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Jüdische Zeitung · 1911-05-26 · 21 (26.5.1911) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
5 (1911)
Issue
21 (26.5.1911)
Date
1911-05-26
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Beilage der „Jüdische Zeitung“, Jahrgang 1911 Nr. S l I i i ]- V t' t- .!•- 5 ■. T f: i' l k Cr ■'S .y Horodenka SG NFK Becker: 04333 Slg. Bergmann-Kamii, Koch a. Hochz. Soter: üroßrabb. Hager 1.—, Jungermann 0.50, Offenberger, Hermann, Hager-Schützer, Jäger-Ladenheim, Berma'nn-Oftennbergner, Seifer-Kittiel ä 0.40, Katz, Eisenkraft, Fink ä 0.30, Div. 2.51, zus. 7.31, Slg. Stern-Kamil a. Hochz. Gloger-Prüfer: Glaser, Gloger, Stern, Horn, Nappe, Graspach, Prüfer ä 0.30, Div. 1.60, zus. 3.70, 11.01; 03493 Slg. Luwisch: Händler 0.40, Div. 1.70, 2.10 13.11 Ropczyce WG NFK Hirsch: 03854 Slg. Löw: ders. 1.—, Hieler, Hirsch ä 0.50, Löw 0.41, Div. 0.20, 2.61 Rzeszow WG NFK Dr. Zinnemann: |D4660 Slg. Reichmann: Laufbahn, Makabäa ä 1.—, Wang, Fett, ä 0.50, Div. 1.— 4.—; 04652 2 Speiser, 2 Wiesenfeld ä 1.—, 2 Speiser ä 0.50, Flaumenhaft 0.40, Div. 0.90 6.30; Ellenbogen 10.30 Sedziszow WG NFK Löw: 04457 Slg. a. Hochzeit Silberberg-Liff d. Neppel, 2 Blumenberg ä 0.50, Div. 0.40, Reisenfeld, Neppel ä 0.30 2.— Trauten au B* NFK Goliath: 03404 Kohn: Ungen. pr. G. Weill-Hohenelbe 5.—, Ungen. pr. Jos. Dick-Hohenelbe 3.—, Eugen Doktor, Ing. Polaczek, Kühn, Appelt, Kornfeld, Winternitz, Schönfeld, Nettl, Kellermann, Steiner, Pollak, Dr. Schnitzer, Fleischner, Goldschmied, Harth ä 1.—, Hermann 0.50, Bei. d. Milah d. Sohnes v. M. S. Lewy: ders. 6.—, Jackersohn, Kunnermann ä 5.—,* Natscheradetz, Weiss ä 3.—, 2 Lewy, Hermann, Nettl, Fleischner, Eisler, Pick ä 2.—, Kohn, Goldstein ä 1.—, Dr. E. Margu- 1 i e s 62.50 Wien IO 04174 Neure J^huda pr. Ernst Pollak: Ehrenwald 5.—, N. N. 4.—, Binter 3.50, Bartak 2.50, Ehrenwald 2.—, 2 Mannheimer, Scheer, 5 Pollak, Uni., Silberstein, ä 1.—, Politzer, verl. Wette, Schwarz ä 0.60, Weiss 0.40, Div. 0.90, K. Oesterreicher _30.30 Summe K 166.62 Herzlwald. Die Oelbaumspende dient zur Aufforstung Palestinas. Pflanzung und Pflege eines Baumes ist mit 7 Kronen gesichert; jeder Baum wird auf beliebigen Namen verbucht. Wer zumindest 5 Bäume stiftet, erhält ein künstlerisches Diplom. Eine Stiftung von 100 Bäumen heißt Garten, von 1000 Hain. Der Herzlwald wird derzeit mit 20.000 Bäumen an der Bahn Jaffa-Jerusalem angelegt. Der Pflanzungsertrag wird jüdische Kulturarbeit in Palästina fördern. Aussig B* Louis Schiff anl. Jahrz. a. N. s. yerst. Mutter Bhniele Schiff 1 B. 7.—, Jos. , Schneider a. N. s. verst. Vaters Zwi Schneider 1 B. 7.—, Mayer Leistyna a. N. s. Schwiegern. Abr. Hellmahn 1 B. 7.—, Slg. b. Vortr. JUC. Birnbaum 1 B. zus. 4 B. im Aussiger-Garten 28.— Czernowitz Bu Landeskom. 1 B. a. N. Ewa Wininger 7.— Olmütz M pr. Schöner: Vereinig, jüd. nat. Handelsakad. „Hatikwah“ 5 B. im Unitenhain a.N. ihres verdienstvollen gew. Obmannes Artur Lustig 35.— Stryj SG Berta, Dr. W., Simon, Wolf u. Lejsor Schmorak u. Moses Brill 1 B. a. N. Dr. Menachem, Schmorak, Szczerzec anl. s. Promotion ami 19 ds. M. 7.— Wien IO „Bar Kochba“ 2 B. a. N. Mendel Schmorak, Rubin Besen im Kahn Haine 14.— „Theodor Herzl“ grat. s. Hugo zum 30. Geburtstag 7.— 21.— Summe K 98.— Zus. 14 B. Bis 1. Jän. 1911 7990 B., seither 639. Bezalel. Innsbruck IO Slg. pr. Rabb. Sagher 3.— Hygienisches Institut. Wien IO A. Sch. anstatt Schadenersatz 3.50 Nationalbibliothek. Czernowitz Bu Zephirah: Slg. Gross in Slob. Konar. 6.— Prag B J. V'y. 20.- Summe K 26.— Hebr. Gymnasium Jaffa. Czernowitz Bu „Zephirah“ Wette Schapira- Diamant 2.—, Wette Rothfeld-Sedder 1.— 3.— Kulturfonds. Czernowitz Bu „Zephirah“ Slg. Realsch. Brettschneider 2.—, Lessner f. (Rosenkranz 1.—, Oehlgiesser aus Wette 0.40, Div. 0.10 3.50 Kapitalsanlagen. Palestine-Land Developmant Comp. Bircza OG pr. Sirkes: 1 Aktie a. N. Josef Sirkes 24.25 Lemberg OG pr. Dr. Spindel: 1 Aktie a. N. Mina Horowitz 24.25 Summe K 48.50 Jewish Colonial Trust. Wien IO Jakob Landau letzte Rate 13.80 Herzl-, Nordau- und alte Marken. Leipnidc M K 4.—, Prossnitz M. 1.20, Olmütz M. 7.50, Rozniatow SG —.61, Ung. Hradisch M. 10.-, Wien IO 1.14. 24.45 Tetegrammblankette. Prossnitz M 10.—, ■: Olmütz M 2.50, Rozniatow SG 3.—, Wien IO 6.50. 22.— Summe K 46.45 Philatelie. Marken: per NFK lda Böck: Hammer, Rabinersohn, Lewin Röhr, Donath Frieda-, Polak Ung.-Brod, J. Zelnick Brodv, M. Karmin Barszow, Zion. Verein Juschow Erez Israel in Widdin per N. S. Cohen und Sohn 'Widdin Bulgarien, Israel Fränkel Czortkow, Erna Provisor Dorch, Schattner Chocinierz, Elise Helfgott Wien, Frau Rosa Melzer Lemberg, CäcLie Pomeranz und Simon Ringel per NFK J. Sirkes Bircza, M. Kohn, H. Spiegler Wien. Staniol: Hammer, Rabinersohn, Lewin, Frieda Donath, per NFK lda Böck Ung.-Brod, M. Karmin Barszow, Leandra S. Ax Bircza. Erlagscheine: Neure Jehuda Handelsakademiker Wien, L. D. Schön Ung.-Brod, H. Weber Witkowitz, M. Karmin Borszow, A. Auerbach Wien. Richtigstellung. Nisko In Nr. 20 waren um 12 Heller zuviel ausgewiesen, daher verkleinert sich die Wochensumme um diesen Betrag. Wochentabelle des Geldeinganges vom 15 bis 22. Mai aus: Ostgal. OG JJKr Heinr. Ilescheles, Lemberg . 351.08 Westgal. WG DKr Dr i.h. Hilfstein, Krakau . 281.08 Innerösterreich 10 DKr H. Eben, Wien . . .' 1 2.72 Böhmen B DKr Moritz Löwy, Prag . .■ . . 148.34 Bukowina Bu DKr Dr. Jul. Kormann, Czernowitzl2-J.56 Südgal. SG DKr Maier Henisch, Stanislau . 106.45 Mähr. u. SchL M DKr Dr. F. Eckstein Troppau . 84 9 i Podolien P DKr Dr. W. Landau, Tarnopol . — Wochensumme Österreich K 1257.13 NFu. Oelbaumspenden .... . 1109.38 Diverse andere Spenden. 147.75 Wochens. d. NF. u. Genossenschaftssp. aus aller Welt (Nr. 20 d Welt) 12548.21 Briefkasten der Sammelstelle. Herr Jojne, Gelernter aus Stryj wird höflichst ersucht, den am Moriähball gesammelten Betrag samt dazugehörigen Sammelbogen unverzüglich an uns abzuführen. Neuernannte NF-Kommi:säre. In Brzesko Baruch Langer, in Kremsier Ludwig Löwenthal. Eintragung ins goldene Buch Aus Oesterreich laut Nr. 20 der „Welt“: 3923 Der früh verschiedene Pionier der Zions- Idee Elimelech As .hkenasv, geboren 1875, gest. 1903, zum ewigen Andenken durch die Zionisten Zbaracz ... K 240.— 3924 Jakob Bodek in Anerkennung seiner unermüdlichen Arbeit für den Zionismus durch die akademische Verbindung „Makkabäa“ in Lemberg . ’.K 24Ö.— Die Nationalfondswoche. In den jüdischen Kreisen ist es zum teststehenden Brauch geworden^ 9 Tage vor Tischobe-Aw in Erinnerung an die letzten schrecklichen Tage vor - Zerstörung des Tempels, fast zweitausend Jahre zurrück, durch besondere Genügsamkeit und Enthaltung von allen Freuden una Zersträuungen als Trauertage zu begehen. Von vielen Seiten sind Anregungen erganjen, die Ersparnis an der vereinfachten Lebensweise einem wohltätigem Zweck zuzuwenden. Welcher Zweck könnte aber hei'iger und größer sein, als aus diesen Mitteln die Möglichkeit zu schäften, das seit damals verwüstete Land der Väter wieder zu neuem Leben zu erwecken, dem in jener Zeit vertriebenen Volke von neuem eine dauernde Heimat in diesem Lande zu erringen? Kaum ein Jude wird sich der Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Gesichtspunktes entziehen. Darum erließ das NF-Hauptbüro an alle Gesinnungsgenossen die Aufforderung, nach dem Beispiel einzelner Sammelstellen von diesem Jahre ab eine Nationalfondswoche testzusetzen. Diese umfaßt die Trauertage vom 1. bis 9. Aw '(26. Juli bis 3. August), sie soll dazu bestimmt sein, eine große und lebhafte Agitation unter den Juden aller Länder zu unternehmen. Während der NF-Woche soll besonders für die Oelbaumspende agitiert werden. Die große Bedeutung des Oelbaumes für das öde liegende Land und die Bestimmung seiner Erträge für kulturelle Zwecke in Palästina müssen jeden Juden zu einer Spende für diesen Fonds veranlassen.- Besonders mag hervorgehoben werden, daß ein Oelbaum das schönste Denkmal zur Erinnerung an einen verstorbenen Angehörigen darstellt. Und der wohlhabende Jude sollte veranlaßt werden, statt prunkender Marmordenkmäler, die noch dazu durchaus unjüdisch sind, einen Oelbaumgarten von hundert oder einen Hain von 1000 zu pflanzen, welche die Namen der Ver storbenen für Jahrhunderte hinaus lebendig erhalten. Außerdem soll in dieser Woche eine energische Propaganda für die Landspende entfaltet werden. Diese Spende, die in den überseeischen Ländern bereits populär geworden ist, kann sehr bedeutend werden, denn von jeher galt es als schönstes Ideal der über die ganze Welt zerstreuten Juden, ein Stück Land in Palästina zu besitzen. Durch die Landspende erhält der JNF die Möglichkeit, Land zu erwerben, weiches, in Dunams geteilt, aut die Namen der Spender von mindestens M 40.— (= 48 Kl in einem Kataster eingetragen wird. . Die Agitation in der Nationalfondswoche wird am besten unterstützt durch unser neues Flugblatt Nr. 10, welches in kurzer deutlicher Fassung auch diese beiden Spendenzweige berücksichtigt. Bisher ist es nur in deutscher Sprache erschienen, doch ist die hebräische und jüdische Auflage in Vorbereitung. Ferner ist bis zu dem angesetzten Zeitpunkt die Herausgabe eines neuen üelbaumspendenflugblattes in Aussicht genommen. Allerorten werden die NF-Kommissionen zweckmäßig bald mit den Vorbereitungen der NF-Woche beginnen. Die testamentarische Schenkung der Frau Ziwa Wodonosowa Bezüglich dieser in unseren letzten „Mitteilen“ besprochene 1000 Mk .-Schenkung gibt Gg Professor üregoire Selkowsky in einem Briet an das NF-Hauptbüro folgende nähere Aufklärungen: „Vor etwa drei Jahren wandte sich Frau Ziwa Wodonosowa an mich mit der Bitte, ihr eine das Wohl des jüdischen Voikes fördernde Institution anzugeben, die sie als Universalerbin ihres Vermögens einsetzen könnte.. Ich machte ihr klar, dab meiner testen Ueberzeugung nach das ganze Unglück des jüdischen Volkes aut seine Landlosigkeit zurückzuführen sei und daß der JNF zu dem Zwecke geschaffen wurde, um Boden in Palästina zu erwerben, am dem Juden als Bauern angesiedelt werden. Jeder, dem das Wohl des jüdischen Volkes am Herzen liegt und der dazu beitragen will, es wieder bodenständig zu machen, möge daher den NF nach Kräften fördern und in seinen letztwil.igen Verlügungen berücksichtigen. Am 22. Juli 1909 verfaßte Frau Wodonosowa ein „notariell beglaubigtes Vermächtnis, in das sie folgenden Punkt' autnahm: „Alles was von meinem Kapital nach Befriedigung der oben genannten Erben zurückbleibt, vermache ich der Jüdischen Kolonialbank in London für den JNF.“ Am 12. Juni 1910 verschied Fraü W. in Druskeniki während eines Kuraufenthalts, und am 25. Februar I9n nat das Petersburger Bezirksgericht konform der Entscheidung des zivilen Kassationsdepartements des Senates in der Angelegenheint Sinadino, in welcher die Gesetzmäßigkeit letztwilliger Verfügungen zugunsten ausländischer juridischer Personen anerkannt wurde, das Vermächtnis der seligen Frau W. bestätigt, indem es zur selben Zeit implicite anerkannt hat, daß der NF eine philantropische Institution sei und deshalb für seine Erbschaft keine Erbschaftssteuer zu entrichten habe. Am 14. April hat der Testamentsvollstrecker Zelig Neumann 4774 Rbl. unserm Trust für den JNF, 1500 Rbl. verschiedenen jüdischen philantropischen Anstalten in Nowogrudka, üouv. Minsk und den Erlös der Kostbarkeiten der seligen Frau W. an das Spital Misgaw Ladach zu Jerusalem überwiesen. Zur Charakteristik dieser Frau möchte ich eine hochinteressante Tatsache aus ihrem Leben hervorheben. Gebürtig' in Nowogrudka, einer kleinen Stadt des Ansiedlungsrayons, hat sie einen Mann namens Chost aus Kolpino bei Petersburg, Sohn eines Soldaten zur Zeit des Kaisers Nikolaus 1. (diese haben das allgemeine Wohnrecht) geheiratet. Gleich nach der Hochzeit hat ihr Mann einen Posten im Innern Rußlands bei einem hochgestellten Christen um den Preis seiner Taufe erhalten. Trotz der gegenseitigen innigen Liebe wollte Frau W. ihrem Manne in seinen neuen Woi aort nicht folgen una seine Bitte, zu ihm zu kommen, beantwortete sie mit der Forderung aut Scheidung. Nach langwierigen Verhandlungen begab sie sich nach Taganrog und die Scheidung wurde von dem dortigen Rabbiner und dem Metropoliten, der alles aufgeboten hatte, um Frau W. der orthodoxen Kirche zuzuführen, vollzogen. Frau W. ist keine zweite Ehe eingegangen. So hat sie sich das Recht, als Jüdin zu leben und zu sterben, von ihrem harten Schicksal ertrotzt.“ achtung Nationalfond - Kommissäre! Das NF-Hauptbüro hat ein Goldenbuch- Konto „Jeanette Herzl s. A.“ eröffnet, das eine Kollektiveintragung darstellen und bis I.X., offen bleiben soll. Wer zumindest 120 K ein-’ zahlt, erhält eine Diplom-Abschrift. Zionisten, tuet Eure Pflicht 1 Die Landessammelsfeile Wien. IX. Türkenstrasse 9.

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