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Jüdische Weltrundschau · 1939-12-08 · 26 (8.12.1939) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
26 (8.12.1939)
Date
1939-12-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU 8. Dezember 1939 *Rn unsere Abonnenten! Nach Ueherwindting vieler und grosser Schwierigkeiten ist et uns gelungen, die Vorbedingungen dafür zu schaffen, das« wir unseren Abonnenlrn dir „Jüdische WHt-Rundsrhau"auch während der Kriegaieil weiter zusenden können. Wie bereits in uuserer Ausgabe vom 27. Oktober (Nr. 25) mitgeteilt, konnte nach Kriegsbeginn die bisherige Form der Herstellung der Zeitung (Druek und Versendung in Parin) nitht fortgesetzt werden. Wir haben uns nunmehr naeh Prüfung aller sonstigen Möglichkeiten entschlossen, die „J. W. R" in einer durch die Kriegsverhältnisse erzwungenen verkleinerten Form in Palästina drucken zu lassen und von hier ins Ausland zu versenden. Unseren Lesern sst hekaimi. dag« int Zeitungswesen aller kriegführenden und zum Teil auch neutralen Länder Finschränkungen erforderlich waren, und dass durch den Krieg die Postverbindungen und die Nachrichten-Übermittlung verlangsamt wurden. Unsere Leser werden daher später in den Besitz der Zeitung gelangen als bisher. Wir sind aber überzeugt, da*« diese Nachteile aufgewogen werden durch die Tatsache, dass die Abonnenten unser Blatt jetzt direkt aus Palästina erhalten, wo eine aktive, regsame und ihrer Verantwortung bewusste jüdische Gemeinschaft, darunter fast 70.000 Juden aus Deutschland und weitere zehntausend aus andern deutschsprachigen Ländern, trotz der schwierigen Verhältnisse treu zu ihren Idealen steht. Zahlreiche Zuschriften aus allen Teilen der Welt beweisen uns, dass für die über die Welt zerstreuten Juden die .,J. W. R." ein echtes Bedürfnis i*t und dass sie die Fortführung der Zeitung dringend wünschen. Wir sind überzeugt, dass sie Verständnis für die durch die Not der Zeit erzwungenen Einschränkungen haben werden. Gerade jetzt ist, selbst unter Opfern, die Erhaltung einer Tribüne, vor der wir die verwirrenden jüdischen Probleme unserer Zeit zu besprechen, die jüdischen Forderungen würdig zu vertreten und mit deren Hilfe wir zu einer Neugestaltung unseres Daseins zu kommen versuchen, von lebenswichtiger Bedeutung für die Judenheit. Wir können heute aber weniger als je die verständnisvolle Hilfe unterer Leaer und Freunde entbehren. Wir bitten Sie daher, uns ihre Treue und Anhänglichkeit zu bewahren und Ihr Abonnement sofort au erneuern, wenn es abgelaufen ist. Denjenigen Abonnenten, die für längere Zeit vorausbezahlt haben, wird der für das ausgefallene Vierteljahr vom 1. IX. bis 1. XII. 1939 entrichtete Betrag für das spätere Vierteljahr angerechnet. Mit Rücksicht auf den laugen Postlauf bitten wir, Bestellungen und Aboriiieiuentszahlungen bereits etwa zwei Monate vor Anlauf des Abonnements abzusenden. Wir bitten Sie auch, durch Werbung in Ihrem Bekanntenkreise und durch Aufgabe von Adreaaen uns die Arbeit zu erleichtern. Da infolge der durch den Krieg entstandenen komplizierten Verhältnisse die Einziehung ausländischer Schecks schwierig und kostspielig ist, bitten wir unsere Leser aus allen Ländern mit freier Devisenwirtschaft, ihre Zahlungen nicht durch Scheck, sondern nach Möglichkeit durch British Postal besw. Money Order oder in Form von englischen Pfundnoten (in rekommandiertem Luftpostbrief an die Jewish Newspapcr Ltd., POB 689, Jerusalem) zu leisten. Auch die Ueberweisung durch internationale Postanweisung ist möglich. Auch kann nach wie vor auf unseren Postscheckkonten (siehe Verzeichnis in der JWR) eingezahlt werden, doch erhalten wir in diesem Fall die Verständigung verspätet, sodass die Zahlung 2 Monate voraus erfolgert muss, um Verzögerung der Zustellung zu vermeiden. No»0 Zahlstellen haben wir eingerichtet: für den amerikanischen Kontinent bei der Guaranty Trust Company of New York, 140 Broadway, New York, für Rechnung J .L. Feuchtwanger Bank Jerusalem; und für Skandinavien bei der Svenska Handels-Banken, Postbox 1230, Stockholm 16. für Rechnung J. L. Feucbtwanger Bank Jerusalem. Durch Ueberseudung der Beaugsgebühr für das ganze oiler wenigsten das kalke Jahr (stall der Vierteljahragekühr) ersparen unsere Abonnenten sich selbst und uns unproduktive Nebenkosten (Einaugagebühren, Mahnspeseu etc.). In der heutigen Zeit, wo zahlreiche Verbindungen gestört oder erichwert sind, ist es vielen ein besonderes seelisches Bedürfnis, durch eine Zeitung wie die .J. W. R." die Beziehung zwischen den versprengten jüdischen Menschen and Gruppen aufrecht zu erhalten. Wir wollen diese Aufgabe erfüllen, und je intensiver unsere Leser mit uns in Kontakt bleiben, umso stärker wird unsere Zeitung der Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft sein. Jerusalem. 1, Dezember 1939 Redaktion und Versag skr ..JUFDISCHEN WELT. RUNDSCHAU" P.O.B. 689, Jerusalem.

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