Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1954
- Issue
- Heft 90 (Oktober 1954)
- Date
- 1954-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. MO Die Wiedergutmachung in vollem Gange — für die Nazi Um das Unrecht', das Hon Nazis nach Beendigung dos von ihm01 *'iitfachten Krieges zugo'ügt vvurdo wjodorgutzumachen beschloß der ösbereichische Natinnalrat —• muh chvm gründlichen vorarhoil dos VdlJ noch im Jahre 1052 ein Geset/ nach welchem dem Bimrhwbeamten die Nazis waren (die also du; Republik Österreich schändlich verraten haben) die drei Hemmunysjahro gemäß des Verbotsgesetzes wieder ringerechnet werden sollten. Dieses Gesotz, wurde damals unter dem Motto innerliche Belriedung beschlossen In Wirklichkeit handelt!' es sich damals um che Naziwähler Alle Parteien wollten diese Nazistimmen gewinnen. Die Buhlschaft um die Gunst der Naz.i überstieg bei weitem das Maß, das man sich im bezug auf Sauberkeit und das internationale Prestige Österreichs leisten durfte Dieses Gesetz wurde seinerzeit aber vom Alliierten Rat einstimmig abgelehnt, mit der Begründung, man möge vorerst für die Naziopfer sorgen Zwei Nazi-Begünstigungsgesetze die in di° gleiche Linie fallen, wurden, wie erinnerlich, erst vor einigen Wochen, vom Alliierten Rat wiederum einstimmig abgelehnt. Und wiederum wurde die österreichische Regierung in einer sehr eindeutigen Sprache aufgefordert, vorerst die Ansprüche der Nazigeschädigten zu befriedigen. Die Nazi und ihre Beschützer vor allem der VdU, Begannen nach einem Ausweg zu suchen, wie man ihnen unter Umgehung des alliierten Vetos die Begünstigungen der nicht in Kraft getretenen Gesetze doch zukommen lassen kann. Das Hauptorgan des VdU stellte ganz oflen die Forderung auf man solle die Nazibegünstigungsgesetze eben auf kaltem Wege anwenden und sich um das Veto der Alliierten nicht bekümmern. Bundeskanzler Raab verkündete am 24. September in einer Wähler Versammlung in Mistelbach, ,,Daß bis zur Kundmachung des vom Nationalrat beschlossenen sogenannten Drei-Jahre-Gesetzes den betrof-!mu' i Bundes!-,od'f'nsU'p-.i gemäß der bestehenden Rechtslage aul Ansuchen Gehaltsvorschüsse nul die ihnen nach dem genannten Gesetz cillenf«i!!s zir.tehrnden Bezugserhöhungen ausgezahli werden Bundeskanzler Raab erkläi b' weiter: Die Kundmachung dieses Gesetzes sei aus Gründen die außerhalb des Parlaments und der österreichischen Regierung lägen (das seinerzeitigo Veto der Alliierten Anm d. Reel.) noch nicht möglich Die Bundesregierung habe aber dafür gesorgt, daß die» betroffenen Bundeshedien- Zionistischer Landes verband I\. f 4 ■ Tri. A 26 4 73 Samstag, 11. Dez. 1954, 20 Uhr . uwm Leitartikel . I)r. Wolf Her/.ber«: DerfAlIgeiu. ZiotÜF mu? Partei derMitte Lokales.Alfred WeiMnit AntRemitismm- Ne«>iiazit«mus Feuilleton . . . . t)r. David Gelles Der Schulehan Aruch Humor.Fritz Müller Wie Israel lacht Wir laden Sir ein. dieser Veranstaltung brizuwohnen! Vorfragssaal CAFE LAN DTMAN N steten auf Grund der bestehenden Rechtslage Vorschüsse auf die künftigen Bezüge nehmen können, und zwar in der Höhe der Differenz zwischen ihren jetzigen .Bezügen und jenen, die sie nach dem Inkrafttreten des Drei-.fahre-Gesetzes erhalten werden " 'Wörtlich aus d ,, Amtlichen Wiener Zeitung vom 25 September 1954 zitiert, (Anm. d. Red.) Fs kann als selbstverständlich angenommen werden daß Bundeskanzler Ing Raab eine so weittragende Ankündigung nur im F.invernehmen nait der sozialistischen Regierungspartei gemacht haben konnte Für diese Ankündigung ist somit dm österreichische Bundesregierung -wrantwörtlich also die O' V P. und S. P. ö Fs ist dieselbe Regierung die sich bisher noch nicht entschlossen hat, den Naziopfern Vorschüsse auf ihre' berechtigten Wiedergutmachungsforderungen zu gewähren, Hs bewahrheitet sich mit jedem Tage, daß die Regierung Raab eine Politik der Naziversöhnung auf Kosten der Wiedergutmachung betreibt Der VdU kann nämlich mit Recht behaupten daß er der geistige Urheber der Idee der kalten Durchführung der NS-Begünstigungsgesetze ist. Das Resümee ist ganz einfach: Für ehemalige Nazi werden Begünstigungsgesetze geschallen. Der Alliierte Rat lehnt sie einmütig ab und fordert österrreich auf, zuerst die Wiedergutmachung für die Nazigeschädigten durchzuführen. Die Regierung führt nun auf kaltem Wege eines der Nazi-Begünstigungsgesetze durch Jegliche Wiedergutmachung für die Naziopfer läßt vorderhand auf sich warten Was wird der Herr Bundeskanzler in Washington dazu sagen? J. P. N. Aber . . . Wie das Soziaiministerium bekanntgibt, wurde in einer Sitzung der Opfertürsorgskommission die Frage der politisch Verfolgten, die während des Krieges in Schanghei interniert waren, behandelt Die Opferfürsorgekommission stellte jedoch einstimmig fest, daß eine Entscheidung über diese Frage im Rahmen des Opferfürsorgegesetzes nicht möglich sei daß diese Frage vielmehr im Rahmen der allgemeinen. individuellen Wiedergutmachung wie sie von der österreichischen Bundesregierung zugesagt wurde, gelöst werden muß. Deteyieciec S. /. üccuIhu - Qasi du tZibMstisdi&t £andu^u^Cinies Zu Ehren des Delegierten der Zionistischen Weltexekutive. Jerusalem, S. J. Kreu tue r, veranstaltete der Zionistische Landesverband am 17. November d. J. im Festsaal des Cafes ,,Altes RathausT eine Festsitzung, die einen äußerst würdigen Verlaut nahm Der Präsident Dr. \Vo!l H e r z b c r g hob die großen Verdienste des Delegierten Kreutner hervor, die hauptsächlich darin bestanden, daß Kreutner dem Zionismus in Österreich neue Impulse gab, uns in der Arbeit bestärkte und unseren Gesichtskreis erweiterte, so daß wir mit großem Elan in unserer Tätigkeit hutlahren werden. Dr. Gelles nahm die Gelegenheit wahr, denn wiedergewählten Präsidenten der Zionist isch-'a Föderation B. T^eUec W li X i, S \l / i I )KC; ' SS! > I I l.l.n )N F :'5 - I - »5 I 11 K KI \ , PAMPXkl.MI »i P I X! < AI \ X i! I MODIST! I! SIC >K I'- l M> RI (i! :\S! i lt I /!•! h! I int \'< iS- I'AHUIK Herrn Gustav Lei tue r. die Glückwünsche des Zionistischen Landesverbandes zu übermitteln. Der Gast unseres Verbandes ergriff als Letzter das Wort und gab seiner Beinedigung Ausdruck daß der Allgemeine Zionismus in V ien e ine acht ungsge!, ,elend'- Tätigkeit entfaltet. Der Kedner tuhr tort: L1 er AIigernein.- Zionismus ist diejen.-ge ie-ueouiK! die alle Juchen, zu umfassen vermag. Gewiß \, erd“n die Ine messe n der Arbeiter \. a der sozialistischen Ek.*- weaiio die Int« ressen der Kapitalisten durch ote kapita'ist's; h«rn Pur tei'-a vertfofen aleu dem Allgemein« Zionismus ist dhe unhre untadelige zielhe wußte Pari«-! cd In Juden d dem Zionismus. d«-r Medinath Isia ve rhu twlen sind l '<>sha lb gilt es heu alle Kräfte darauf zu konzentrieren, in Wien den Gedanken unseres Zionismus — des Allgemeinen Zionismus — in die Massen zu tragen und insbesondere große Anstrengungen zu machen, um die Jugend für unsere Bewegung zu gewinnen." Wir wünschen Chawer Kreutner viel Erfolg in seiner weiteren Tätigkeit und eine glückliche Reise! Bltse Pink die unserem Lesern aus der Wiener Tätigkeit wohlbekannt ist, ehemaliges Mitglied der Berliner Staatsoper, wurde als Gesangsprofessorin an die I Ohio Universität in Athen. USA. verpflichte!. FTka SINOtR STOFFE /vmr Rnusuwwm )? REINWOLLENE DAMEN- UND HERRENSTOFFE - KAMMGARNE TWEEDE IN NEUESTEN MODEDESSINS - SEIDENNOUVEAUTES TEL U 21-3-88 UNITED STATES LINES ,UNITED STATES" 1:' i Sr!,' ' l.'-.iiMpc ’ AMERICA! Ml!■' 11,\ \! I \ \ h'! , C r ■eich mit m Mc-rn< n FRACHTDAMPFERN V Ol M! \TLK Ih AU '•!!R 11 X \ ■■ 111 i IA MBb PMi BIM Ml kl IA VI X, Li 11A\ RI . A XT V! B Bl X, POJdi IW AM Mm i allen P< UNITED STATES LINES WIBX I. K \P\! XI l-M'IXO t B 2 i 0 M]. B 25 2 71, B 25 -I 42; 5 i'X-v I I SM Ihr P: 11-10 Trauergottesdiensf Am 9. November veranstaltete die israelitische Kultusgemeinde Wien einen Trauergottesdienst zum Andenken an die jüdischen Opfer des Nazismus und zum Gedenken an die erfolgte Zerstörung der Tempel. Die Gedenkrede hielt Oberrabbiner Dr Akiba Eisenberg, die Trauerchoräle sang der Chor des Wiener Stadttempels unter Leitung von Kantor Harmelin, Winterflugplan der „El AI" In Winterflugplan der ,Ef AU Israel Airlindes itd. ist eine direkte Flugverbindung Wien—London ohne Zwischenlandung vorgesehen. Vom 19Dezember an wird an jedem Dienstag um 18 Uhr ein Flugzeug der Gesellschaft von Schwechat starten und um 21,15 Uhr in London eintreffen. Auf dem Rückflug wird die Maschine aus London jeden Mittwoch um 14 Uhr in Schwechat landen und um 15 Uhr nach Tel Aviv weiterffiegen. Zum Geburtstag prämiiere ich meinem Bruder HEINRICH ST EIN. Ad mea w’e^rim schana! Deine Schwester Klaviervirfuosirt Gerfi Reiner Aus Israel kam die Klaviervirtuosin Gerti Reiner, gebürtige Österreicherin, eine Schülerin Emil Sauers. Ihr Programm umfaßte Werke von Schubert. Chobin Beethoven und Kompositionen der israelischen. Komponisten Hajos und Kaminski. Das zahlreich erschienene Publikum im Schubertsaal spendete reichlichen Beifall. Für meine Nichte gut aus-ehend. aha«!. Bildung, such«* ich Ehehckanntschaft mit vornehmem Herrn. Akademiker Bis 42 Jahre bevorzugt. /uchriftcn au die Adin. erbet« n unter ..Harmonie Nr. 'Kip-, jähriger Witwer Kaufmann mit gifHii Einkommen, «nicht •■\m~ paihisi-he I.eheusgefiihrtin nicht unter Jahren, Wohnung enuirn-'cht. Xmn-hriltfri erbeten unter ..Spätem Glück Nr. U(l£" an die Adm.;I ai5, ce Sieb ///. Hoüphh'äsTe. 88-90 UH 2 <P6