Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 5 (1911)
- Issue
- 23 (9.6.1911)
- Date
- 1911-06-09
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 Nr. 23 Beilage der „Jüdische Zeitung“, Jahrgang 1911 > ... %r r - rt- -! fcj. if; f; ■ A-'- r. i f,.' Lf; v >.; - vT; Piken B. In Nr. 22 sollte es unter PLDC richtig lauten J.V. V. Zion 4 St., Jul. .Deutsch 1 St; und unter APC sollte es statt Läwus richtig Löwus lauten. Stsmslau SG. In Nr. 18 sollte es unter Büchsen richtig lauten: 1293 Sußmann 3.65, 6436 Kirschenblatt 10.—. Eintragung ins goldene Buch Aus Oesterreich laut Nr. 21 der „Welt“: » 3954 Siegfried Weil, Gablonz durch' den zion. Verein „Theodor Herzl“ Gablonz a. N. K 243.04 3955 Eisig.Schorr Bolechow.. 240.12 3956 Leseu. Redehaile jüdischer Hochschüler in- Prag . . . . - . . - „ 246.39 3957 Kredit Union, Lemberg unter Leitung von Julius Eisler, Simon Oransz und Karl Stand . ... „ 300.— Verlag der jüdischen Nationalfondskarten Wien, IX., Tfirkenstraße 9. Sehr geehrte Herren Gesinnungsgenossen! Wir erlauben uns, Ihre Aufmerksamkeit auf die von uns herausgegebenen Ansichtskarten zu lenken und bitten, folgende Zeilen Ihrer geneigten Berücksichtigung zu unterziehen: JNF „Palästina“ Hliw. Oie jüdischen Nationalfondskar.en ider Verlagsabteilung des Jüdischen Nationalfonds, Sammelstelle Oesterreich, Wien, JX., Türkenstraße Nr. 9, sind dazu bestimmt, für die Propagierung der jüdisch-zionist’i - sehen Idee nach auße n hin in würdiger Weise zu wirken und berufen dem Jüdischen Nationalfdnds neue Einnahmsquellen zu erschließen. Diese Karten in ihrer geschmackvollen Ausführung, bilden ein hervorragendes Propagandamittel des JNF nand können bei gutem Absätze, welcher bei der Schönheit dieser Karten sicher zu erwarten ist, der Agitation für den JNF ungeheuren Nutzen bringen. Die Von uns edierten JNF-Karten sind erstklassige, künstlerische Reproduktionen in vorzüglichster, klassisch-schöner Ausführung in Kunstkupferdruck (Gravüren), auf feinstem Kup- ' ferdruckkarton hergestellt, und besitzen einen Marktwert von 20 h per Stück, die wir jedoch mit 12 h per Stück abgeben. Bei größerer Abnahme gewähren wir einen Rabatt Wir sind überzeugt, daß Sie, sehr geehrter Herr Gg„ alles daransetzen werden, um diese Karten in Ihrem Wirkungskreise zu verbreiten. Sie werden damit vor allem der Agitation für die jüdische Nationalbewegung und hierdurch dem JNF selbst nützen. Trachten Sie auch die Karten in den einschlägigen Handlungen Ihres Ortes und Umgebung zu verbreiten. Wir bemerken Ihnen aber, sehr geehrter Herr Gg., daß wir die Karten nur fix abgeben, d. h„ daß wir unverkaufte Karten nicht zurücknehmen können, da die leichte Möglichkeit der Beschädigung den häufigen Transport nicht zulässig erscheinen läßt. Auskünfte über billigste Engros-Preise werden von unserer Verlagsabteilung prompt erteilt, Welche auch gern,e bereit ist, einmal gegen Eilsendung von K 2.— einen Teil unserer Muster (28 Stück) franko zuzusenden. ferie A. Palästina-Ansichten: Jerusalem: 1. Teich Schewah; 2. Totalansicht; 3. Bezalelhäuser; 4. Kunstgewerbeschule Bezalel; 5. Klagemauer; 6. Die Davidsburg. — Jaffa: 1. Herzlstraße im Viertel Achusath Beth; 2. Ansicht von Westen; 3. Jaffa vom Hafen aus; 4. Tel Awiw. — Sichron Jakob: 1. Kolonie; 2. Hauptstraße; 3. Stadtgarten. — M e t u 11 a h: •Totalansicht. — Richon-le-Zion: 1. Palmenallee; 2. Straßenbild. — Hebron: 1. Grab Rahel; 2. Oelberg und Moriah; 3. Secharjahu. — Mozzah: T. Kolonie; 2. Herzlzypresse. — Haiffa: Blick auf Haiffa. — Kafir Saba: •Wirtschaftshof. — Rech ob o th: 1. Ernte; 2. Orangerie. — Ein Ganim: Arbeiterkolonie. — Ramleh: Totalansicht. — Rechoboth: 1. Totalansicht; 2. Koloniewächter von Rechoboth. — Jericho: 1. Totalansicht; 2. Umgebung. — Antipatros: Burgruine. — Am Jordan: Partie. — Am Jarkon: Partie Mühle. — Berg Hermon. — Tiberias. — Safed. — Katra. — Petach — Tikwah. — Hauptstraße von Petach— Tikwah. (Weitere 64 sind in der Herstellung.) Serie K. Hervorragende Kunstwerke jüdischen Inhaltes nach Gemälden, usw. berühmter alter und moderner Meister: Herrn all n Struck: 1. Alter Jude aus Jaffa; 2. Jude mit Pelzmütze; 3. Bettler; 4. Talmudist. — Herring: 1. Esther; 2. Rahel. — H. Ryland: 1. Ruth; 2. Rebekka. — El. ßrodonim: An den Wassern Babylons. — Max Fabian: „Ahaswer“. — (Weitere 200 Stück in Herstellung, resp. Vorbereitung.) — Serie Z. Karten jüdisch-nationalen und zio- Männer, Dichter, Künstler usw. 1. Dr. Theodor Herzl, Brustbild; 2. Dr. Theodor Herzl, mit Unterschrift; 3. Dr. Theodor Herzl, Vollbild; 4. Dr. Max Noräau, Brustbild; 5. Dr. Franz Oppenheimer, ' Brustbild; Außerdemsind in Vorbereitung: 6. David- Wolfsohii; 7. Prcif. Dr. Wartburg; 8: Prof. Dr. Schapira; 9. J. H. Kann; 10. Dr. J. Bodenheimer; .11. Johann Kremenetzky; 12.- Boris Schatz; 13. Hermann Struck; 14. Hirschenberg; 15. P;ichovsky; 16.- J. Kaufmann; 17. Antokolsky; 18. Josef- Israels; 19. Jehuda Epstein; 20. E. M. Lilien; 21. Max Liebermann; 22. Salomon J. Salomon; 23. Heinrich Heine; 24. Lesse'r Urv. Serie Z. Karten jüdisch-nationalen und zionistischen Inhaltes: 1. Herzl auf der Fahrt nach Aegypten; 2. Vision Herzls mit Davidsburg; 3. Grab Herzl in Wien; 4. JNF-Büchserikarte; 5. JNF-Markenkarte; 6. JNF-Telegrammkarte; 7. JNF-Oelbaumkarte; 8. Jüdisches Studentenheim in Wien (zweite Ausgabe). (Weitere 120 Stück in Herstellung.) Alle Karten auch als Neujahrskarten mit entsprechendem Aufdruck deutsch und hebräisch. Größere Quantitäten nach Vereinbarung. Der Verkauf der NF-Karten erfolgt nur gegen Voreinsendung des Betrages oder gegen Nachnahme. Bestellungen sind zu richten an alle Landessammelstellen des JNF oder an den * Verlag der JNF-Karten, Wien, IX.,Türkenstraße 9. Der 20. Tammus. Zu den Tagen der Trauer, die den Monaten Tammus und Aw ihre düstere Stimmung verleihen, fcählt das jüdische Volk seit einigen Jahren den 20. Tammus, den Tag, da Theodor Herzl die Augen für immer schloß. Und zu der Klage um Jerusalem, um sein heiliges Land, tönt in diese Zeit die Totenklage um seinen größten Sohn. Aber die Trauer um Zion ist seit den Tagen Theodor Herzls anders geworden, als sie viele Jahrhunderte hindurch gewesen. Wir trauern noch um das zerstörte Vaterland, aber wir trachten auch darnach, es wiederzugewinnen; nicht nur klagen wollen wir um sein Unglück, sondern an der Wiederherstellung des alten Landes arbeiten. Und in. diesem Sinne -wollen wir auch den 20. Tammus begehen; nicht in tatenloser Trauer um den Toten, sondern in voller Erkenntnis dessen, was uns der Lebende gewesen, und weiter arbeitend an dem Werke, das er mit seinem ganzen Wollen lind Können geschaffen hat. Sein schönstes Ziel aber war ein blühendes, neu erworbenes Heimatland für alle jeneunserer Brüder, die heimatlos und elend über die Erde wandern, — war ein freies, starkes, jüdisches Volk, das die Heimat der Väter wieder zu dem Lande seiner Kinder und Enkel machen soll. Wir Zionisten haben Herzls Vermächtnis angetreten, und mit allen Mitteln und Kräften sind wir bestrebt, sein Werk zu Ende zu führen. Das stärkste und mächtigste Instrument des Zionismus zur Erreichung dieses Zieles aber ist der Jüdische Nationalfonds. Als heilige Pflicht betrachtei es der Nationalfonds, das Andenken des großen Mannes durch ein sichtbares äußeres Zeichen zu ehren, das gleichzeitig unsere Arbeit fördern soll. Darum pflanzen wir ihm in Palästina einen großen Olivenwald, der vielen jüdischen Arbeiterfamilien Unterhalt gewährt, späterhin aber jüdische gemeinnützige Institutionen erhalten soll. Bis zum heutigen Tage hat die Dankbarkeit des jüdischen Volkes bereits die Pflanzung von nahezu 50.000 Bäumen gesichert, und ein großer Teil davon befindet sich bereits in blühender Entwicklung. Soll er aber ein wirklich großes, würdiges Denkmal unseres Führers sein, so müssen wir die Zahl der Bäume dieses Herzlwaldes vervielfachen. Dazu muß jeder Jude beitragen, der Verständnis besitzt für die Bedeutung Theodor Herzls und dessen Sehnsucht um die Wiederherstellung Zions echt .und währ ist. Stammesgenossen! Gesinnungsgenossen! Am 20. Tammus zeiget Eure Trauer um den Toten, indem Ihr zum Bau seines Denkmals, zur Vermehrung des Herzlwaldes beitragt. Jeder stifte an diesem Tage mindestens einen Oelbaum (der mit einem Beitrag von 7 K gesichert ist) und veranlasse alle seine Verwandte und Freunde, ein gleiches zu tun. So werdet Ihr den Tag der Trauer in einen Tag der Erinnerung verwandeln und die nutzlose Klage in frische,' vorwärts strebende Tat. Das Flugblatt „Unserem Herzl“ ist in Deutsch sofort, in Jüdisch binnen Wochenfrist ■ bei uns gratis erhältlich. Ortskommissäre, bestellet rechtzeitig! Im Aufträge des NF-Hauptbüros: Die Landessammelstelle des JNF, Wien, IX., Türkenstraße 9. Die Herzlwald-PRarizung. Das NF-Hauptbüro tritt den leichtsinnigen ' Ausstreuungen beunruhigender' Gerüchte über den Stand und die Entwicklung der Herzlvvald- Pflanzung, mit folgendem Zirkular mit dankenswerter Energie entgegen: v In Nr. 78 der „Hazefirah“ -war ein Ar-' tikel „Versuche“ von Jakob Rabbinowitz erschienen, in dem u. a. die Behauptung aufgestellt wurde, „daß die Vertreter des Zionismus nur gezwungenerweise sich veranlaßt sehen, mit den schlechten Geschäften der Herzlwälder sich abzugeben“, und daß „die mit der Durchführung der Sache betrauten Leute selbst gestehen müssen, das Geld wäre nutzlos vergeudet, unddie Wälder hätten keinerlei Existenzberechtigung“. Hierzu schreibt uns unsere Vertretung in Palästina folgendes:! „Die Behauptung des Herrn Rabbinowitz müssen wir als eine vollständig aus der Luft gegriffene entschieden zurückweisen, denn diq verantwortlichen Beamten, die mit der Oelbaumpflanzung zu tun haben, teilen auch nur an? nähernd nicht eine solche Ansicht. Im Gegenteil halten wir alle diese Institution für einen außerordentlich wichtigen Faktor in unserer ganzen Kolonisationsarbeit. Die Oelbaumspende hat sogar (abgesehen von der P. L. D. C.j überhaupt erst die Möglichkeit gegeben, die bis dahin anderweitig verpachteten Ländereien des NF zu bewirtschaften, und dadurch den Antrieb gegeben, den Nationalfondsbesitz durch Zukauf von Land zu vergrößern. Die „Oelbaumspende“ ist. eines' der besten Mittel, um neuerworbenes Land, wohin Privatleute nicht so leicht sich wagen, durch Pionierarbeit für eine neue Ansiedlung vorzubereiten. - ■ Der Gedanke der Aufforstung von großen Landstrecken in Pa'ästina, die gewiß einst blühende Gärten waren und nur durch Unkultur- und menschliche Roheit in wüstes Land, wie es sich jetzt darstellt, verwandelt worden sind, gehört zu den schönsten Aufgaben unserer Kolonisationsbestrebungen. Sie kann nicht durch einzelne, sondern durch eine große, starke Institution, welche die fehlende staatliche Fürsorge ersetzt, geleistet werden. Es eröffnet sich hier ein weites Gebiet, für das die ein gehenden Spenden nicht zu hoch, sondern leider viel zu niedrig bemessen sind. Wir werden durch Ausführung dieser planmäßigen Arbeit der Wiederbepflanzung Palästinas eine Kulturarbeit leisten, für die uns nicht nur unser Volk, sondern auch die ganze palästinensische Bevölkerung, der türkische Staat und andere Kulturvölker sicherlich einmal Dank wissen werden. Nicht minder schön ist der Gedanke, das Andenken großer Männer des Judentums durch lebendige. Wälder, wie es der Herzlwald sein wird, zu ehren. Es wird ebenso, wie die Idee, die wichtigsten Momente aus dem eigenen Leb^n und dem unserer Nächsten durch neuverpflanzte Bäume in Palästina ewig zu verknüpfen, sicherlich einen großen Anklang in weiten Kreisen unseres Volkes finden. Es ist daher eine Sünde,• dieses Empfinden durch oberflächliche Kritik abzuschäwchen, statt es noch mehr zu entwickeln. Daß diese Bäume weder nach Jahren die -wichtigste Grundlage für die Unterhaltung unserer großen nationalen Kulturinstitute in Palästina sein werden, können wir bestimmt hoffen. — Dies sind ungefähr die Ansichten der Beamten, die, wie Herr Rabbinowitz meint, so ungern mit der Pflanzung von Herzlwäldern sich befassen.“ Im übrigen bemerken wir, daß wir demnächst nach Schluß der Ernteperiode, deren Aussichten, wie uns mitgeteilt wird, recht günstig sind, einen ausführlichen Bericht über den Stand der Pflanzungen veröffentlichen werden. 1- V/ K, ,1'.. iL_