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Die Stimme · 1950-06-06 · Heft 37 (6.6.1950) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 37 (6.6.1950)
Date
1950-06-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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emein zionistische fl)o chens chrifi Zionistischer Landesverband Wden Preis 2 Schilling V.b.ll. || Redaktion und A dministra tion : |§ Wien IX, Universitätsstralie Nr. 4 4 §| M Telefon A 26-4-73 H Postscheck-Konto Nr. 134.292 6. Juni 1950 Erscheint vierzehntägig w: n^nn nnnMrn Nr. 37 — 1950 Die Erklärung Israels zum neuen lieferungs-Abkommen Waffen- Im Zusamniemiiang mil der Yeröffemlliclnmg der De*klaralion der drei Giolfmächh* lml der Sprecht*)' des israelischen Außemminisleriiims folgernde* Erklärung nbgege'ben: Die Eegienamg Israels nimmt mil Zufriedenheit die Erklärungen der Regierungen von USA, England und Frankreich gegen die Fortsetzung des Wettrüstens im Mittleren Osten zur Kenntnis. Ebenso bringt die Regierung Israels ihre Zufriedenheit über die Rektum t mach ung zum Ausdruck, wonach die Waffenlieferungen der Unterzeichneten drei Regierungen an den Slaal, welcher diese Lieferungen erhält. uls Redingung die Verpflichtung stellt, keine Altsieht einen Angriff gegen einen anderen Staat, zu planen. Jedoch ist es eine Tatsache, dal.» Waffen und Kriegsmaterial bisher an Staaten geliefert wurden, welche nicht aufgehürl haben. Kriegsdrohungen gegen Israel auszustol.len und bis zum heutigen Tage sieh hartnäckig geweigert Indien. Frieden zu schliefien. Diese Tatsache bleibt weiter die Ursache grober Resorgnisse. Die Regierung Israels glaubt, dal.) die gemein sinne Deklaration von USA. England und Frankreich das Ende der benachteiligenden Unterschiede bedeutet, welche bisher bei den Lieferungen von Waffen an gewisse Staaten des Mittleren Ostern gemacht wurden. Mil besonderer Goeugluung nimmt die Regierung Israels zur Kenntnis, dal,) I SA. England und Frankreich sich treu zu ihrer Mitgliedschaft, zur UNO. deklariert halten und ihre kategorische (iegnerschuft gegen GewallunWendung oder Drohung von (iewallanwendung im Mittleren Ostern aus gesprochen haben. Diese* Einstellung steht vollkommen im Einklang mii der Politik des Staates Israel und Israel lu>nülzl die*se (iedegenheit, seine Reslrebungem zum Erreichem einer friedlichen, endgültigen Losung der Probleme zwischem Israel und de*r arabischen Staaten zu wiederbol<*n. Die Regii*nmg Israels ladet alb* arabischen Staaten gemeinsam und jeden der Staaten einzeln ein. um Verhandlungen zu eröffnen und ein Abkommen in diesem Sinne zu erreichen. Dii* ständige Politik Israels ist. die Sicherheit zu fördern, die freundschaftlichen Reziehungen mit den Nachbarn aufzurichten, die Entwicklung des Mittleren Ostens und die Stabilität zu stärken und damit zum Eri(*elem der Well beizulragen. IDaffenlieferungen an arabisdie Länder stören den Frieden im llahen Osten, erhlärtHba Chan, Israels Dertreter in der UHO Der ständige Vertreter Israels in der l NO. Aba Eban. berichtete bei einem Empfang des Presseverbandes der UNO über die Stellung Israels bezüglich eines Friedensabschlusses mit den arabischen Staaten. Aba Eban betonte, dal.! die Waffenlieferungen grober Staaten an die arabischen Länder, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, da 1.5 diese arabischen Länder mil allen Millein ein Fort schrei teil der Friedensverhandlu ngen mil Israel verhindern. Einige arabische Staaten, stellte der Redner fest, nehmen scharfe Stellung gegen weitere Friedensverhandlungen und treten gegen ändert* arabische Staaten auf. die für eint* friedliche Lösung der Probleme* sind. Die herrschende Tendenz der Arabischen Liga ist gegen den Frieden gerichtet. Diese Tatsache erkennt man in Lau sannt*, wo statt Friedensbemühungen. dunkle roäMieferungHlbliommen gesdilouen USA, England und Franhmeli besdilieben Dereinbarung für lUaftenlieterungen nadi dem mittleren Osten Die Vereinigten Staaten. England und Frankreich haben eint* offizielle Erklärung abgegeben, dal.! sie zu einer Vereinbarung über eint* gemeinsame politische Linie beireffs der Waffenlieferungen nach dem Mittleren Osten gekommen sind. Der Zweck dieser Vereinbarung ist. eine Entspannung in der bedrohlichen Lagt*, welche zwischen Israel und den arabischen Ländern herrscht, herbeizuführen, im Zusammenhang mil diesem Abkommen, wird tlit* USA das Lieferungsverbot für Wallen an Israel aufhehen. Israel und tlit* arabischen Staaten haben tlie Verpflichtung übernommen, die gelieferten Waffen nicht für Angriffszwecke. sondern nur für tlit* innert* Sicherheit zu verwenden. und komplizierfe Manöver praktiziert werden, um den Friedcnsst blul.l zu verzögern. Diese Ursache hiezu mul.! als eint* Konsequenz der Waffenlieferungen. welche die Araber von den groben Staaten erhalten, angesehen werden. Die arabischen Staaten geben ungeheure Summen für Waffeneinkauf aus und dadurch ist tlas militärische (deichgewichi welches den Waffenstillstand gesichert hat —- bedroht und die kriegshetzerischen Elemente unter den Arabern werden in ihren Kampf gegen den Frieden stark gefördert. Es ist ein nicht ernst zu nehmendes (ierede. wenn man behauptet, dal! die arabischen Länder nicht die. Absicht haben, neuerlich Israel anzugreifen. Man kann bei den arabischen Landern nicht das Gedülil einer militärischen Macht schaffen und dabei gleichzeitig auf Frieden und Stabilität hoffen. Gerade diese Staaten, welche am meisten an der Stabilität im Nahen Osten interessiert, sind, zerstören aus eigenem den Frieden durch die Waffenlieferungen an die Araber. Die Friedensperspektiven hängen im selben Maße davon ah. in welchem die Großmächte ihren EintUil! dazu verwenden werden, um die direkten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den arabischen Staaten zu fördern und ebenso auch von der Möglichkeit. welcher man dem Staate Israel geben wird, seine Verteidigung auszubauen. Aufruf Die Deklaration: Histadruth-Exekutive beschließt Austritt aus der Internationale Der W'aad llapnel der 11 ist radrufh ( fAckul ive der Arbeiten iewcrksrliafl) beschloß den Austritt ans der Gevverksrliafts-Ildenialiniinle Ul i d die AllU ivrliteHia II ung freundschaft liclier Rezieliungen zu den beiden in der Welf, bestellenden Internationalen. Die llistadrulh sieht, keim* Mügliehkeil für .Mitgliedschaft, in einer dieser beiden Internationalen, da beide als Werkzeuge int kalten krieg \ ervv'endet, werden. Deutschland I iefert Waffen - fabriken nach Aegypten ln Marseille wurde von Deutschland an Aegypten nein* Fabriken zur Pro duklion von Waffen verkauft. Darunter belimlel sich auch eine Fabrik für Motoren, für Sturm Flugzeuge (nein* Kampfllugzeuglype). Deutsche Mechaniker und Techniker sind mil diesen .Schiffsendungen nach Aegypten gefahren, .um dort die Fabriken ein ztirichleu und die Arbeitsmethoden zu organisieren. Anläßlich der Resprechung der Regierungsvert reler von England. Frankreich und den Vereinigten Staaten bei dem Zusammentreffen ihrer Außenminister in London, wurden verschiedene Fragen, die den Frieden und tlit* Stabilität von den arabischen Ländern und Israel betreffen, besprochen und zur Regelung der Waffen- und Kriegs maleriallieferungen an diese* Slaa ten wurde* von eien oben erwähnten Re*gie*runge*n beseddossem. folgomle* Erklärung abzugvbeu: 1. Die* elrei Re*gie*nmgt*u anerkem nem, elal! für die* aiabischen Staaten und für den Staat Israel tlit* Erhal lang gewisse*)- mililärischt'r Kräfte* m >1 weuielig sinel. um ihre* inne're* Siehe*rhe*it, re'chllie*he* Yerte*ieligung zu siedu'rn und ihneui elie* Mögliedi ki'it eler Wrle'idigung ihres (ie* 1 *ie*te*s zu gebe'ii. Jedes Ersuedie'i) die*ses Slaale’s auf Lieferungem von Waffeui und Krie‘gsmale*rial. wirel im Rahmen elie'se’s Abkommeuis ge'priift vve*rde*n. ß. Die* elrei Rt>gie*runge*n e*rklüre*n, elal.i alle* Staatem. ehe* zur Ze*il WnlTeuilielerungeui e*rbie*ltt*n. sieh v e*rp 11 ie*hIe*I haben, keinen Angriff gegen eiue*n anehu'en Staat zu planen. Aehnlie'ht* Waldlichtungen werden v e)n jeeleun antlereai Staat dievsevs Ge'bie'te's gi'foreh'rl. welchem Waffe*nlieTe*rungen in ih*r Zukunft bestätigt vv e*rele*n. ß. Die* drei Re*gie*ninge,n benützen elie* Ge*legcnhe*it. ihr gioße*s Intere*sst* in eliese'r Frage* mul ihren Willen zur Hilfe* de*s Ausbaue's ele's Frie*elens uuel de*r Stabilität in tlie* se*m Ge'bie'te* zu bekuuelen und e*bense) ilna* knlegorisedie* (ie*gne*r schall ge'gen je'de* Anwe*nelnng von Gewalt unel Diohungem in eliesem Ge'bie'te* zum Ausdrue’k zu bringem. Sollte'll elie* ell'e'i Re'gierilllgem e*ine Gi'e'uzübe'i'se'hre'iiung von e'inem elie'se'r Staaten oeler ein Ue*be*rtre!e*n eh's Waffemslillslamlsabkommems e*nItle*e*ke*n. we'releui sie* im Einklang zu ihren Yerplliehlungeui der UNO ge*ge*nübe*r im Rahniem de*r UNO unel auße*rhalb eleuselbem e ilt s|>re*e* 1 ie*i11It* Maßnahme*)! zur Wr me'ielung solche)' Ue>be*rschrciI ungen I ii'llen. an die Jugend Wiens! Nach längere]' Unie*rbrechung hal die Jung-Zmnistem-Organisat'ion ..11 aoved liazioni" ihre Tätigkeit. wiedcT auU gi'iiomme'n and wird im Sinne des Allgemeinen Zionismus mit, voller Kraft arbeiten. Wir rufen elie* jüdische* .Jiia't'nd Wiens auf. in unsere Reihern oinzu tre'ie'ii und an unst*ren Aktivitäten teil- /mnedime'n und dadurch die Zionisfi- -che' Üe'we'gung zu stä'rke'n. Wir wenden uns auch an alle* Uhawerim. die in Rnmänie'ii. Ungarn. Tschechosiowakt'i und Polen i 11 de*r .JimVlldbewegUIlg ..Haimar I lazioni" und in de*r Studemle'iiv e'i'e'inignng ..I b'rzliah“ waren, sich in mis(*re*ni Maskiruth zu nie*l.bau. Wii* ve'iansialten ri'mdmä ßiu- Yor- I rän'e* und Diskussinnsnhende* iilier aktuelle Prohle'iin* in lsrae*l und in <lor ziouisl isclie'ii Welt. \e*limel au unseren wöclieml lieh ,-dal I findenden Onge Schabhath. au unserem gesedlse-hn IV liclicii Yernn-lnlhuigem und Austliim* teil. Madvinilh II \OYED 11 AXIOM Wien IX. Universitätssti-alM* I ’!'.*!. A dli -1-7'!

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