Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 5 (1911)
- Issue
- 44 (3.11.1911)
- Date
- 1911-11-03
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 44 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 7 Vorsitzender; Dr. Chaim Hilfstein, II. Versitzender; Aron Rosenzweig und Frl. Lcmb e r g e r,~ Schriftführer; Roman Landau, I. Kassier; Sigm. Hochwald, II. Kassier; M. H o r o w i t z, Turnwart; L. F r e i w a 1 d, H. Friedb erg und,. A. Jeleu, Beisitzer. In die Kontrollkommission sind gewählt: Frl. Feldblum, Dr. . Leon Landau und Ing. Leon Schneider. Eingesendet. Wir erhalten folgenden Aufruf: Die österreichisghe - Mädchen- und Kinderschutzliga — österreichische Liga zur Bekämpfung des Mädchenhandels sieht sich angesichts der großen Ansprüche, die an die materielle Leistungsfähigkeit unter dem Präsidium Seiner Erlaucht des Gra'en Franz Harrach gegenwärtig . im 8. Jahre seiner Tätigkeit stehenden Vereines gestellt werden, veranlaßt, auch an den bekannten .Wohltätigkeitssinn und die nie" versagende Humanität der israelitischen Mitbürger zu appellieren. Zur Begründung dieses Appells sei hervorgehoben, daß von den vier Vereinen, welche derzeit in dem von der österreichischen Regierung ins Leben zurückgeruienen und unterstützten Zentralkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels vertreten sind und die in ihrer Gesamtheit den österreichischen Zweig der großen internationalen (Organisation zur Bekämpfung des Mädchenhandels bilden, die österreichische Mädchen- und Kinderschutzliga der einzige ist, der auf interkonfessioneller Grundlage steht und sohin berufen erscheint, in der erwähnten Zentralorganisation auch die Interessen der jüdischen Opfer des Mädchenhandels wahrzunehmen. Laut des Tätigkeitsberichtes über das Vereinsjahr 1910 gehörten von den 768 Mädchen, welche im Laufe des Berichtsjahres in die Fürsorge des. Wiener Generalsekretariats gelangten, 176 der israelitischen Religion-an. Zieht man die Gesamtleistung des Vereines, der in (Triest, Lemberg, .'und Czernowitz Filialen besitzt, in Betracht, so erhöht sich diese Zahl noch ganz wesentlich. Als Beweis für die Bedeutung, welche der Fürsorgetätigkeit der österreichischen Mädchen- und Kinderschutzliga von kompetenter israelitischer Seite züerkannt wird, sei noch dara'üf hingewiesen, daß die Wiener Israelitische Kultusgemeinde Seine Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Grunwald-als Delegierten in den Zentralvorstand der Liga entsendet hat, womit auch die jGarantie gewährt erscheint, daß die von jüdischer Seite dem Vereine zjjfließender Gelder eine den Intentionen ihrer;, Spende..entspvediendeuVecwendung. finden.; Die hiemiti gütigst erbetenen Spenden wollen an das Generalsekretariat, Wien, VI., Köstlergasse 5, gerichtet werden. Ordentliche Mitglieder, welche auch bei der unentgeltlichen Dienstvermittlung des Vereines besondere Berücksichtigung finden, zahlen mindestens K 3 jährlich, Gründer K 20 jährlich oder einmal K 200, Stifter einmal K 1000. Eiste der Überläufer. Vom 23. bis 31. Oktober 1911. Seidner geb. Deutsch! Leonore, 1872, Wien, verheiratet,; Kaufmannsgattin, XIII. Auhofstraße 11 b. — Heckler Rudolf, 1889, Wien, ledig, III., Strohgasse 13. — Tafler Eleonore, 1891, Wien, ledig, III., Barichgasse 13. — Kohn Johanna, 1889, Wien, ledig, Sängerin, IX., Glasergasse XI9. — Kraus Dr. Siegfried, 1875, Karlsbad, ledig* Sekretär der k. k. Finanzprokuratur, IX., Porzellangasse 22. — Neuberger Heinrich, 1878, Wien, ledig,. Kanzlist, XII., Schönbrunnerstraße 205. — Pollak Marie, 1895, Wien, ledig, Kontoristin, XX., Klösterneuburgerstraße 98. — Hoffntann Jakob, 1865, Czepreg (Ung.), verwitwet, XII., Wolfganggasse 56. — Rennbach Elsa, 1885, Wien, ledig, Private, I., Führichgasse 10. — Herzog geb. Inwald Paula, 1869, Deutsch-Brod, gerichtlich geschieden, Private, HL, Ditscheinergasse 3. Jüdische Bühne. Direktion M. Siegler. Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Ab Freitag, den 3. November 1911: „Das wahre Pintale Jüd“, Operette v. B. ThomaschCWsky, Musik von Peflmutter und A. Wohl. Sonntag, den 5. November um halb 4 Uhr nachmittag „t).er Jeschiwe Bücher“ von Za- Iotörewsky. Donnerstag, den 9. November 1911 auf allgemeines Verlangen: „Die N.ewejle“ von Peritz Hirschbein. Auftreten des Herrn Schweid.; DL Friedlaenders SCHUH-CREME anerkannt beste und ausgiebigste, deshalb bevorzugte fflarhe. zuhaberi inSchuh-Leder-DroguenaColonialw- Geschäften. Herbst 1911! Mllausstellung I ■«■«HM»« S Ä Wien, I., Aspernplatz 1, im eigenen Palais. — Ver- J S sichertes Kapital ca, 380 Millionen. Reserven ca. 113 5 5 Millionen Kronen. NÄHERE AUSKÜNFTE erteilt: Sub- J K Direktion der „Niederländischen“ Lemberg, Szanocha 3 g j — Lobet Taubes. — Vertreter werden gesucht. j M. 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Heute schon verabreicht der Verein „Einhe t“ in seiner mit allen modernen hygienischen Einrichtungen ausgestatteten Speisehalle und den, den ^jüdischen. Studenten zur Verfügung stehenden eigenen Mensaräumen täglich durchschnittlich 1COO- 1200 Speiseportionen. Jeder Jude, in dem noch ein jüdisches Herz schlägt, in dem das alte jüdische Humanitätsgefühl nicht ausgestorben ist, und der Sinn hat für e ne modern-soziale Fürsorge, wird dieses dem Gemeinwohl dienende Unternehmen durch Ankauf und Verbreitung der Lose fördern. Die ersten vier Haupttreffer im Werte von K 30.000, K 5000, K 3000 11. K 1000 können auf Wunsch des Gewinners in barem Gelde abgelöst werden. Lose ä K 1 sind in allen Tabak-Trafiken und im Bureau der Lotterieverwaltung Wien, I., Wollzeile 25 zu haben. $$$$$$$$$$$$$$$$ K. k. Patent Nr. 41.589. Rettung für Jeden Bruchleidenden. 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