Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 5 (19.1.1906)
- Date
- 1906-01-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 0 Nationalzeitimg Nr. 8 w’ CO CO CO CO CD 2. CO Ä CD 72m D» </> cd" CO CD -1 CD C/3 s sr ST den gewähü die Herren: Aböls Schreiber, D. -Pollatschek, Jakob Govdner, Jg. Körner, Js. Pollitzer, Jvs. Brun, Philipp Weiß, Herrn. Kohn, Berthold Käifcr, CH. Karpel, S. Fromurer, Th. Rrobitschek. Zum Schlüsse Hielt Herr Adolf Schrams eine Ansprache und liberretchte dem Obmann eine Spende für den Verein. N. Ch. Der lit. Geselligkeitsvcrein jüd. Mädchen „Moria" veranstaltet Samstag den 27. d. Ms. nn' Festsaale des Hotel Central eine Wohltätigkeitsakademie nrit anschließendem Tanzkränzchen zugunsten' der nissischen Opfer. Ihre Mitwirkung haben unter andern^ freundlich zugesagt: Herr Oberkantor Bela G u t t m a n n. Konzertfängerin Frl. Nelly Lamberger, Schülerin der Hofopernfängerin Frau EliM, Frau Else Mülle r, Mitglied des Rainrundtheaters, Herr Ed. S t r a u ß, Mtglied des Josefstüdter und Lustspieltheaters, und die kleine Reziratorin Frieda B r a m m e r. Klarten sind zu haben bei der Präsidentin Frl. Berta Herrmann, 8. Bez., JofeMdterstraße 9, im Kongreßbureau, 9. Bez., Türkenstraße 9, im Verlag „Zion", 2. Bez., Stephaniestraße 8, sowie bei sämtlichen Komiteemitgliedern. Brünn. Am 21. ds. um 10 Uhr vormittags findet im städtischen Redoutensaal eine öffentliche Volksversammlung statt Tagesordung: „Die politische Zukunft der österreichischen Juden". Referenten:' Mathias A ch er, Lucien Brunner, Dr. S ch a l i t. Ortsgruppen des Verbandes „Poale Zion" Brünn. Die Vereinslokalitäten befinden sich Josefstadt 21. Jüdische AngestMe und jugendliche Arbeiter, wahret eure Interessen! Der Verband „Poale Zion" gewährt seinen Mitgliedern Arbeitslosenunterstützung, Rechtsschutz und Stellenvermittlung! Jeden Samstag-Abend werden Diskussionen abgehalten. Der Verband ist die einzige jüdsiche proletarische Organisation, welche berufen ist, das Interesse der jüdischen Allgestellten und Arbeiter zu vertreten! Jüdische Toynbee-Halle. Wir eröffnen im Lokale öer Relig-ionsschule der Israel. Kultusgemeinde 1. Bez., S ei te n st ette n ga 's s e Nr. 2 wlgeüde unentgeltlkche Kurse sEiulschreibgcbühr K 1,— pro Kurs), and?r; .u Unbemittelte tei-lnehmen können: Englisch für-Anfänger: Montag und Donnerstag halb 8 Uhr abends. Stenographie für Anfänger: Dienstag halb 8 Uhr abends. Stenographie für Vorgeschrittene: Mittwoch halb 8 Uhr abends. — JmLokale der Toynbee--.Halle, 20. Bezirk, Ot hm arg affe Nr. 46: D-eutsch iSprachlehre): Sonntag vormittags. Dieser Kttrs ist für jene außerordentlich wichtig, die aus anderssprachigen Ländern stammen (GaWien, Riußkand, Rumänien), denn die Erwerbsfähigkeit in Wien wird durch sshlerfreies Schreiben der deutschen Sprache bedeutend erhöht. Jerner eröffnen wir, ausschließlich für Mädchen, einen täglichen, zweti Monate währenden Kürs rn M a s ch in - schreiben lEinfchreibgebii'hr K 2,—). Sonst Ist keinerlei Zahlung zu leisten. Das Papier stellen wir bei. N'ack.dem die Erlernung des Maschilisch reiben s größere Kosten verursacht, können wir Nur eine sehr beschränkte Anzahl Mtädchen ausbilden lassen. Mer an diesem Kurse teilnehmen will, muß Nachweisen, daß er fehlerfrei deutsch schreiben, mindestens 60 Worte pro Minute stenographieren kann und unbemittelt ist. Anmeldungen: Montag den 22. Jänner, 8 Uhr abends, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, 2. Stock, Religionsschule. Die Anzahl der Teilnehmer ist beschrankt. Der Obmann: Dr. Jsi'd. Samueln. Wien. (Losverein „Masel".) Samstag den 20. ds. Mts. findet im Prachtsaale des Restaurants „Strobelhof", 9. Bez., Porzellangasse 60, ein mit Vorträgen und Tanz verbundener F a m i l i e n a b e n d des Losvereins „M a s e l" statt. Beginn halb 9 Uhr abends. Regiebeitrag 1 Krone. Die Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte ist gesichert. Akademische Verbindung ,Fkadimah". .Samstag den 20. d. M. fiüdet im Kongreßbureau 9. Bez., Türkenstraße 9, 8 Uhr abends, ein Bortrag des Herrn Dozenten Dr. Pasmanik aus Genf statt. Thema: „Die Strömungen im Iudentn m". Gäste willkommen. Verein ,Jehrrdah Halevy". Samstag den 20. d. findet im Verein ,^Jehudah Halevy", 2. Bez., Rembrandtstr. 7 (Eingang von der Straße) um 7 Uhr abends ein hebräischer Vortrag des Herrn B e r k o w i t s ch aus Palästina über „Hamazaw horochni w'Hachau'wi b'erez Jisroel" mit daranschließender Diskussion in hebräischer Sprache statt. Gäste herzlichst willkommen. Sonntag den 21. d., 10 Uhr vormittags, eine zionistische Versammlung. Referent: Herr Nathan Groß. Sonntag den 21. ds., 6 Uhr abends, findet im selben Vereinslokale «in literarischer Unterhaltungsaberrd mit einem reichhaltigen Programme statt. Unter an'deren hat auch Herr Grob seine Mitwirkung zugefagt. Samstag freit 27. ds. veranstaltet der Verein ,Jvhndah Halevy" tm Hotel Guch, 2. Bez.. Sksanittstr. 14 einen .LleHudah Halevy"Mb«nd, wobei unter anderen Herr Dr. Leopold Kahn einen Vortrag über Rabbi Jehudah Halepy hallen wird. Beginn halb 9 Uhr abends. Karten für 'den Slbend sind zu Haben tm Verein .Lehudah Halevy", 2. Bez., Rembrandstraße 7 und im Verlag ,Lion", 2. Bez., Stesaniestraße 12. Brüu«. Die jüd. akad. Verbindung „Veritas" in Brünn veranstaltet am 27. ds. Mts. im Festsaale des Grand-Hotels einen Kommers mit Makkabäerfeier und anschließendem Tanzkränzchen. Die Festrede hält Dr. Otto Abeles, A. H. der „Veritas", die Tendenzrede Dr. Arthur Mahler, Dozent an der k. k. deutschen Universität in Prag, ferner hat seiner Mitwirkung Herr Obcrkantor Josef Heller zugesagt. Roman Sembratowycz. Letzten Mittwoch trugen sie einen jener wenigen zu Grabe, die ihrer eigenenZeit Schritt fürSchritt vorauseilen und vorausarbeiten, die im Äinn der Masse und der Cliquen mutig neue Wege bahnen. Nur 31 Jahre wurde Sembratowycz alt, aber er hat für sein Volk, die Ruthenen, mehr getan, als sonst Vater, Sohn und Enkel zusammengenommen tun können. Den Gang der Entwicklung voraussehend, hat er unermüdlich an der Würdigwerdung seiner Nation und daran gearbeitet, daß das zivilisierte Europa von ihren Leiden unter den Russen und Polen erfahre. Und er hat sie und sich selber nicht zu ödem Chauvinismus, sondern zu jenem edlen Nationalismus hingeleitet, in welchem sich erst das Menschentum und der Menschheisfriede erfüllen können. Nicht bloß für die Seinigen kämpfte er, er stritt auch für die nationale Gleichberechtigung überhaupt und gehörte denn auch zu den tapfersten Verfechtern des Gedankens der nationalen Autonomie. Als solcher war er einer der ersten Nichjuden, vielleicht der erste in Oesterreich, der die jüdische Volksindividualität, ohne sie gering zu schätzen anerkannte; er war der erste Ruthene, der die Verständigung zwischen den beiden meistunterdrückten Volksstämmen Oesterreichs, . dem ruthenischen und dem jüdischen, forderte. Roman Sembratowycz wird im Gedächtnisse seines Volkes fortleben, aber auch seine Kampfgenossen jüdischerNationalität im Kamps um den Völkersrieden werden ihn nicht vergessen. - M. A. Radautz, am 14. Jänner 1906. »Sonntag den 7.15. M. fand unter dem Vorsitze des Kultusvorstanides Nathan Harth eine massenhaft besuchte Volksversammlung mit der Tagesordnung „Stellungnahme der Juden zur Wahlreform" im Sitzungssaale der Kultusgemein'de statt. Das Referat erstattete Kultusoorstand und Obmann- Stellvertreter des Vereines „Dorsche Zimt" Herr Israel Mienschel. In glänzender, oft von tosendenl Beifalle unterbrochener Rede führte er die Vorteile der Judenkurie an und wies nach, welchen Schaden nicht mir aus politischem, sondern auch auf 'wirtschaftlichem Gebiete ein zaghaftes Beiseitestehen den Juden bringen 'tönnte. Hierauf erörterte Kultusrvt und Obmann des Vereines „Dorsche Zion" Herr Dr. Joses Vierer, warum einzelne polttische Parteien gegen die Schaffung einer Judenkurie seien. Da er auch die Sozialdemokraten dazu rechnete, erhob sich Cand. jur. I. Klammer gegen ihn. Seine oft mit stürmischen Ohorufen und lautem Widerspruch ansgenommenen Ausführungen zeigten, das sich die Radautzer Jüden verkehrte Ideen nicht aufzwingen lassen. Nachdem mehrere Redner, darunter Knltnsrat Herr Moses Kranzdovf, mit scharfen Worten auf die Ausführungen des Herrn Klammer repliziert hatten, erhielt Herr Menschel das Schlußwort. Non lebhaftem, ost sich erneuerndem Beisall begleitet, kam er ans die Ausführungen der früheren Redner zurück und beantragte schließlich die Annahme der Resolution des Zentralkomitees. Diese wurde auch mit allen gegen die Stimme des Herrn Klammer angenommen und dem Ministerpräsidenten und dem Minister des Innern auf telegraphischem Wege übermittelt. Zionist. Seminar des Vereines zionisticher Hochschüler „Theodor Herzl" in Wien, 8. Bez., Langegasse 14. Das Programm unseres Seminars für die Zeit vom 16. bis 22. d. M. ist folgendes: Dienstag: Schalom Asch, Referent jur. Goldhammer. Mittwoch: Palästinakunde, Referent jur. Tartakower. Donnerstag: Arthur Ruppins Juden der Gegenwart, Referent jur. Weiß. Freitag: Jüdische Geschichte, Referent Phil. Sck)apira. Samstag: Ludwig Jakobowski, Referent Phil. Max Nacher. Montag: Ch. N. Bialtk, Referent pbil. Lilien. Die Vorträge beginnen präzise 8 Uhr abends und sind jedermann zugänglich. Bortrag aus jüdischer Geschichte. Donnerstag den 25. Jänner 1906, präzise halb 8 llhr abends, findet im Festsaale des Jngenieur- und Architektenvereines, 1. Bez., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Dr. E. D a v i I statt. Thema: „Buddhismus und Judentum". Eintritt frei. Mrlki Clnpfkhlrusmrtks. Bon deu zahlreichen, jetzt im Handel Vorkommen den Speisefetten aus Kokosnüssen kann man die Marke „C e r e s" ganz bosonders empfahlen. Sie hat wegen ihrer vorzüglichen, immer gleichen Qualität in kürzester Zeit überall Freunde gefunden und wird nicht nur in den .Mchen der wohlhabenden Kreise, sondcru ihrer Billigkeit wegen, auch in den ärmsten Familien verwendet. Eingesendet. Mp® _ atnaiuiwiior Heinrich Neugebauer 5—p vormals Mo nir Optiker Wien, I. Schottangasse 8, Eckbaus Scbottenrlng, Gegründet 1886. Reichhaltiges La^er in allerbester uud bewährtester Qualität von Brillen, Zwickern, Operngläsern, Feldstechern, Fernrohren, Thermometern, Rei*sz ugen i<nd allen < pli-eben Artikeln. «briÖBEL Grösste Okkassion! 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