Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1959
- Issue
- Heft 110 (Januar 1959)
- Date
- 1959-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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P. b. b. Expedie’par Pediteur Herrn Frau Wenn verzogen, bitte nach9enden oder zurück an'die Redaktion Wien IX, Universitätsstraße 4/4 vu } n im Laufe der Zeit g-emac fit, aber sin verliefen infolq1 - i \'or p s vchi >' ogische r und piaktischei '•eh wiorgk i' n ooonish;-;. Im Lohmar |ö5.g a>- S mIn|<•> ir> : o;'j ■ un isM.ols einen umfassenden idrin für di •■'ndqüll m-' {Äsung aus und stellte die Miaim'1 v< n f!. 1 o,5'M 000.— für die Durchführung zur \'f'i fügen p fn den lM/ton sechs Monaten wurde ein Anfang in der Konstruktion neuer Wohnplüne für die arabischen Flüchtlinge gemacht Jeder, der die Gegend des ,,Dreiecks" und des Galijs passiert, kann Wh da von überzeugen Die erster. 200 Pami’/ien urahis« h.-'r Flüchtlinge weiden im frühen Mimmer 1050 ihv eigenen Häuser beziehen. Diese Wohnviertel I edeuten den ersten ederreichen Beginn der Lösung eines der ernstesten Probleme, die diesen Teil unseres Volkes LetntJt. Entschädigung für ' erlassenes Eigentum Dm Frage der Entschädigung für v erlassene arabische Ländereien, welche seinerzeit an ein /Administration für ve; lassenes Liqentu n ül erP aven wurden, ist nun erneut aufgeworfen worden, nachdem dcis F nui/Komite * der Koe-'-eth u gewissen tiatst he io ungen in der Frage der Enlschädignngspolitik gekommen ist, in nächst''r Zukunft werden offizielle goinisehio Kommissionen, aus Juden und AraL.ein zusammengesef/t, in Punktion treten. Deren Aufgabe wird es sem, den Behörden Vorschläge h nsichllich der gerec hten Entschädigung für Landbesitz, weicher an die Entwickiungsbehörden zum Zweck der landwirtschaftlichen Bearbeitung übertragen worden ist, zu unterbreiten, über JO.000 Entschädigunqsfordorungen wurden bereits eingereicht, die eine Summe von IL. 4,000.000.— überschreiten. Die zu entschädigenden Personen erhielten auch bereits etwa 20.000 Dunam Land anstelle von enteigneten Ländereien. Hs kann nun angenommen werden, daß mit Inkrafttieten der neuen Regelung, welche, zusätzlich zu den gemischten Kommissionen, auch eine Verpflichtung der Regierung zur Landmelioration oder Finanzierung derselben, auf Ländereifm, welche den Arabern als Kompensation übergeben werden, enthält, die Wahl der Enlschädigungsforderungen noch ansteigen wird. 'Tan hofft, daß in drei bis vier Jahren dieses Problem endgültig gelöst sein wird. Indessen werden die geplanten umfassenden Anstrengungen, die arabische Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln, welche die Regierung in dem letzten Jahr so intensiv unternommen ha>, zweifellos eine integrietung der israelischen Araber im wii isc haitlichen und sozialen Leben dieses Landes mit sich bringen. 2,2 Millionen Menschen in Israel Die Bevölkeiung Israels betrug Ende November dieses Jahres 2,2.02.000 Seelen. Wie das Zentralbüro für Statistik in Jerusalem bekanntgab, sind davon 1,801.000 Juden. Rund 14 Prozent der jüdischen Welthevölkeiung 'eben heute in Israel. Vor 75 Jah-en lebten nur etwa 0.8 Prozent aller Juden in Palästina. Das statistische Büro beziffert die jüdischen Gesamt. Verluste während des Nationalsozialismus mit. 5.7 Millionen Menschen. KARE JASPERS (Fortsetzung von Seite 2) rrt und unwirksam geworden ist. Das Dasein de-' Ju len in ihrer Wirklichkeit erinnert uns, damit wir nicht versinken. Für die jeweils .indei-sgleu’ i e i Konfessionen (als die historischen Schalen des einen Wahren) ist die: jüdische Gesetzlichkeit mit ihrem Ritualismus und Talmudismus so absurd wie Gottme.nSchheit und Trinität. Man muß diese Dinge dem Konfessic nellen üb.erlassen, das üb.ergriffen und beseelt wird von dem einen Gemeinsamen, der Wirklichkeit Gottes selb,er, wie sie die jüdische Bibel Allen und Neuen Testaments ergriffen und zur Grundlage des Abendlandes gemacht hat. Ehestes eine Gemensame — in der Chiffre des Bundes mit Gott -- wird verraten, wenn die Juden verraten werden. Wer abendländisch denkt, weiß: Israel gehört durch Überlieferung und Wirklichkeit ganz, und gar zur, Abendland. Die Juden und nun ihr Staat Israel müßten auf Grund einzigartiger Verpflichtung in den Bund der abendländischen Selbstbehauptung eingeschlossen sein. Ein Angriff auf Israel müßte einen Angriff auf das Abendland selber bedeuten und die Folgen eines solchen .Angriffs haben. Weil aber Israels poetisches Dasein im Vorderen Orient unbequem ist, gibt es überall Gr, nie, sich von ihm zu distanzieren. Hier ater ist Hall heit und Unentschiedenheit Symptom des sittlich-politischen Zustandes des gesamten Abendlandes, der, wenn er anhielte,; um Verderben unser aller würde. Das Abendland kann Is.ae nicht preisgeben, ohne sich seihst preisz.m eoen. Hat das Ala ndland hier keine Solidarität, so hat. es überhaupt ke:ne verläßliche Solidarität und wird sterben. Geht. Israel unter, so geht das Abendland unter — nicht wegen der Einbuße einer winzigen Machtposition auf der Erde und einiger Millionen Menschen, sondern wegen seiner sittlich-politischen Verderbnis. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Zionistischer Landesverband in östeneich, Wien IX, Universitätsstraße 4 — Chefredakteur: Bernhard Braver. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Müller, Wien II, Krummbaumgassei — Druck: K. Wilhem. Pächter Hans IVoidl, IE, Taborstr. 46, 55 41 18.