Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1960
- Issue
- Heft 114 (März 1960)
- Date
- 1960-03-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien IX, Universitätsstraße 4/4 P. b. b. Exfxsdls* par Pedlteur Herm/Frsu Wann verzogen, bitte nachsenden oder zurück an die Redaktion kan, Außenminister Israels, Frau Golda Meir, der venezuelanische Gesandte in Israel, Herr Romulo Arcirjo, sowie hohe Beamte des Auf3enministeriums und des Keren Kayemeth Leisrael nahmen an der Pflanzung der ersten Bäume im Bolivarwalcl teil, der bei Eschtaol im judaeischen Bergland gelegen ist. Israelische Medikamente Ein jüdischer Bürger Leningrads, der an Arterioscleroses leidet, wandte sich an die Israel-Botschaft in Moskau mit der Bitte, ihm das in Israel erzeugte Medikament Nivonorm zu beschaffen. Die Gesandtschaft gab die Bitte an das Gesundheitsministerium in Jerusalem weiter, das ihr sofort entsprach. Aus Kreisen des Ministeriums wurde bekannt, daß sich in letzter Zeit die Fälle sichtlich mehren, in denen sowjetische Staatsbürger, Nichtjuden wie Juden, ähnliches Interesse für israelische Medikamente bekunden. Jahresproduktion von Sohar: Brennstoff Der Finanzminister berichtete über ein Projekt, Rohre zu legen, um das Gas von Rosch Sohar nach den Pottasch-Werken am Toten Meer zu leiten, sowie über die Möglichkeiten eine Leitung von Rosch Sohar nach Asciidod zu führen, damit das dortige Kraftwerk mit Gas statt mit Erdöl betrieben werden kann. Hinsichtlich Kaloriengehalt ist das aus vier Bohrlöchern gewonnene Gas von Rosch Sohar 90.000 Tonnen Brennstoff im Jahr gleichzusetzen und l>,.i Millionen Dollar wert. Israel verbraucht jetzt pro Jahr 700.000 Tonnen schweres Erdöl (Mazutj im Werte von 10 bis 11 Millionen Dollar. Das Gas von Sohar kann diesen Treibstoff ersetzen, der eingeführt werden muß. Der Minister sprach auch über die Möglichkeiten, das Gas in den Industriebetrieben von Beer Scheva und Dimona sowie in den Phosphatwerken von Oron zu verwenden. NASSER MARSCHIERT Zusammenstöße an den Grenzen zwischen Israel und den arabischen Staaten sind an der Tagesordnung. Der jüngste am See Genezareth war jedoch besonders schwer und scheint mit besonders hartnäckigen Nachwirkungen verbunden. Nasser setzte seine Armee in Alarmzustand und starke Truppenverbände in Marsch. Radio Kairo verkündete wieder einmal, man sei zum „letzten Kampf" bereit und werde „die beiden Zangenbacken Ägypten und Syrien schließen, um Israel zu zermalmen'’. Die Israeli sind solche Töne gewohnt, und ihre Reaktion ist gelassen. Indessen hat die israelische Regierung erklärt, sie werde notfalls selbst für die Entmilitarisierung der Zone am See Genezareth sorgen, falls die UN-WaffensfillstancJskommission dazu nicht in der Lage sei. Ein uns cherer Waffenstillstand ist jedoch zustande gekommen und hat die bisher blutigste Auseinandersetzung seif dem Suezkrieg provisorisch beendet. Die israelischen Soldaten haben bei den Ägyptern russische Maschinenpistolen erbeutet, und die Verflechtung des Konfliktes mit der Weitpolitik erhielt dadurch ein drastisches Symbol. Siegmund Freud-Film Der bedeutende Hollywoodregisseur John Huston, hai die Absicht, einen Streifen über das Leben und Wirken des österreichischen Gelehrten Siegmund FREUD zu gestallen. Jean Paul Sarire schrieb dazu bereits das Drehbuch. Eine besonders erwähnenswerte Tatsache, daß Nichtösterreicher für uns in die Bresche springen und Österreichern aus der Not helfen, vor Scham nicht die Augen senken zu müssen, daß sie einem großen österreichischen Gelehrten, der Österreichs Ruhm in die Weit getragen hat, nicht ein dankbares Gedenken bewahren und auf den Stolz, daß Wien einen Juden Siegmund FREUD einst beherbergt hat, verzichten. ZIONISTISCHE FÖDERATION Unentgeltliche Hebräisch-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene Schriftliche Anmeldungen für die Hebräisch - Kurse an das Sekretariat der Zion. Föderation WIEN I, SEI TEN STETTENGASSE 2/223 Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Zionistischer Landesverband in Österreich, Wien IX, Universitätsstraße 4 — Chefredakteur: Bernhard Braver. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Müller, Wien II, Krummbaumgasse 1 —) Druck: Froidl & Lutz, Wien II, Obere Augartenstraße 32 Donnerstag, den 3. März I960, um 18*30 Uhr findet in dem Vortragssaal der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien I, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Aufzug) die 11. ordentliche GENERALVERSAMMLUNG der JÜDISCHEN SPAR- UND KREDITGENOSSENSCHAFT statt.