a lf o n d s, werbet unablässig bei Jung und Alt, bei Arm und Reich:, werbet eher heute als morgen. S'teilet Euch an die Spitze der Opferwillig e n in Israel, dann , werden Euch Alle folgen. _ Trachtet Euer Möglichstes, damit der Jüdische Nationalfond sein gewaltiges .Werk der Befreiung' des jüdischen Volkes, der Erschließung des jüdischen Landes fortsetzen könne, zum Sögen für Volk und Land. . ,Wir hoffen, Euch nicht vergebens zu diesem Liebeswerk aufgerufen zu haben. Gedenket Eurer Brüder aus dem Jemen! Wir grüßen Euch; indem wir Euch zum. Opfer rufen mit “treujüdischem Gruß Die osferreidiifdie Kommission Oes JudifAen HationalMs.s SH II II II II II II II II II II il II II II H II II II II II M II II II II II II II II II II II II II M II II II II II II II II M II