Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 3 (1909)
- Issue
- 52 (24.12.1909)
- Date
- 1909-12-24
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2438141-2438220-2438271--1607-2441212- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 JÜDISCHE ZEITUNG. Nr. 52 paport, 2 Bautnwoll, Siederer, Schneider, Finster, Engler, Gertner, Scharf, 2 Riegler, Tennenzapf, Plach, Fröhlich, Krämer, Häusler, Hoffer, Uni., Grünberg, Morgenstern ä 0.20, Div. 0.60 9.40 01356 Slg. Schwarz: Hitzig 0.40, 2 Hitzig, Wander, Minster, Schaller, 3 Uni-, Hasenfratz, Stimmer ä 0.20, Div. 3.10 5.50 14.90 Nactaod B * 02005 Slg. Lewith: Wette Pichl- Fischer 3.90, Fanta-Fischer 2.—, Lewith 1.80, Lewith 1.40, Fanta 1.21, Fanta 1.11, 2 Fanta ä 1.—, Fanta 0.90, Fanta, 2 Karten, Schulhof ä 0.80, Horpacky 0.78, Lewith 0.75, Lewith, Fanta, Pichl ä 0.70, Lewith 0.69, Fanta 0.61, Lewith-Fanta, 7 Lewith, Beck ä 0.60, 4 Lewith, 3 Fanta, Beck-Lewith, Beck, 2 Lewith-Fanta ä 0.50, Fanta, Stern, 3 Lewith, Sommernit, Pick ä 0.40, Div. 6.15 40.— 02006 Slg. Fischer: Fischer, Tarockgewinst ä 1.—, Fischer 0.60, Ronai 0.50, Zalud 0.40, Div. 0.70 4.20 02007 Slg. Lewith: Div. L— 02008 Slg. Straß: Richter 1.—, Brunner 0.50, Oser, Straß, Schwarz ä 0.40, Div. 3.90, zus. 6.60 E i n t r. v o r b e h. 51.80 Neutitschein M Hein: 02682 Slg. Hein: Herz S. 5.—, Lindner 2.—, Körner 1.50, Schwarz, Grünberger ä 1.—, Mannheimer, Rosenzweig ä 0.60, Silbermann, Fertig, Freund, Rulka, Mandl, Teichner, Meerschwamm, 2 Teichner, Bermann, 3 Hein, Körner ä 0.50, Ulrich 0.40, Div. 0.80 19.90 02680 Slg. Hein: Uni., Körner ä 2.—, Silbermann, Gelsler, Grünbaum ä 1.—, Rosenzweig ä 0.80, Urich 0.60, Vilna, Rosenzweig ä 0.50, Klein 0.40 9.80 02681 Slg. Hein: Dr. Mandel, Deutsch, Geßler, Spitz, 2 Allerhand, Gottlieb, Adler, Allerhand, Gottlieb, Adler, Uni., Brief ä 1.—, Ebel ä 0.60, Silbermann 0J5Ö, Div. 0.30, zus. 11.40, ab Pto. 0.10 41.— Prag B * 02373 Slg. Haim: 2 Wrba, A. B. ä 1.—, Wrba 0.40, Div. 1.69 5.09 02084 Slg. Wodicka: P. Z., X-fY-Zä 0.50, Div. 0.40 1.40 02304 Slg. Schaffer: Staber 2.—, Sand, Fleischer, Uni., Kissmann ä 1.—, Singer 0.70, Preninger, Gropp, Kissmann ä 0.60, Koffler, Schaffer, 2 Rosner, Neumann, 2 Sand ä 0.50, Blasenstein, Pistiner, Uni. ä 0.40, Div. 0.20, zus. 13.40 Zion. Studenten 19.89 01833 Slg. Ganz: Rudnik 2.—, Bloch, Bondy, Löwith, Weil, Braun, 2 Uni., Vogl, König, Goldfarb ä 1.—, Mayer, Rainer, Zalud, Uni., Freune, Kolber ä 0.50, Müder, Bloch, Pollak, N. N., Eisenstein, Falter, Röhr, Wiener, Ganz ä 0.40, Div. 7.60 Karpeles 26.20 46.09 Sanok OG 01193 Slg. Zehnwirth: Kartengewinst 0.74, Kartengewinst 0.52, M. Zehnwirth 0.40, Schächner 0.20 1.86 NFK Schiff: 02981 Slg. Frl. Gutwillig a. Hochz. Wilner-Klugmann, Zagorz: Klugmnnn 1.50, Wieser 1. —, Roth 0.60, Gutwillig, Bözen, Willner, Melon ä 0.50, Schiff 0.36, Kitz, Lon, Rapport, Graf ä 020, Div. 1.74 Zwi Abt 8.— 02982 Slg. Schiff a. Hochz. Willner-Klugmann, Ragorz: Klugmann 2.—, Uni. 0.50, Graf 0.40, Löw 030, 2 Goldmann, Uni., Dym 0.20, Zwi Abt 2.06, Schiller 1.94 13.86 Wien 10 02401 Slg. Frl. Elsa Brüll: Onkel Alfred 2. —, Pantler 1.—, Brüll 0.50,. Koditschek, Brüll, Joachim ä 0.40, Div. 1.70 „H a s m ö n e a“ 6.40 Summe. K 182.55 Herzlwald. . Boryslav SG NFK Lehmer: Regina Rotenberg { 5 B. a. N. ihres verst. Gatten Isidor und ihrer Tochter Dibora 35.— | Gablonz B * „Th. Herzl“ je 1 B. a. N. Ludwig Hojtasch, Heinrich Duschatz im Garten des zion. Ver. Th. Herzl 14.— Kimpolung Bu Siegel: Adolf Rauchwerger 1 B. a. N. Dr. Josef Glücksmann u. d. Gemahlin Eveline 7.— Karlsbad B * Rieh. Seiigmann: Adolf u. Resi Grünbaum anl. ihrer silbernen Hochz. 25 B. f. d. Garten des Volksver. Zion 175.—, Jüd. akad. Klub grat. Wilh. u. Fanny Beck 1 B. a. d. N. im Garten d. Jüd. akad. Klub 7.— 182.— Nachod B „Zion“ Ed. Fischer 1 B. a. N. Rudolfine Fischer 7.— Pilsen B * Zion“: Fr. Berta Resek z. Andenken a. ihren verst. Gatten Mordchai ben Ascher Resek 1 B. im Pilsner-Hain 7.— Prag B * „Barissia“ 1 B. a. N. Hiel Unitas, Frl. Helene Grünbaum. 1 B. a. N. Fr. Amalie Abeies, 1 B. a. N. Abraham Stern, zus. 3 B. im Barissengarten, „Bar Kochba“ Dr. Aharoni 1 B., Adolf Böhm 1 B., Dr. Paul Amann 2 B., Frl. Franziska Lutzer 1 B., „Bar Kochba“ anl. d. Vermähl. 1 B. a. N. Frl. Ida Hermann, I 8. a. N. Fr. Dr. Ida Wintemitz, zus. 7 B. im Bar-Kochbahaine, Freie zion. Vereinigung 1 B. a. N. Julius Oplatek: Dr. Emil Mareulies 1 B. a. N. Freie zion. Vereinigung, zus. 2 B. im Haine der Freien zion. Vereinig.: Fr. Rosa Tänzer anl. d. lOjähr. Hochzeitstages 1 B. a. N. Siegfried u. Camilla Fantl im Haine d. Jüd. Volksvereines Zion, Zion. Handelsakademiker 1 B. a. N. Prof. Boris Schatz, Jerusalem 98.— Suczawa Bu Per „Tikwah“ Tuttnauer: iur. Goldenberg 1 B. N. Schmaje Mandelbaum 7.— Tepiitz-Schönau B * Slg. NFK D. Bauch: Vorstand d. Volksver. Zion 40.50, Versammlung 12.50, Wette L. u. W. 10.—, David Bauch 6.—, Hirschl 1. —, 10 B. a. N. Dr. Heinrich Löwe, k. k. Bibliothekar, Berlin, im Teplitzer Haine _70.— Zus. 60 B. Bäume.Summe . K 427.— Im Jahre 1909 wurden bisher 2057 Bäume gespendet. I Nationalfondsmarken | gehören auf jeden Brief eines Zionisten. A) Nordaumarken werden nur in Heften zu 60 Stück ä K 120 verkauft, nebstbei Porto. Göding M 3.60, Jaslo WG 9.80, Kolomea SG 10.—, Laibach 10 1.20, M.-Ostrau M24.—, Radautz Bu 1.20, Teplitz B 4.—, Triest IO 3.60, Wien 10 13.74 71.74 B) Herzlmarken ä 5 h, das Heft zu 40 Stück K 2; nebstbei Porto. Jaslo WG 12.80, Kolomea SG 20.—, Laibach IO 2. —, Obertyn SG 50.—, Teplitz 2.—, Triest IO 8.—, Wien IO 15.50 60.80 C) Alte N.-F.-Marken a 2 h, nebstbei Porto. Göding M —.30, Jaroslau OG 1.40, Obertyn SG —.50 2.20 | Telegrammblankette | & 50 Heller Künstlerisch ausgeführt; als Briefe versandt ersetzen sieGlückwunsch- und Beileiddepeschen. Kein Zionist versäume, den Kongreß mit NF-Telegramm zu begrüßen. Graz IO 15.—, Jaroslau OG 3.—, Kimpolung Bu —.50, Kolomea SG 9.—, Krystynopol OG 2.—, Obertjm^SG^^—1_^/ien_JOiJ2;^>ii_____i^_45.50 I Palestine Land Development Co. | Sie bezweckt auf kommerzieller Basis unter Anwendung moderner kolonisatorischer Methoden: 1. Den Erwerb, die Ameliorierung und Parzellierung größerer Grundstücke in Palästina für eigene und für fremde Rechnung, behufs Schaffung neuer Siedlungen (Kolonien); 2. die Anlage und Pflege extensiver und intensiver Kulturen für eigene und für fremde Rechnung; 3. die systematische Ausbildung und allmähliche Seßhaftmachung jüdischer Landarbeiter in Palästina. 1 Gründeraktie kostet K 1210, 1 Namensaktie K 24.25, I Vorzeigeraktie K 26.—. Böhm.-Leipa B Wilhem Pekarek: 1 Aktie a. N. Friedrich Pekarek 24.25 Gablonz a. d. N. B Dr. Baneth: 1 Aktie a. N. Zionistischer Verein Theodor Herzl _24.25 Summe . . K 78.50 Parteifonds für besondere Zwecke der zion. Organisation. Prag B * Jüd. Frauen verein: Julius u. Sabine Heller anl. ihrer silbernen Hochz. 10.—, Emil Wehle 50.- 60.— Kulturfonds Prag B * Verein Jüd. Hochschüler „Bar-Kochba“ 2. —, V. R. 2.- 4.- Bezalel Kunstgewerbeschule in Jerusalem, schafft einen eigenen jüdischen Kunststil und bringt vielen Juden Palästinas Erwerb. Mitgiiedsbeitrag mindestens 5 K pro Jahr. Prag B * Zion. Handelsakademiker 5.— Zawojo WG Simon Fischer _ _3.— Summe . K 8.- Nationalfonds-Bibliothek, Jerusalem. ■ Gablonz B * Zion. Volksver. Th. Herzl 10.— I Hygienisches Institut.! Das Arbeitsgebiet des Instituts ist die Erforschung der ansteckenden Krankheiten, sowohl der Menschen als auch der Haus- und Nutztiere und dfer Kulturpflanzen Palästinas. ' Die Gründung ist aus Anlaß des 60. Geburtstages MaxNordaus zu dessen dauerndem Andenken vom Zionistischen Aktionskomitee beschlossen worden. Brünn M NFK Spitz: Zion. Mittelschüler 11.— Troppau M NFK Schlesinger; „Jeschurun“ 100.— Summe . K 111.— Richtigstellung. Friedek M Die in Nr. 51 unter „Allg. Spenden* ausgewiesenen Kl.— war z. E. „Hasmonea“ bestimmt. Dorfstraße neben der Scheunen und war wundervoll selig, weil er sagen durfte: Fanny, liebe kleine Fanny-Und ein anderer stand wie eine Tanne auf der begrenzten Mensur und freute sich, wie die Schläger schwirrten und das dunkelrote Blut in breiten Streifen das weiße Linnen malte. Und auf der Schulbank kicherte ein fremder Carl, ein verschlagener Spitzbub, und err sann köstlichen Unfug.-Ein andrer immer ein Fremder. , Da habe ich zu tiefst empfunden, Das ich das „Ich“ nicht voll begreife; Da gab es seltsam dumpfe Stunden, Da alles Nüchterne entschwunden Und das Entkörperte der Reife > des Gangbewußten näherkommt, — Dann fühle ich an Knie und Hände Und fremd erscheinen mir die Glieder, Ein Fremdes, das ich heb’ und wende. Objekte, tote Gegenstände, Und meine Stimmen sind wie Lieder, Die irgendwo ein andrer singt. Ich singe, singe voller Grauen, Voll Angst um meines Heimes Wege, Und glaube mich als „ihn“ zu schauen, Als „ihn“, der mit den harten Brauen Durch duftend, leuchtendes Gehege Als Toter fast vorüberzieht- Und manchesmal, mitten im flammenden Tag sehe ich die arme, weinende Hedwig. Sie ist durch mich gestorben. Schüttle nicht Deinen klugen Kopf. Ich weiß es. Es hieß, das Kind, das in ihr keimte, sei von ihrem Bräutigam, einen mageren, tristen Schneider, den ihr die Eltern bestimmten. Ich aber wußte es mit jener finstern Bestimmtheit, die in schicksalschweren Tagen klar und furchtbar in mir entsteht, daß ich der Vater bin. Ich schrieb, sie solle es sagen. Und da kam ein stammelnder Brief, voll tränenschwerer Zärtlichkeit, der mir durch scheues Lügen die Sorge von der Stirne bannen sollte; der Schneider sei der leibliche Vater aber „es soll ein feister Bub werden, wie Du!“ Einen Monat später haben sie das dumme, schmiegsame, treue Mädel in die Erde getan und auch das Kind, mein Kind, das ich nie gesehen habe. Ich hätte ihr sagen sollen, da sie litt: Der jüdische Junge, Dein böser Karel, will arbeiten und hart sein und Du sollst sein Weib werden! Und da wäre ein unverträumtes Glück über das ganze, zitternde Herz gegangen, die Frucht wäre in gesunder Kraft gewachsen und die Welt hätte um eine Glückliche und einen Zufriedenen mehr. Aber — was soll die verlogene Grimmasse? Hätte ich es je gesagt? Ich mit dem schmutzigen Denken, der rechnenden Empfindung-Ja, gegenießen, lachend aussaugen an Körper und Seele, roh-cynisch auskneifen, ein Schandhalunke! Wenn ich daran denke, wie ich über das gemeuchelte Weib empfand, wie ich mit den Stelzschritten eines pfiffigen Diebes von ihrem Lager zu den „besseren Leiden“ tänzelte, und nur die Sorge trug, daß mich irgend eine fettige Henne nicht mit der „Schickse“ sähe — o, ich möchte aufschreien vor Reue über das, was ich war, was ich — bin. Reue über die Zukunft, welch’ ungeheuerlicher Gedanke! Und doch! Es wird immer in mir so sein. Ich kann nicht mehr höher. Der Morast klebt und zieht. Mit Spott und witzelndem Hohn habe ich die Dinge des Lebens, die großen finstern Dinge bespritzt; unter jeder Empfindung persiflierte ein ekler Teufel das, was i s t. Ich glaube nichts, als daß alle nichts glauben; meine Gefühle zermalmt der nörgelnde Gedanke; und alles erkaufe ich durch betrügerisches Spiel. Nur billig, nur leicht! Billig geliebt zu werden, billig, geehrt zu werden, billig, zu sein! Jedes Quentchen Arbeit und Kraft, das durch Heuchelei und Trug erspart wird, deucht nur ein heimliches Scheinen, Nichtwerden! Talmi Talmi, — der Protzenschmuck, verkommene Geisteshuren. Und die dumme, kleine, arme Hedwig starb für mich. Carl,