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Die Stimme · 1959-10-01 · Heft 113 (Oktober 1959) · page 16

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Journal
Die Stimme
Volume
1959
Issue
Heft 113 (Oktober 1959)
Date
1959-10-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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DIE STIMME 16 SCHEKELAKTION zum 25. Zionisten - Kongreß 1960 Auf seiner letzten rctcjunrj beschloß dos Aktions - Ko ■nifee der Zionistischen Wo!Io-gcmisotion, daß der Schekel weiterhin die Grundlage für die Zusammensetzung des Zionisten-Kougr osses dcn stellt. Der Besitz des Sehe kek> verleiht das Wahlrorhb Während früher der Schekel jedes Jahr verkauft wurde, wird er von nun an in einer Kongreßperiode und zwar in dem Jahr vor Eröffnung des Kongresses verteilt werden. Der zu dem 25. Zionis'en-Koncjreß I960 herausgegebene Schekel wird laut Beschluß des Aktions-Komitees der Zionistischen Weltorganisation „Herzl-Schekel" heißen. (Wje bekannt ist dieses Jahr aus Anlaß des hundertsten Geburtstages von Theodor Herzl als „Herzfjahr" deklariert worden.) Die Schkalim werden noch dieses Jahr (1959) herausgebracht und zur Verteilung gelangen. Der Schekelzahler hat den Schekel zu unterschreiben als Beweis dafür, daß er die Ziele und Aufgaben des Zionismus, die auf dem Schekel angeführt sind, anerkennt. Eine jüdische Delegation bringt Ihre Wünsche vor New York, Der österreichische Außenminister Dr. Kreisky nahm an einen vom Herausgeber der „New York Times", Sulzberger, gegebenen Mittagessen teil, bei dem der Präsident der Zeitung, Dryfoos und leitende Redakteure des Blattes anwesend waren. In Gesprächen kam es zu einem regen Gedankenaustausch über aktuelle politische Fragen. Am gleichen Tag empfing der Außenminister im österreichischen Generalkonsulat eine sechsköpfige Delegation des Komitees für jüdische Forderungen cn Österreich, die von der österreichischen Regierung die beschleunigte Durchführung von Entschädigungsmaßnahmen für jüdische Naziopfer verlangte. Ferner fordert das Komitee Entschädigung an die jüdischen Kultusgemeinden in Österreich für die Zerstörung von Synagogen und die Vernichtung der Einrichtungen dieser Gemeinden. In einer Erklärung führte die Delegation aus, daß die gegenwärtige Gesetzgebung völlig unzureichend sei, um auch nur ein Minimum an Entschädigung für die Naziopfer zu gewährlesiten. Mehr als zwanzig Jahre seien vergangen und viele der Opfer, unier ihnen die Alten und Bedürftigen, warten noch immer auf die Erfüllung ihrer Ansprüche. Der Außenminister stattete auch dem bekannten Verlag der Zeitschriften „Time" und „Life" einen Besuch ab; er wurde dort herzlich empfangen und interviewt. Israel Rokach gestorben Israel Rokach, Vizepräsident der Knesset und Bürgermeister der Stadt Tel Aviv, einer der führenden Geister der Zionim Klaliim in Israel ist am 13. September 1959 im 62. Lebensjahre gestorben. Israel Rokach wurde in Jaffa geboren Er absolvierte die Schulen in Israel, dann in der Schweiz und erwarb an der technischen Hochschule in Zürich den Titel eines Ingenieurs. Rokach bekleidele eine Reihe wichtiger Positionen im gesellschaftlichen Leben und war der Gründer der Zeitung „Haboker". Ehre seinem Angedenken. Einmaliges Angebot 1. „MACHSOR" FestgebeM der Israeliten, komplette elegante Ausgabe, 9 Bande in 5 Bänden gebunden, Ganzleder, Goldschnitt, , I uxusausgabe fast neu, mit deutscher Übersetzung und Anmerkungen von Oberrabbiner W. Hoidenlmm', Rödelheimer Ausgabe. SEHR SELTEN! S 350.- 2. Heinrich Graetz, „Geschichte der Juden", 3 Bände, Leinen gebunden, oklciv S 200.— dasselbe in Halbleder gebunden, fast neu, Luxusausgabe S 300.— 3. Mark Wischnitzer: „Die Juden in der Welt". Gegenwart und Geschieh I o des Judentums in allen Ländern. Flexiereinbanci, 4Ts Seiten stark S 80.— 4. Theodor Herzl: „Sein Leben und sein Vermächtnis" von Manfred Georg, mit lh Bildern S 80.— 5. Theodor Herzl: „Zionistische Schriften" in einem Band gebunden S 80.— 6. Heines Autobiographie, herausgegeben von Gustav Karpeles, Luxusausgabe, in einem Band S 80.— 7. Max Brod: „Heidentum, Christentum, Judentum", 2 Bände, gebunden S 90.— 8. Mückle: „Der Geist der jüdischen Kultur end das Abendland", 660 Seilen stark, Leinen geb. S 80.- 9. Wachstein: 1. Bd. „Eisenstädter jüdische Grabschriften", 2. Bd. „Urkunden zur Geschichte der Juden in Eisensfadt", 2 Bände gebunden, Halbleinen, fast neu, zusammen S 350.— Anfragen unter JUDAIKA an die Administration „Die Stimme", Wien IX, Universitätsstraße 4 4. Vollversammlung d. jüd. Weltkongresses (Fortsetzung von Seite 2) wertvolle Stunden waren die Festveranstaltungen zum 25. Todestag des hebräischen Dichters Bialik und zum 100. Geburtstag des Dichters Shalom Alejchem. Die Bedeutung des Jüdischen Weltkongresses lieg darin, unseren jüdischen Menschen Verbundenheit unc Hilfsbereitschaft in ihren Problemen zu zeigen, dem Staate Israel unsere Loyalität zu bekunden, die eigene Lage fest ins Auge fassen und endlich einer friedlosen, zerrübtenen Welt auch jüdischerscits zu einer Entspannung und zu einem Vöikerfrieden zu verhelfen. Der Jüdische Weltkongreß (World Jewish Congress) wurde im August 1936 im „Batiment Electoral" in Genf gegründet. Er stand im Zeichen der entschlossenen Gegenwehr gegen die judenfeindliche Politik des „Dritten Reiches" und lieh den auf Erfüllung des Palästina-Völkerbundsmandats gerichteten jüdischen Bestrebungen seine volle Unterstützung. Einer der Baumeister des Jüdischen Weltkongresses und sein erster langjähriger Präsident war der dynamische und weitblickende New Yorker Rcbbi Dr. Stephen S. Wise. Nach seinem Tode wählte der Weltkongreß seinen engsten Mitarbeiter Dr. Nahum Goldmann zu seinem Nachfolger. Der Jüdische Weltkongreß stellt den freiwilligen Zusammenschluß autonomer jüdischer Körperschaf len der verschiedenen Länder dar und dient der Erfüllung der ihnen gemeinsamen Aufgaben, wie der Bekämpfung des Religions- und Rassenhasses, der Gewährleistung der Menschenrechte und dem Schutz und der Förderung des kulturellen jüdischen Lebens. Er gehört dem Sozial- und Wirtschaftsrat der Vereinigien Nationen und der UNESCC als nichtgouvernementale Organisation an und besitzl dort konsultativen Stalus.

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