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Die Stimme · 1959-04-01 · Heft 112 (April 1959) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
1959
Issue
Heft 112 (April 1959)
Date
1959-04-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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DIE STIMME 9 Schalom Alejchem Hundert. Jahre sind mm verstrichen, seitdem in einer kleinen ukrainischen Stadt, ein Kind das Licht der Welt erblickt hatte und chm Nnimm Schalom Rabinowitsch erbie t. Im Jahre HUU, also vor 75 Jahren trat in den Krebs der jüdisc hen!,i tera'en ein Sann ein, der das Pseudonym „Schalom Alejchem" wählte und es für seine literarische Tätigkeit verwendete. Schalom Alejchem war ein Lichter groben Stils, dessen Humor aus unbändiger Liebe; zu sei neun Volk floß, er war ein Künstlern von geistigem Reichi um, lebte mit dem Judentum und für dasselbe, er teilte geistig, seelisch und moralisch die Vor-j züge, Klugheit und Bescheidenheit mit seinen Brüdern und Schwestern und er war der wunderbare; Genius des jüdischen Volkes, dessen ideale und soziale Reichtiimer er hob, sie ihm in Fülle gab und dadurch offenbart, daß es sich dieses Reich » tums gar nicht bewußt war. Zeit seines aktiv schöpferischen Lebens, bis zu seinem am 13. Mai 1916 eingetretenen Tod hat Schalom Alejchem aus der Tiefe des jüdischen Volkslebens, wohl unschuldige, aber wankelnde Gestalten virtuos ans Tageslicht gebracht und ihre Leiden und Freuden, ihre Vorzüge und Nachteile, ihren kleinlichen Tagesverlauf, ihre ernsten Lebenskonilikte mit Treue, Liebe, Mitleid und psychologischem Verständnis beschrieben. Es sei an die von Schalom Alejchem beschriebenen prächtigen Gestalten, wie Menachem, Mendel, Towje der Milchiger, Kasriliwke, Jehupez und Stempeniu erinnert und darauf hingewiesen, daß diese; literarische Meisterleistung im Gedächtnis des Judentums ewig haften bleiben wird. Das Inteiesse für das Werk Schalom Alejchems, die Verehrung und Liebe, die seinem großartigen Schaffen enlgegengebracht wird, nimmt unausgesetzt zu, sowohl bei uns Juden, die wir aus der G'uel e s or,es W istes sc höpfen, als auch bei Juden und Nichtjuden, die sich an der Lektüre der. Schriften Sc h ilom Alejchems, die in fremde Sprachen übe: setzt. sind, erbauen. Mit besonderer Genugtuung sei hier vermerkt, daß der hundertste Geburtstag des großen jüdi-t scher. Literaten Schalom Alejchem überall in der Welt, wo .Juden, wenn auc h in geringer Zahl, wohnen, in großem Maßstab gefeiert wird. Auch andere Kulturvölker schätzen hoch den Namen Schalom Alejchems und feiern ihn als den Klassiker. Bernhard Braver Der Mensch Schalom Alejchem Persönliche Fri anei ungen von Dr. Z. F. Finot. Wer nicht persönlich Schoiem Alejchem in seinem Aldag erkannt hat, der kann kaum die wirkli he G'ö e di "-.er Persönlichkeit ermessen. Es gibt sogar große Schriftsteller, die sich lediglich in ihren Werken nusleben — die in ihrem privaten Dasein geschlossen, engherzig oder sogar durchschnittlich weit unter dem Niveau ihrer eigenen Werke dnhins' hreiten. In Schalom Alejchem floß Werk in Persönlichkeit zu einer wunderbaren Harmonie zusammen. Wie seine unzähligen Skizzen, Romane, Humoresken, Dramen einen lebensbejahenden und lachenden Philosophen enthüllen, so war am h der Mensch Schoiem Alejchem in seinem privaten Leben voll Humor und voll Lebenslust. KEREN KAYEMET11 Zum Abschluß der Zehnjahresfeierlichkeiten des Staa'es Israel, veranstaltet dar Keren Kayemet Leisrae! in Österreich am 26. April 1959 um 11 Uhr vormittags im Theater i. d, Josefstadt eine Tzsbaltadzmie, bei der u. a. Heinz Wöster (Burgtheater) Jean Madeira (Staatsoper), Walter Beery (Staatsoper), Aiisa Stadler (Israel) mitwirken. Sa ecstand Israel von Imanuel Unger wird zur Aufführung gelangen. A u s f ü h r e n d e : Vihna Degischer, Maria Emo, Paola Löw, Rosemarie Strahal, Helene Thimig, Emil Feldmar, Wolfgang Hebenstreith, Leopold Rudolf, Guido Wieland und der Chor der Wiener Volksoper. Regie: Emil Feldmar, Musikalische Leitung: Kapellmeister Heinz Lambrecht. Restliche Karten an der Tageskasse des Theaters in der Josefstadt, VIII., Josefstädberstraße 26, Tel. 3 3 5 1 2 7 israelitische Kullusgemeinde Wien FESTLICHE VERANSTALTUNG zum 11. Jahrestag der Ausrufung des Staates Israel JOM HAAZMAUTH Mittwoch, den 13. Mai 1959, 20 Uhr Großer Konzerthaussaal Wien III, Lothringerstraße 20 Es sprechen: Minister Jeheskiel Sahar Gesandter des Staates Israel in Österreich Dr. Emil Maurer Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Es wi r k e n mit: Das Große Wiener Rundfunkorchester Dirigent: Michael Gieien (Staatsoper) Eintritt frei! Eintrittskarten bei der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien I, Schottenring 25, vom 11. bis 13. Mai 1959, zwischen 9—12 und 14 — 16 Uhr. Restliche Karten an der Abendkassa des Konzerthauses

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