Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 6 (1912)
- Issue
- 37 (11.9.1912)
- Date
- 1912-09-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 37 Seite 7 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG MM Telefon 12429. Il MM MM l-ö. Ludwig Lazar aa Wien, IX., Mm Kolingasse Nr. 13, Liechtensteinstraße 6 empfiehlt sein großes Lager in allen Fecht-, Tum-, Sport-, Tennis-, Fußball-, Hockey-, Militär- und Beamten-Uniformsorten in billigster bis feinster Ausführung und gewährt allen Mitgliedern sämtlicher akad. Verbindungen, Turn- und Sportvereinen 10°/o Rabatt auf die auf jedem Stück ersichtlich gemachten Preise. „Ossid“ veranstaltet' wurde, die damit nac\i den vielen vorausgegangenen zionistischen Vorträgen den Beweis lietern wollte, daß der Zionismus nicht auch praktisch an der Renaissance des Judentums arbeitet. Der Vortrag war nicht zahlreich besucht, was zum Teile dem Umstande zuzuschreiben ist, daß viele Juden sich nicht schämten, am selben Abend in einen — Zirkus — zu gehen. Auch der Kultusvorsteher hielt es mit seiner Stellung als Repräsentant der Kultusgemeinde, der er viele Auszeichnungen und Titel verdankt, sehr gut vereinbar, der einzigen jüdischen Veranstaltung im Jahre mit seiner Familie fernzubleiben.. Trotzdem bedeutete der Vortrag einen Fortschritt für den Zionismus in Kremsier. Die Besprechung mit Herrn Dr. Kadisch hatte die Wirkung, daß bei den Teilnehmern das Verständnis und Interesse für die allgemeine und jüdische Politik geweckt wurde, das sich jedenfalls durch einen zahlreichen Eintritt in den jüdischen Nationalverein manifestieren wird. Der durch eine begeisternde Rede des Herrn Dr. Kadisch eingeleitete Lichtbildervortrag machte auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck. Begreiflich — denn zum' erstenmale sah man in Kremsier echtes, jüdisches Leben auf jüdischem Boden. Die Begeisterung, die vorf Bild zu Bild wuchs, brach beim Anblick des Bildnisses Herzls mit elementarer Wucht los, und nicht endenwollender Applaus belohnte die Veranstalter.' Nach dem Vortrage hielt eine gemütliche Kneipe im Couleur-Cafe, bei der Bb. A b e s c h und Dr. Kadisch feurige Ansprachen hielten, einen großen Teil der Besucher noch durch einige Stunden fröhlich beisammen. Am nächsten Tage hielt Herr Dr. Kadisch zwei Seminarvorträge ab, in denen er die Probleme der jüdischen Politik und die Ideen und Probleme des Zionismus erörterte. Ab. Boskowitz. Die jüd.-akad. Ferialverbindung „Laetitia“ veranstaltete am 29. August eine Agitationsversammlung, die einen ziemlich stürmischen Verlauf nahm. Die Versammlung wurde durch A. H. Dr. Max Eisler mit einigen markigen Worten eröffnet, worauf Herr Rabbiner Dr. R e a c h aus Gaya zu Worte kam. Er schilderte eingehend die Verdienste der jüdisch-nationalen Bewegung speziell in politischer Hinsicht und kam dann auf die Errungenschaften des Zionismus in Palästina zu sprechen. Sein glänzender Vortrag wurde durch laute Zwischenrufe anwesender Sozialdemokraten unterbrochen. Dr. Reach beantwortete jedoch die Zwischenrufe in schlagfertiger und erschöpfender Weise. Hierauf kamen einige Mitglieder der sozialdemokratischen. Partei zu Wort, deren Ausführungen Herr Ing. Frischer (A. H. „Veritas“) widerlegte. Außerdem hielt noch Herr Dr. S. Funk eine kürze Ansprache. Die Agitationsversammlung, Welche für die Zioni&tee trotz des anfänglich lärmenden Widerspruches einen großen Erfolg bedeutete, wurde erst zu später Nachtstunde geschlossen. Andychöw. Die hiesige jüdische Jugend veranstaltete Sonntag, den 25. v. M. einen Unterhaltungsabend. Vom Reinerträge fielen K 150.— dem Jüd. NF., der Rest hiesigen jüdischn Wohltätigkeitsvereinen zu. .Warnung. : Ein gewisser J. H. Schajek (Schajkele) gibt sich als englisch-jüdischer Literat sowie als Redakteur einer jüdischen Zeitung aus. J. H. Schajek ist im Besitze gefälschter Empfehlungsschreiben, die. er sich mittels entwendeter Stampiglien fabriziert hat. Da Schajkele bereits auf Grund dieser gefälschten Empfehlungsschreiben bei Zionisten Geldunterstützungen herausgelockt hat, wird hiermit vor ihm gewarnt. Im'Verlage Hatechijah Stanislau ist soeben ein neues hebräisch-deutsch-polnisches Wörterbuch unter dem Titel Milon iwri chodosch erschienen. Das Wörterbuch ist vorzüglich ausgestattet und eignet sich für Schule-, Haus- und Bureauzwecke. Vereine, Lehrer, Buchhändler erhalten Rabatt. 1500 Seiten stark Preis K 6.50 Zu beziehen durch: Abraham Robinsohn’s Bucbhndalung „Hatechijah“ Stanislau. Kiste der Ofterläuter. vom 18. August bis 3. September 1912. Bauer Alfred, Privatbeamter, 1390. Wien, II., Obere Donaustraße 109. — Beck Pauline, geb. Löbi, Malerswitwe, 1867, Wien, 11., Taborstraße 11. — Berger Friedrich, Buchhalter, 1884 in Wien-Fünfhaus, XIV., Rustengasse 9. — Bodenstein Hilda, 1837, Wien, Rodaun. — Fillip Josef, Mediziner, 1875, Klauseiburg, XV11I.. Antonigasse 15. — Fröhlich Hermine, geb. Goldberger, 1862, Prag, VIII., Laudongasse 44. — Fröhlich Irene, Private, I3S7, XVI., Aibrechtskreithgasse 30. — Guttmann Olga, Weißnäherin, 1887, Wien, XII., Schönbrunnerstraße 107. — Löwy Carl, Geschäftsdiener, 1832, Wolin, N.-Oe., IL, Miesbachgasse 14. — Pils Adolf, 1888, Wien. X., Favoritenstraße 84. — Pöllak Ignaz, Private, 1885, I., Lothringerstraße 16. — PoIIak Ludwig, Schlosser, 1881 in Iglau, IL, Kaiser Josefstraße Nr. 27. — Reichenberg Leopold, Kaufmann, 1873, Marköbel, Preußen, XIII., Linzerstraße 15. — Wachsmann Risa, Wien, Bozen. — PoIIak Regine, 1842, Domony, Ungarn, ledig, Arbeiterin, XV., Palmgasse 3. — Hofmann Margarete, 1891, Wien, ledig, I., Gonzagagasse 5. — Hermann Stefanie, 1S92, Elbeteinitz. ledig, Verkäuferin, VI., Morizgasse 5. — Penzias Arthur, 1872, Lemberg, ledig, Brauereidirektor, IV., Johann Straußgasse 49. — Elsner Hermann, 1886, Lomnitz, ledig, X., Landgütgasse '25. — Schidrowitz, geb. Walltuch Josefine, 1883, Tarnow, verneiratet, VII., Urban Loritzplatz 4. — Schidrowitz Arthur, 1880, Wien, verheiratet, iakad. Maler, VII., Urban Loritzplatz 4. — Nuki, geb. Kcvi Elsa, 1834, Wien/gerichtlich getrennt, Private, XV., Löhrgasse 22. — Schwarz Elsa. 1896, Wien, ledig, II.. Kaiser Josefstraße 29. — ReJmann Adeleid. 1891, f^rag, ledig,. HL, Strohrgasse 8. — Rehberger Heinrich, 1880, Esseg, verwitwet, Hilfsarbeiter,'' X., Absberggasse 13. Jnffifdit Böhne. Direktion M. Siegter. Hotel Stefanie. Wien, IL, Taborstraße Nr. 12. Ab Samstag den 21. September NEU! Täglich NEU! DER WAHRE JUDE -e- Operette in 4 Bildern von J. Latainer. Musik von J. Spiwak. Sonntag den 22. September, halb 4 Uhr nachmittags GD DIE NACHTWANDLERIN GD Komödie in 4 Bilder von J. Latainer. In Vorbereitung: «r SCHWUE BEI PER THOIRE Studenten zahlen an Wochentagen ermäßigte Preise. Hebräischer Lehrer (Hochschüler) sucht Posten als Leiter hebräischer Kurse (Berlitz-Methode) in einer Provinzstadt Westösterreichs. Unterrichtet auch; die alte und mittelalterliche Literatur. Zuschriften an das Palästina- Informationsbureau, Wien, IX., Türkenstraße 9. Kundmachung. The Jewish Kolonial Trust (Jüdische Kolonialbank) Limited. Es wird hierdurch zu öffentlichen Kenntnis gebracht, daß zufolge eines Beschlusses des Direktoriums dieser Gesellschaft vom 31. August 1912 in Gemäßheit des § 136a der Statuten alle diejenigen Beträge von am 21. August 1907 für das Jahr 1906 in Höhe von 8 Pence pro Pfd. St.-Aktie erklärten Dividenden, welche drei Jahre nach Datum dieser Bekanntmachung nicht behoben worden sind, verfallen sind und zu Gunsten der Gesellschaft verwendet werden sollen. Brook House, Walbrook, London, E. C., den 2. September 1912. Im Aufträge des Direktoriums: H. Neumann, Sekretär. Konkurs. Die gefertigte israelitische Kultusgemeinde bringt zur allgemeinen Kenntnis, daß die Rabbinersteife daselbst mit einem Jahresgehalte von 2400 Kronen zur Besetzung gelangt. Bewerber, deren Verhalten in sittlicher und staatsbürgerlicher Hinsicht vorwurfsfrei ist, haben den vorgeschriebenen Grad allgemeiner Bildung, sowie der speziell theologischen Vorbildung durch Zeugnisse von zwei .galizischen oder Bukowinaer irk. ortodoxen Kreisen hinsichtlich ihres talmudischen Wissens anerkannten und mit der Lösung von Ritualfragen. sich praktisch befassenden Rabbinern oder durch Zeugnisse von dem jeweiligen Rabbiner respektive Leiter der ortodoxen talmudischen Hochschule zu Preßburg und des Oberrabbiners der ortodoxen Judengemeinde zu Budapest nachzuweisen, beziehungsweise den Dispens von diesem Nachweise vorschriftsmäßig zu erwirken. (§ 5 der Ministerialverordnung vom 21. Oktober 1895.) Die Anstellung erfolgt derzeit für die Dauer von drei Jahren mit sechsmonatlicher Kündigung. Bewerber haben mit den nötigen Belegen versehene Gesuche bis zum- 8. November 1912 an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Sereth (Bukowina) einzusenden. Sereth, am 8. September 1912. Vom Vorstande der isr. Kultusgemeinde Der Kultusgemeindevorsteher: Isak Berat 11 . „Glasbilder“, Diapositive als Fensterbilder, dekorativ und ■ plastisch, schönster Fensterschmuck, in feinem Rahmen mit Schnüren, Größe 18X24 cm, nur gegen Bestellung nach freier Aus- ■ wähl aus 2Q0 Sujets. Preis pro Bild samt Rahmen K. 7.— Bestellungen bei: „Jüdische Zeitung“, IL, Stefaniestraße 12. * ♦ $ Soeben erschienen! Neue Satiren Neu! Aus dem Inhalte: Die göttliche Selma, PoIIak v. Pamegg, Der Stolz von Göding, Die Nase des Ladislaus u. a. Preis K 1.20, Porto 10 h. § $ $ 840