Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1952
- Issue
- Heft 58 (16.1.1952)
- Date
- 1952-01-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 DIE STIMME Nr. 58 Zentral-Agitationslokale: An die jüdischen Frauen Wiens! IX., l'mver.sifähsfr- 4, Tür 4, Tel. A 26 4 7’ I., Judrtiplafz 8. Tel- L 25 7 56 Zionistisch er Landesverband, Misracht-Hei n, Wahllokal 1 : 1., Renngasse 20 dir den I. Bezirk Wahllokal 2 : 11., Kl. Sperlgassi* 2 a Teil des 2. Bezirkes, welcher begrenzt wird von Tabovstraße (ungerade Nummern) — Nordwestbabnstraße — Uatnpigasse Augartenmaue- — Obere Augartenstraße l ntere Augartenstraße — Obere Dona ustraße. Wahllokal 3: II., Blumauergassc 21 Teil des 2. Bezirkes, welchebegrenzt wird von Pratersfraße (ungerade Nummern) — Nordbahnstraßc (Stadtseite) — Taborstraße (gerade Nummern). Wahllokal 4: 11., Wolfgatig-.Schmälzl-Gasse 13—15 XXII. Bezirk und Teil des II. Bez. welcher begrenzt wird von der Schiittelstraße — Untere Donaustraße Praterstraße (gerade Nummern) — Nordbahnstraße (Bahnseite) — Innstraße - Dcnau, inkl. Prater Wahllokal 5 : XX* Staudingsrgasse 6 20., 21. und jener Teil des 2. Bezirkes, welcher begrenzt wird von Obere Augattenstraße — Gaußplatz Pereniteasse — Brigittenauerlände Obere Donaustraße — Untere Augartenstr. Wahllokal 6: 11., Kolonitzgasse 15 3., 11., und 23. Bezirk Wahllokal 7 : IV. , Schaumburgerstraße 7 4., 10,, 24., 25. und 26. Bezirk Wahllokal 8: V. , Margzrethemstraße 103 5., 6. und 12. Bezirk Wahllokal 9: XIII. Hietzingerplatz 2 13., 14. und 15. Bezirk Wahllokal 10: VII., Neustiftgasse 100 7* und 16. Bezirk Wahllokal 11: VIII*. Albertgasse 23 8. und 17. Bezirk Wahllokal 12: IX., Grünentergasse 9 11 Teil des 9. Bezirkes welcher begrenzt wird von 9., Maria- TTh er e?:en straße — Wäbringerstraße — Nußdorferstraße Alserbachstr. — Rossauerlände Wahllokal 13: IX., Lazarettgasse 27 Teil des 9. Bezirkes welcher begrenzt wird von Lniversitätsstraße — Alserstraße Währingergürtel — Döblingergürtel Spittelauerlär.de — Aiserbachstraße (ungerade Nummern). Wahllokal 14: IX., Seegasse 9—11 Insassen des Hauses Seegasse 9—11 Wahllokal 15 : XVIII., Änastasius-Grün-Gasse 10 18. und 19. Bezirk Wahllokal 16: 1., Schottenring 25, I. Stock Nieder-Oesferreich Wahllokal 16: 1., Schottenring 25, I. Stock Burgenland Unser Agitationslokal : ( nfe Altes Rathaus 1., Wippliogerstraße 24 Tel.: U 27 4 84 Unser Ägifationslokal : Motel Stefanie 11., T'ahörstraße 11 Tel.: P 48 2 4b R 49 543 Unser Agitationslokal : Cafe Niebauer II.. Taborstraße 37 Tel.: A 43 0 32 Unser Agitationslokal : Cafe Busch II., Ausstellungsstraße 15 Tel.: P 45 014 ‘ Unser Ägitationslokal : Cafe Troppau XX., Gaußplatz 11 Tel.: A 43 100 Unser Agitationslokal : C afe Zartl III. . Rasumofskyg. 7. Tel. 1 13 0 59 Unser Ägitationslokal : C afe zur Goldenen Kugel IV. , Wiedn. Hauptstr. 38 Tel.: B 22 2 19 Unser Ägitationslokal : Cafe Margarethen V. , Margarethenstraße 101 Tel. Ä 35 5 07 Unser Ägitationslokal : Restaurant „Weißer Engel“ XIII., Am Platz 5, Tel.: R 313 08 Unser Ägitationslokal : Cafe Brückl VII., Lerchenfelderstraße 129 Tel.: B 38 028 Unser Ägitationslokal : Cafe Strauß IX., Älserstr. 16, Tel.: A 23 2 00 Unser Ägitationslokal : Cafe „Koralle“ IX., Porzellangasse 39 Tel.: R 52 4 05, R 50 0 42 Unser Ägitationslokal : Cafe Hernals VII., Hernalsergürtel 37 Tel.: A 200 48 Unser Ägitationslokal : Cafe „Koralle“ IX., Porzellangasse 39 Tel.: R 52 4 05; R 500 42 Unser Agitationslokal : Cafe-Rest. „Michaclerhof“ XVIII., Semperstraße 41 Tel.: R 509 33 Unser Agitationslokal : Zionistischer Lan desverband IX. Universitätsstraßc 4 4 Tel.: A 26473 Unser Agitationslokal : Zionistischer Landesverband IX. UniversitUtsstraße 4 4 Tel.: A 26473 Schon 1901 erkannte' Herzl den hesendeten Beitrag, den die brauen zur Förderung der zionistischen Sache leisten konnten mul wandte sich direkt an sie. Indem er die jüdische brau als den Mittelpunkt des kleinen Kreises, de* Familie, welche den Kern der größeren Familie, der Nation, bildet und als Mutter der künftigen Bürger ansprach, erklärte er, daß ihr Verständnis und ihre Hilfe zur Durchsetzung des großen, jüdischen Ideals, des Zionismus, unentbehrlich seien. Die jüdische Frau ist diesem Rufe schon damals gefolgt und hat bis zu’- Gründung des .Staates Israel ihren Beitrag an der politischen Arbeit und ihn.* Mitarbeit auf sozialem Gebiet geleistet. Die Gründung des Staates Israel hat den Gemeinden außerhalb Israels eine neue Stellung und eine neue Würde verliehen und sie vor neue, große Aufgaben unter den schwierigsten Bedingungen gestellt. Die kulturelle Aufgabe der Frauen in den Kulfusgcmeinden muß eine re in jüdische, zionistische, nicht parteigebundene sein, um den Anforderungen der jüdischen Gemeinschaft, in der sie derzeit leben, und den Gege- Der Sportklub Hakoah teilt allen seinen Mitgliedern und Freunden mit, daß wir ciurch das Entgegenkommen des Herrn Delfiner das Kaffee-Restaurant im Hause Herzmansky für unsere Unterhaltungsabende am Samstag zur Verfügung gestellt bekommen haben. Das Kaffee-Restaurant ist mit Podium, Tanzfläche, Zentralheizung und ganz modern eingerichtet und bietet bequem für 200 Gäste Platz. Wir fangen am Samstag, den 26. Jänner mit einem großen Programm an und bitten Sie alle zu kommen und ihre Freunde mitzubringen. Samstag, den 26* 1. 52, um 8 Uhr abends im Kaffee-Restaurant, VII., Stiftgasse 1, I. Stock im Hause Herzmamsky. Die Wahlen finden Sonntag. den 20. Jänner 1952 in der Zeit von 8 Uhr vormittag bis 4 Uhr nachmittag statt. Jeder Wähler erhält im Wege der Post von der Kultusgemeinde eine Wahllegitimation zugesteilt, aus welcher das Wahllokal ersichtlich ist, in dem er zu wählen hat. Die Abstimmung kann nur in dem angeführten Wahllokal erfolgen. Außer der in Frage stehenden Wahllegitimation, ist ein Personaldokument mitzubringen, das von einem öffentlichen Amt ausgestellt und mit einem Lichtbild versehen sein muß. Zum klaren Verständnis nennen wir als Do- ForlmT/.uiig von Seite I nicht auf einen österreichischen Perpatriotismus, wir sind als reichische Staatsbürger und auch Ausländer in Oesterreich mit Wöhle und Wehe dieses .Staates verbunden und erfüllen restlos unsere staatsbürgerlichen Pflichten, sind aber auch entschlossen, unsere Rechte restlos zu wahren im Rahmen der schon bestehenden und noch zu schaffenden Gesetze, soweit es sich um die Wiedergutmachung des uns vom Nazismus zugefügten .Schadens an Leib und Vermögen handelt. Und zum Schlüsse möchte ich noch einige Worte pro persona sagen : Die Zionistische Fraktion hat unter meiner Präsidentschaft und unter der Führung durch meinen Freund, Dr. David Schapira, das Möglichste getan, tim die Gemeinde jüdisch in religiös-rituellem und nationalem Sinne zu gestalten. Vieles ist uns nach dieser Richtung hin gelungen, vieles leides nicht, weil wir, obwohl vielfach von einer Gmppe unterstützt, trotzdem Widerbeuheifen des neuen Staates gerecht zu werden. ln der Kultusgemeindc müssen die jüdischen Frauen in zionistischer Arbeit dahin wirken, daß die Aufbauarbeit die Form der Planung und Frziehunig im jüdischen Sinne für die jüngere Generation annehme, daß auf den Gebieten der Fürsorge für Mutter und Kind, der Ausbildung von Jugend und Frauen und der Betreuung der Kranken und Alfen jenseits aller politischen Meinungsverschiedenheiten die jüdischen und zionistischen Ideale verwirklicht werden. Die vereinigten, zionistischen Organisationen, die „Jüdische Konföderation“, bürgen dafür, daß diese Arbeit geleistet werde, daß alle Bemühungen daran gesetzt werden, diesem Ziele möglichst nahe zu kommen. Gerade darum ist es Pflicht aller jüdischen Frauen, mit dieser Vereinigung, der „Konföderation“, zu arbeiten und am 20. Jänner 1952 für sie vor allem zu stimmen. Die Zionistische Gruppe ist aber auch eine Bürgschaft dafür, daß in dem Lande, in dem die Juden derzeit leben, Würde und Ansehen des Judentums gewahrt und daß die staatsbürgerlichen Rechte nicht angetastet und nicht geschmälert werden. Die Zionistischen Organisationen und die zionistischen Frauen sind die Garanten einer wahrhaft jüdischen Kultusgemeinde, mag der einzelne Jude im politischen Leben welcher Partei immer angehören. Jede bewußt jüdische, aufrechte Frau kann daher nur zionistisch wählen, ihre .Stimme nur der Zionistischen Konföderation geben, welche offen Namen und Gesinnung zur Schau trägt. Denn der Zionismus ist mehr als eine politische Gesinnung. Nacli Herzls Wort „wird der Zionismus nicht aufhören, iein Ideal zu sein* Im Zionismus, wie ich ihn verstehe, ist nicht inur das Bestreben nach einer rechtlich gesicherten Scholle für unser arme:, Volk enthalten, sondern auch' das Streben nach sittlicher und geistiger Vollendung.“ Geschenkpakete nach Israel England, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Cechoslovakei Lebensmittel aller Art werden per Flug befördert Auskunft und Versand durch die Firma JOSEF BITTMANM Wien IX., Frankgasse 1, Part. / Telephon A 25-2-23 Mac dee MMilet wLccch tnuß Suosteral s dem eng kummf : Identitätskarte oder Reisepaß. Der Stimmzettel ist in seiner Gänze d. h, im Original abzugeben — nicht zerschneiden, nichts ändern — nicht.? hinzufügen, sonst ungültig. Alle Auskünfte erhalten die Wähler täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr im Zionistischen Landesverband, Wien IX., Uiniversitätsstrafte 4/4, Tel.: A 26 4 73. Am Wahltag selbst werden Sie in unserem Ägitationslokalen beraten, welche sich unmittelbar bei den entsprechendem Wahllokalen befinden* Auf dieser Seite links finden Sie die diesbezüglichen Hinweise. stände hatten und schließlich „Rom ist nicht an einem Tage und auch Israel nicht an einem Tage erbaut worden.“ Mein Gewissen, unser Gewissen, ist beruhigt. Wir haben für Israel Vieles, sehr Vieles erwirkt und geleistet und viele beschlossene Leistungen harren ihrer Ausführung. Wir wollen keinen demagogischen Wahlkampf führen, werden aber auf demagogische Angriffe entsprechend reagieren. Unsere Wahlkampagne beruht auf unserem begründeten 'Rechte, in der Kultusgemeinde einen ausschlaggebenden Faktor abzugeben. Wir sind daher sicher, daß die jüdische Wählerschaft unser Programm und daher auch unsere Liste akzeptieren wird. Wir haben einen Anspruch darauf. Kigent ümer, Herausgeber u. Verleger : Zionislischer Landesverband in Oesterreich, IX, Uni\ersilütsstraföe 4. Redigiert von einem Redal li< i.skulltgiuin. Verantwortlicher Redakteur : l’rit:: Müller. Wien II, Kriunmlnium - gasse I. — Druck : Douaustadt, Wien II Max-Winter-IMatz .4, R 47 0 40