Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1951
- Issue
- Heft 52 (8.8.1951)
- Date
- 1951-08-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE STIMME Nr. 52 Was bietet der S. K> Hakoah im Sommer Beachten Sie die neue Adresse unseres Sekretariats : I., Seitensfcttengasse 4, Tel* U 26 2 00 Schwimmen : Jeden Mittwoch ab 1° Uhr im Jörgerbad, Wien XVII., lörgcrstraße. jeden TnvJ ab 17 Uhr im Stadienbad (Saisenkarten 7,u ermäßigten. Preis von S 40. im Sekretariat. ) Fußball-Sektion Meldet Huch sofort im Sekretariat, eine neue Fußballsektion soll gegründet werden. Kinderschwinimkurs Im September beginnt ein Schwimmkurs für Kinder. Anmeldungen werden schon jetzt im Sekretariat entgegengenommen. Tisch-Tennis : Jeden Abend ab 19 Uhr in der Halle Wien II, Malzgasse 7. Handball : Jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr am CYicketerplatz (Haupfalke). Leichtathletik : Jeden Mittwoch und Freitag von 18 bis 20 Uhr am C rickcterplatz, neben Stadion. Touristik : Den Mitgliedern steht die Hakoahhiittc am Semmering, eine der schönsten in Oesterreich, zur Verfügung und eine 25",,ige Fahrpreisermäßigung auf allen Bahnen Oesterreichs. Schach : Täglich von 19 bis 21 Uhr, Wien II, Malzgasse 7. Billigste Unterkunft in der ^Schweiz. Es ist unserem Präsidenten, Herrn Glücksmann, gelungen, mit der Schweizer Maccabi-Vereinigung eine Abmachung zu treffen, derzufolge alle unsere Mitglieder und Freunde im Maccabihaus Schwellbrunn (1000 m Höhe und 40 km von der österr. Grenze) Unterkunft finden zu können. Der Preis ist pro Nacht und Person 1.50 Schweizer Franken, für Jugendliche — .80 .Schweizer Franken. Anmeldungen werden im Sekretariat der Hakoah entgegen genommen, Der Fall Auerbach Prof. George Shuster, der amerikanische Kommissar für Bayern, verlangte in einer Pressekonferenz die rascheste Durchführung des Prozesses gegen Philipp Auerbach, damit dieser sich rechtzeitig und gehörig verteidigen könne. Die gegenwärtige Situation gäbe vielen Gerüchten Nahrung und verstärke die antidemokratischen Kräfte. Die Oeffentlichkeit habe darauf Anspruch, die Tatsachen zu kennen. Es dürfe nicht verkannt werden, d aß Auerbach große Verdienste um die Hilfe an die Opfer des Nationalsozialismus habe. Sofort nach dieser Pressekonferenz erließ der Staatsanwalt eine neue Erklärung, wonach Auerbach der Unterschlagung bezichtigt wird. Er habe persönliche Freunde vorgezogen und die Buchhaltung nicht im Einklänge mit den gesetzlichen Vorschriften geführt. Er habe sich auch an manchen Unternehmen beteiligt und habe hiefür Kommissionen bezogen. Es wird ihm dann noch vorgeworfen, daß er schon früher einmal wegen Fälschung von Dokumenten verurteilt w orden sei. r» iiuiu m| XIX., Sieveringerstraße 148 6 Minuten von der Straßenbahnendstation 39 ■ Prachtgarten mit Liegestühlen ■ Erstklassige Getränke u. Speisen Alle Sorten Eis ■ Bridge-Ecke im Freien ■ Treffpunkt der Zionisten Arthur Neurath, Cafetier Konkursausschreibung Bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangt die Stelle eines ERSTEN KANTORS zur Besetzung. Wetters werden für die temporären Gottesdienste an den hohen Feiertagen KANTOREN gesucht. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beilage ihrer Dokumente, Befähigungsnachweise und Zeugnisse bis spätestens 20. August 1951 bei der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde W ien überreieben. Präsidium der Israelitischen Kultus'gemeinde Wien Jüdische Spar- und Kreditgen. m. b, H., Wien I, Franz-Josefs- Kai Tel. R 27 5 55 KREDITE an jüd. selbständige Kaufleute, Gewerbetreibende und an freie Berufe. töUUtiCf' Qüc Iscoei - Eitiwcwiduu Die Jewish Agency in Wien richtet folgende Kurse ein, die für Neueinwanderer von großer Bedeutung sind: 1. Einen intensiven Hebräischkurs* Die Kenntnis der hebräischen Sprache ist die beste Gewähr für eine rasche Einordnung in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Israels. Die Beherrschung der Landessprache ermöglicht dem Olej rasch Fuß zu fassen, viele Berufe stehen ihm offen und er findet sofort Anschluß an das zukunftsreiche Leben im reuen Lande. 2. Maurerkurs. Eines der gesuchtesten Handwerke ist das des Maurers. Das Baugewerbe steht in Israel auf einer hohen .Stufe und die darin Schaffenden werden aller modernen sozialen Einrichtungen und Wohltaten teilhaftig. Wohnhäuser für Einwanderer aus Oesterreich. Neueinwanderern ist die Möglichkeit geboten, schon in Wien, bzw. Oesterreich ein in jeder Beziehung vollkommenes Wohnhaus zu erwerben, wobei es ihnen freisteht, den Ort in Israel zu wählen. Interessenten an den Kursen und Wohnhäusern wenden sich an die Jewish Agency, Wien I, Stuben,ring 6, wo Auskünfte bereitwilligst erteilt werden. Alleinstehende ältere Dame sucht hei jüdischer Familie Zimmer mit Küchenbenützung. „Möbel eventuell vorhanden B 108“ an die Administration d. Bl. Goldene Hochzeit. Das im Altersheim der Israelitischen Kultusgemeinde Wien im Pflege befindliche Ehepaar Leopold und Sali P i c k feiert am 18. August die Goldene Hochzeit. Aus diesem Anlaß wird der Jubilar im Stadttempel zur Thora aufgerufen werden (Samsitag-Vormittagsgottesdienst). töocscUcui „Gheftovrmichfung war eine militärische Notwendigkeit.... Der ehemalige SS-Gencral Jürgen Stroop und der frühere Hauptmann Franz Konrad, die sich vor einem Warschauer Gerichtshof der Vernichtung des Warschauer Ghettos und der Einweisung von 100.000 Juden in Vernichtungslager zu verantworten hatten, wurden einem Bericht des Warschauer Rundfunks zufolge zum Tode verurteilt. Beide wurden für schuldig befunden, die Ausrottung der jüdischen Bevölkerung Warschaus veranlaßt und gefördert zu haben. Im Verlauf des Prozesses hatte Stroop die Vernichtung des Warschauer Ghettos als eine „militärische Notwendigkeit" bezeichnet. Stroop sagte, Himmler habe ihm befohlen, das Ghetto bis auf den Grund niederzubrennen und nur „eine Wüste zurückzulassen“. Er selbst habe immer nur „als Soldat“ gehandelt. Stroop gab weiter zu, die Durchflutung des Warschauer Kanalisationsnetzes angeordnet zu haben. Dem Wasser sei Kreosot beigemischt worden, so daß zahlreiche Menschen, die i,n den Abflußkanälen Zuflucht gesucht hatten, getötet wurden. Zu Beginn des Prozesses hatten sich beide Angeklagten für nicht schuldig erklärt. Märtyrer aus Holland Der Vorstand der Liberaal Joodsche Germente Amsterdam hat die Initiative ergriffen zur Errichtung eines Monuments auf dem Friedhof „Ga;n Hasjalom“ in Amsterdam, für aus Holland Deportierte, die irgendwo in der Welt, unbekannt für die Hinterbliebenen, in ungeweihter Erde liegen, in Gräbern, die niemand kennt bis zum heutigen Tage. Diesen Märtyrern der Verfolgungsjahre eine symbolische Ruhestätte zu geben und sie auf diese Weisie zu ehren, ist der Grundgedanke für die Errichtung dieser Grabsteinmauer. Das Monument ist ca. 3 in hoch und 3.60 m breit, wird aus Sandstein gefertigt und bietet Raum für ca. 300 Namen, die in kleinen Tafeln (Vor- und Zunamen sowie Geburtsdaten enthaltend), in dieses Monument eimgemeißelt werden. Das Ganze wird von einer Blumenanlage umgeben. Sollten sich in Wien Angehörige von durch Nazihand in Holland Um gekommener befinden, erhalten sie nähere Auskünfte im Sekretariat der Liberaal Joodsche Gcmeentc, Amsterdam Z., P. C. Hooftstr. 142. BERGHOEFFER, Meyer Amschel Rofcchild S 30.-- BEIN, Theodor Herzl S 40 - DIE HEILIGE' SCHRIFT DER ISRAELITEN, Uebersetzung von Dr. Ludw. Philippson. Mit 150 Bildern von Dorc S 150. - FLAVIUS, Geschichte des jüdischen Krieges S 30.— HERZL, Tagebücher, 3 Bde. S 120 KÄRPELES, Geschichte der jüdischen Literatur, 2 Bde. S 100.---- MAYER, Die Wiener Juden S 20. MÜCKLE, Der Geist der jüdischen Kultur S 30.— STADE, Geschichte des Volkes Israel, 2 Bde. S 120 - und viele andere judaistische Bücher, ferner auch andere Bücher in allen Sprechen, finden Sie äußerst preiswert neu und antiquarisch in der neu eröffneten PRÄTERBUCHH A NDL ÜNG Wien II, Hgplat? 7, Tel. R 40 3 41 Bestellungen werden auch telephonisch entgegen genommen und kostenfrei zugcstellt. Unsere Judaica-Liste und andere Kataloge gratis und franco. Israels Flagge in der Welt Die erste jüdische Flotte seif den Tagen König Salomons trägt heute die blau-weiße Fahne stolz über die Meere der Welt, Nach drei Jahren, der Selbständigkeit und des Auf haus, befahren 22 Schiffe mit 1000 jüdischen Matrosen und Offizieren das Meer und fragen Israels Flagge in die Welt, Gleich der „Haganah“, ist IsracTs Marine als Untergrundbewegung entstanden. Während britische Zerstörer die Küste Palästinas abpafrollierfcn, organisierten zionistische Führer die „illegale“ Einwanderung, bekannt als „Aliyah Beth“. Die Schaffung ' einer eigenen Flottfe mit jüdischer Bemannung war die einzige Lösung des doppelten Problemes, die Tausenden von heimatlosen und entwurzelten Juden Europa's zu retten, bevor es zu spät war, und dem werdenden Staat die nötigen Kräfte zur Verteidigung und zum Aufbau zu bringen. So gründeten die Jewish Agency, die Ärhelferföderation „Histadrut“ und die Israelische Seefahrtsliga bereits im fahre 1946, eines der bedeutendsten Unternehmen des Landes, die „ZIM“ Israel Navigation Company. Am Tage der Proklamierung des jüdischen Staates, den 15. Mai 1948, war daher bereits die Grundlage für Israels Flotte gelegt, welche von nun an durch einen fast ununterbrochenen Pendelverkehr zwischen Haifa, Italien und Frankreich mehr und mehr Einwanderer, Waffen, Maschinen und Lebensmittel nach Israel beförderte. Ohne israelische Schiffe wäre es nicht möglich gewesen die historische Mission, „die Heimkehr der Zerstreuten“, durchzuführen. Zur Zeit des britischen Mandates bat die Jewish Egency um Erlaubnis 100.000 Einwanderer im Laufe von 4—5 Jahren nach Palästina zu bringen, was die Regierung ablehnte. Nach der Gründung des jüdischen Staates, kamen allein in den ersten sechs Monaten mehr als 100.000 Juden auf ZIM-Schiffen nach Israel. Heute versehen Israels Passagier- Dampfer KEDMAH, NEGBAH, ART- SAH und GÄLILAH einen regelmäßigen Dienst zwischen dem Heimatland, Zypern, Italien, Malta und Frankreich. Elf Frachtschiffe verbinden Israel mit den Häfen des Mittelmeeres, Englands, Hollands, Belgiens, Deutschlands, Polens und mit den Skandinavischen Ländern. Vier Schiffe von je 10.000 Tonnen, die Haifa, Tel-Aviv. Jaffa und^ Äkko, so wie das 12.000 Tonnen Schiff Eilat, und zwei Dampfer der Privatgesellschaft Dizengoff, versehen einen vierzehntägigen transatlantischen Dienst zwischen Israel, Amerika und Kanada. Eine Fahrt auf einem jüdischen Schiff ist für Jedermann, aus welchem Lande er immer kommen möge, ein einzigartiges Erlebnis. Israels Flotte ist den besonderen Erfordernissen des Staates am ge paßt und die 1949 erbauten „ETROG“ und „HADÄR“, als auch die „TSFONIT“, sind mit besonderen Ventilations-Vorrichtungen versehen, um den größten Exportartikel des Landes, Orangen, Grapefrüchte und Zitronen, in erstklassigem Zustande an seinen Bestimmungsort zu bringen. Ein weiteres Frachtschiff, die „RIMON“ wurde vor kurzem in Rotterdam vom Stapel gelassen, und ein fünftes sieht seiner Vollendung in Holland entgegen. Diese Schiffe haben im vergangenen Jahre 257.000 Tonnen Waren transportiert, und mehr als eine Viertel Million Passagiere fuhren 1949 und 1950 auf den Linien. Es wurden dadurch dem Staat im letzten Jahre mehr als fünf Millionen Pfund in fremder Währung ererspart. Seev Haari l'.igent inner, i lerausgeber ti. Verleger : Zionistischer Lamlebxerhanil in Oesterreich, IX, Uni\ersil/itsslralJe 4, Unliniert von einem lle- (laklionhk<4lef>imn. Ileilakleur: Fritz Müller, Wien II, Krnnimbanmf*;issc I. — Druck : Donaustadt, Wien II, Max-Winterpl. 5 U 47 0 40 7127703175377548 ^9999999999999999999999911