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Die Stimme · 1959-03-01 · Heft 111 (März 1959) · page 16

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Journal
Die Stimme
Volume
1959
Issue
Heft 111 (März 1959)
Date
1959-03-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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P. b. b. Expedit'par fedlteur Herrn Frau Wenn verzogen, bitte nacheenden oder zurück an die Redaktion Wien IX, Untversitäteetraße 4/4 Ren Gurion über die Stellungnahme der katholischen Kirche zu Israel MinisterpräSjdent Ren Gunon erklärte in einer Rede vor Ri n Wanderern aus Latein-Amerika : ,,Obwohl dirkatholisch0 Kirche bisher .Jerusalem noch nicht als die Hauptstadt. Israels anerkannt hat, haben sich doch sowohl die Kirche selbst wie auch katholische Völker in aller Welt bisher freundschaftlich Israel gegenüber verhalten. Die lateinamerikanischen Staaten, deren Bevölkerung vorwiegend katholisch ist, stellen ein leuchtendes Beispiel dieser freundschal ( liehen Beziehungen dar." Deutsche Jungarbeiter laden junge Israeli ein. Die Leitung der Jungarbeiteraktion des Christlichen Vereines Junger Männer (CVJM) richtete an den Zentralrat der Juden in Deutschland ein Schreiben mit der Bitte, an zehn junge Juden in Israel eine Einladung zu dem nächsten Delegiertentag der Jungarbeiterkation, der vom 29. April bis 3. Mai dieses Jahres in Hamburg stattfinden soll, zu übermitteln. Bei dieser Veranstaltung werden Bischof Lilje und der Bürgermeister von Berlin, Brandt, über das Thema „Jungarbeiter unserer Zeit — Generation der Entscheidung" sprechen. In dem Schreiben heißt es, der CVJM. wolle mit der Einladung nicht nur die sozialen und kulturpolitischen Leistungen des Staates Israel würdigen, sondern vor allem gegen die nationalen und antisemitischen Aktionen eines Teiles der westdeutschen Bevöl-, kerung auftreten. Ein neuer deutscher Generalkonsul in Salzburg Vor kurzem stattete der neue deutsche Generalkonsul in Salzburg, Dr. Hans Puhl, der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg seinen Antrittsbesuch ab, bei dem er von dem geschäftsführenden Vorsitzenden Hermann Einziger begrüßt wurde. Im Rahmen eines angeregten Gedankenaustausches kam beiderseits der Wunsch zum Ausdruck, die guten Beziehungen, die zwischen der Kultusgemeinde und dem Deutschen Generalkonsulat bestehen, weiterhin zu erhalten. Dr. Puhl ist der Nachfolger von Generalkonsul Dr. Ponschab, der sich in Salzburg einen guten Namen erworben hat. Lotte Lea Piaschkes s. A. ,,Solche Trauen wie Lea Piaschkes, bereiten durch ihr Lehen und Tun den Weg zur Erlösung", mit diesen Worten unserer Weisen nahm Rabbiner Dr. Weiner im Namen der großen Trauergemeinde, die Lea Piaschkes zur ewigen Ruhestätte begleitete, Abschied. Lea Piaschkes s. A. stand seit frühester Jugend aktiv im Leben der österreichischen Juden. Zuerst im 1. Jüdischen Turnverein, dem späterem Maccabi, dann in der Zionistischen Bez.irkssektion Loopoldsladt und gemeinsam mit ihrem unermüdlichen, opferbereiten Gatten Dr. Leopold Piaschkes s. A., nahm sie an allen Aktionen des Landeskomitees teil. Wir gedenken ihrer Arbeit in den I lachschara- Zentren besonders Kahlenbergdorf, Rosenhügel u. a. Neben der Arbeit in den Organisationen halle sie stets Zeit für viele Probleme. Sie war die denkbar beste Mutter, Gattin und Schwiegertocblet Als Lotte Piaschkes ins Land kam, nahm sie, trotz der Pflege des schwer krinken (Litten, ibie Tätigkeit auf allen Gebieten auf. Sie veranstaltete Heimabende im Saale Montifioristraße, sie wurde Sekretärin beim Verband der Zjonim Vatikim und vor allem blieb sie für alle ihre Freunde Beraterin und Trösterin in manch schwerer Lage. Ihr nie versiegender Humor half über schweres Geschick I inweg. Die Liebe und Treue zu ihrem in Israel verstorbenen Gatten Dr. Leopold Piaschkes hielt sie heilig und sorgte dafür, daß das Gedenken an den vorbildlichen Zionisten wach bleibe. Br. Abiss Meiseis verstorben Durch das Ableben des Herrn Abiss Meiseis verliert der jüdische literarische Kreis eine wertvolle Persönlichkeit. Meiseis ist uns von seiner Tätigkeit in WAien als Librettist jüdischer Theater-, stücke sehr gut in Erinnerung. Er war der Sache des Zionismus mit Leib und Seele verbunden. Ehre seinem Angedenken. KLEINE ANZEIGEN WO FINDE ICH die charmante, unabhängige, pekunär gut gestellte, einsame Ehekameradin, die Einheirat bietet. Bin Industriekaufmann, charakterfest, lebensgewandt, 176 cm groß, 58er, jünger aussehend, Sinn für alles Schöne, aus bester jüdischer Familie. Zuschriften an die Administration ,.Die Stimme" unter „Glückliche Zukunft. 11 4". JUNGE HÜBSCHE DAME, 32 Jahre alt, wirtschaftlich und kaufmännisch gebildet, sucht passenden Ehegefährten. Zuschriften unter „Seriös 111 2“. DLUTSCH - JÜD. AKADEMIKER WITWE, 50 Jahre, groß, schlank, gut aussehend, sehr vermögend, völlig alleinstehend, sucht die Bekanntschaft eines kultivierten, gutaussehenden Akademikers in entsprechendem Alter, ebenfalls vermögend, zwecks evtl, späterer Heirat. Ausführliche Zuschriften erbeten an die Adm. unter „Nr. 111 3". Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Zionistischer Landesverband in Österreich, Wien IX, Universitätsstraße 4 — Chefredakteur: Bernhard Braver. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Müller, Wien II, Krummbaumgasse 1 — Druck: K. Wilhelm, Pächter Hans Proidl, II., Taborstr. 46, 55 41 18.

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