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Jüdische Weltrundschau · 1939-08-25 · 24 (25.8.1939) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
24 (25.8.1939)
Date
1939-08-25
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Iteftt 10 jüdische welt-rundschau Nf. 23 25. vnr. im SPORT-RUNDSCHAU VI HAIFA SIEGT IM SC IIWIMMSTAim.KAMI»F UKUKS TF/L AVIV nn??n n a 9 rj Der mit Spannung Jffiifa und Tel Aviv ir Calim emk-te mit einem facr Hrhwiinnii r. Das erwartete .Schwimmerkampf zwischen i Mnkknbiahschwlmmstadion zu Batüberrasrh«-nd knappen Hif-r/r der Uni- Publikum, (Ins die schön«? Kampf' BtHtto bis zum letzten Platz füllte, erlebte schöne nml spannende Kämpfe, die den Ausgang des Kampfe« bis zuletzt Ungewiss bleiben Messen. Dominierten in den Heniorcnwcttbewerben die Hnifaor, so holten die .Tugendschwimmer Tel Avivs wieder in Ihren Konkurrenzen mächtig Terrain auf, sodass vor der letzten Konkurrenz, der 4x100 m-Crawlstaffel, Punkte- Gleichstand zwischen «len beiden Teams bestand. Erst die Überlegenheit der Haifaer Internationalen In der Staffel Sicherte Ihrer Mannschaft den knappen Sieg. Die Leistung; «ler Tel Aviver ist umso höher anzuerkennen, als Tel Aviv bis heute no« h Immer kein .Schwimmbad besitzt und sich zu Trainingszwrr-ken mit einem kleinen Sehwimmbecken begnügen muss, «las noch dazu aus Sicherheitsgründen nur zeitweilig zu benutzen ist. Haifa mussteauf zwei seiner besten Kriifte verzichten: Judith J)(\ilnrh und Tlbor, die beide zu den Studenten-Wettspielen i, ich Monaco abgeschickt worden sind. Judith wurde «Kirch iiiic Schwester linnnah würdig und erfolgreich vertreten, während Tibors Fehlen bei der Überlegenheit der Haifaer Froistll.schwimmer und Wasserballer garnicht Ins Gewi« ht fiel, zumal Tel Avivs beste Trawler Wwhler und Goldhert/tr ebenfalls nicht am Start waren. Auch sonst waren verschiedene Ausfülle zu verzeichnen, die aber da» Gesamtergebnis nicht wesentlich beeinflussen konnten. Die Lristu»'i'<i(ihi'iU''it des SrhiHtnin-fiarles in Erez Israel wurde durch vier «euc Rekorde unterstrichen. Vaoo (Makkabi-Haifa) verbesserte seinen eigenen 400 m-Freistilrckord auf 5.28..% Min., Hnxch (Msvkkabl-flalfa) erzielte im 100 m-Rückenschwimmen <lic auch International durchaus beachtliche Zeit von 1 ,ir»,H Min. und verbesserte damit seinen eigenen Rekord, den er erst kürzlich aufstellen konnte, um fast. 4 Sekunden. Frl. Karpeir.», die frühere tschechoslowakische Meisterin und Rekordhaltcrin, führte sich bei ihrem ersten Start gleich mit zwei starken Rekordvcrbcsserungen ein. Im 100 m-Brustschwimmen verbesserte sie die Rekordmarke von 1,47,5 auf 1,34,8 Min. und schwamm ausserdem die 50 m-Riuststrecke in 42,3 Sek., ohne sich bei ihrem Rennen sonderlich ausmsgoben.......Verschiedene Zeiten, besonders die 100 m-Orawlleiten für Männer und Frauen waren dagegen recht schwach. Sehr überraschend war die Niederlage von Ellenhohen 'Makkabi-Haifa) im 100 m-Brust.schw Immen für Männer, der krank an den Start ging und infolgedessen mir letzter wurde. Sein Klubkamerad Galdxchmidt siegte in müssiger Zeit. Auch der 2. Platz von Tins'-hctnct Im 100 m-Orawlschl:;imen hinter Franzi Beck (beide Makkabi-Hnifa) kommt überraschend. r, l n d n * o ,rt:«ff> 'p'; bi'H w# Im Wflf.serballstadtespiel Haifa gegen Tel Aviv ra nM _ Hegte Makkabi-Haifa erwartungsgemäss sehr sicher mit 6:0 ———————————— Toren. Haifa stellte folgende Mannschaft: Rigger, Rasch, ' Wollner: Reck; Arzi. Klesrh, Vago. Tel Aviv: Blum; Ajax. IFirnchler; Fischer (alle Rar Kochba-Atidt, Lerner, Reiner! n/VlbCHS B!3^ p.Ttl (Makkabi- Iel Aviv), Ratlschi <R*r Kochba-AtidV Beck er- | zirlte .'t Tore, Vago, Ar/i und Flesch je 1. Haibzeitstand 2:0. •B'"N*|?J B^ tftft CH^Ö «D'JUnn] fiTV^P *>&b Eine Reihe von K u n a t s p r ü n g e n vom 3 und 10 m- _-4_% l« «.«..u Brett zeigten, dass Trainer Beck gute Arbeit leistet. Insbei ^B^ WW"? <J^i? ™™* O'^) sondere eine Reihe g-jahriger Knaben zeigten vom 3 m-Brctt I £l'&) \bnn O^D'fi schöne Schulung. < ' " * ' Die Ergebnisse der Kämpfe sind: Miinnrr: 100 m-Freistil: 1. Franz Beck (») 1,05,6; 2. Tinsehemet <H) 1,06,4: 3. Cohen (T. A.) 1,10,5; 4. Prichotzki (I.A.) 1,10,5. 400m-FreiHtil: 1. Vago <H) 5.28.5 (Rekord); 2. Tlnschement (H) 5.35,2; 3. Prichotzki <T. A.) 8.06.1; 4. Fischer (T.A.). 100 m-Rücken: 1. Bäsch (H) 1.15.8 (Rekord); 2. Reiner <T.A.) 1.20.8; 3. Lohr (T A.) 1,24; 4. Fischer (T.A.). 100 m-Brust: 1. Goldsehmidt (H) 1,24.9; 2. Breitenfeld (T A.) 1,26.4; 3. Ajax (T A.) 1,26,4; 4. Ellenbogen (H) 1,27; — 4x100 m Freistilstaffel: 1. Haifa I 4,31,6; 2. Tel Aviv I 4,48,9; 3. Haifa II 4.59; 4. Tel Aviv Tl. Fronen: 100 m-Frelstil: 1. Hanna Deutsch (H) 1,20,1; 2. Tila Reichert (T.A.) 1.22; 3. Lawan (T.A.) 1,36.4; 4. Wirth (H>; - 100 m-Rückcn: 1. Hanna Deutsch (H> 1.34,9; 2. Reich« rt (T.A.) 1,47,6; 3. Wirtz (T.A.) 2,08,6; 4. Kapka (H). — ]<¥) m-Rrust: 1. Karpeles (H) 1.34,8 (Rekord); 2. Wirtz (T.A.) 139; 3. Wirth <H> 1.53; 4. Titschert (H). Juqr.nd: 100 m-Frelstil: 1. Rosenberg (T.A.) 1.10.8; 2. Schlesinger (H> 1,11,2; 3. Braun (T.A.) 1,12,8; 4. Sofer (T.A.). — 100 rn-Rücken: 1. Sofer 'T.A.) 1,29.6; 2. Rosenberg (T.A.) 1.32.6; 3. Katzen (H) und Epstein (H) 1,34. —• 100 m-Brust: 1 Roscnben: (T.A.) 1.30,2; 2. Falter (T.A.) 1.33,4. - 3x100 m- Lagenstaffei: 1. Tel Aviv I 4,21,9; 2. Haifa I 4,27,2; 3. Tel Aviv TT 4,30; 4. Haifa IT. ER FZ ISItAFX BKI T>FX TFNNISM KISTFRSCI! AFTFX »FS VOKDFRFV ORIENT Wie Im Vorjahr, so wird auch In diesem Jahre eine starke Mannschaft des Makkabi-Frez Tsrael sich an den Tennismeisterschaften des Vorderen Orient beteiligen, die Ende August, im Libanon zur Austragung gelangen. SOMM FR-II A NORA IX Bar Kochba-Atid-Tel Aviv wellte an zwei aufeinander Agenden Tagen In Haifa zu Gast und trug gegen die Hnndbnllmannachaft des Makkabi-Haifa zwei Spiele aus. Die Tel iver gewannen das 1. Spiel 10:8, das 2. Spiel, das im Gegensatz zum 1. mit vollständigen Mannschaften ausgetragen wurde ging mit 11:7 Toren an die Haifaer. Makkabi-Abschalom-Pctach Tikwah gewann gegen Amal-Tel Aviv 6:3. Dr. Robert A 11 a s z. j ANTWORT AN GANDHI Welt ausserhalb geben als alle-<--Sympathieerklärungen der Deutschlands. Gandhi zieht eine Parallele mit dem indischen saiyagraha-Kampf In Südafrika, wo die Inder nach der TransvaalkpnsMtution ähnlich wie heute die Juden in Deutschland von vielen Rechten ausgeschlossen waren, Was heute eine entwürdigende Menschenjagd Ist, kann, nach (Vorwürfe macJien; Wie wir bereits berichteten, hat Gandhi vor «Inlger Zeit das Verhalten der Juden in einem Zeitungsartikel kritisiert und Meinungen zur Judenfrage in Deutschland und Paliistina geäussert. Als Antwort darauf ist eine Broschüre „Zwei Briefe &n Gandhi" von Martin Bubor und J; I,. Magr.es (in englischer und hebräischer Sprache) im Verlag Rubin Mos«, Jerusalem, herausgegeben worden. Die Broschüre Ist das erste Heft der Schriftenreihe einer Gruppe, die sich .Jla-Ol" (..Dhs Joch") nennt, anknüpfend an Deuterouomium 32.21). Die Frage, dlo sich die Gruppe vorlegt, ist. gemäss dem der Broschüre boigogebenen Vorwort, folgende; „Sind »vir Jude»-- ::ur. ein verfolgtes Volk, das um Gnade bittet, oder haben wir eine Botschaft, die wir verkünden und verwirklichen wollen? Fühlen wir das Joch, welches unser Vater uns auferlegt hat?" Der „Brief an Gandhi" von Martin Buber ist gleichzeitig in deutscher Sprache im Verlag „Die Gestaltung", Zürich (Oprecht und Helbing) erschienen. — Buber und Magnes, beide! weisen Gandhi nach, dass sein Vergleich der Lage der Juden, In Deutschland mit der Lage der Inder in Südafrika nicht über-; «instimmt und sein Rat an die Juden Dinttschlands, Satyagraha; k a I e n G r u p p e n lüsst kein« Gelegenheit und keim (gewaltlose Resistenz) zu üben, die Voraussetzungen des Lebens ' JnterpcUalionstag vorübergehen, ohne die Regierung an ..jüdi- In Deutschland völlig verkennt. „Man kann -einsichtslosen j sehe" Missbrtiuch« und Misstande zu mahnen, und wiewohl Mcnschert-sceloü gvgöniiber eine wirksame Haltung der Gowalt-) Ä'u> einigemal schon eine., ganz energische Abfuhr erlitten hat, lasigkelt einnehmen auf Grund der Möglichkeit, Urnen dadurch' iH«Ht sie nicht nach. Neuestens klagt sie wegen „Verschlepallmählich Einsicht beizubringen, aber einer dämonischen Uni- J jUm^»« tjt.r Durchführungsverordnung« n z u m versalwalze kann man so nicht begegnen". Im zweiten Teil seines | j u d e n g e s e t r,, deren Erscheinen der Justizminister für Briefes legt Buber eingehend dar, warum Gandhis Rat, *«"! Mitto August ohnehin in Aussicht gestellt hatte. „Im übri Palästina den Arabern nachzugeben, von den Juden nicht be- (Ren soj jns Judengesetz — unabhängig von der Durchfühfolgt werden kann. Es handele sich durum, die Ansprüche der j ,-unjjSverordnung — bereits In allen seinen Zweigen In Gelbeiden Volker miteinander zu versöhnen. „Wo Glaube und 'tunf? und womöglich durchgeführt, erklärte der Minister, — Lieb« sind, kann auch ein anscheinend tragischer Widerspruch! ,,UP cjnj^t, strittige Frage seien noch zu klären und die ein heitlk'he Durchführung zu sichern." i H9? zw mnp hui ^n? •Wfi nj W bmd^ (4*t D^pyi tbf ptprn m\vft ($^?np vvt) bW? r:wa] ,*) n*y on^ of ^irj^!?| b? «•nriH jrni'ty "p*-*?9 ^rn ,«Tan (*r\yz& mp wirft onV in*] o»^ in«i (Tin» "onna w. "jira) ') (mittlere) Nachtwache; ») Flehgebcte; •) Mitternacht; 4) indefinites Pronomen; •) Rundgang machen; •) Arbeit, Dienst; '> früh aufstehen; •) echad~echad sowohl — min auch; •> die das Krzichungsalter erreicht haben. •^nJi.^ "'iinn n^p^m n?|n> XfW B^Bp 1310 '^Jö «?5f -o^:j?T ICO. .inr| r>ä5 (in^^> <2n"i^ nn dovwt nfy Tryri pin ".n «w^n yn* io|t «5H^ dp1? <*iy*ywi) ^ao Vnan o^pn bv rnVp (7»;pii o»^n»«j. («oiD|pi> nrio n>7 "mpmi p-j •b'W*^ <8=^9 "fety n>7 «*b)sn<2 /"tnen «tj^ri bp <"n|5$V ,nvin "inybf Mb netwi nii «5^,7.1^ ,Ten i^j ■imn»jj roj^jijgg «i^ep M>b law-j n>7 W.3 ."bftzn »nn»ri ««»^o"V?n. nsh^ oi»n -11«^ <'o-^> nn d^h ina^noa 1» «onjp nn%i np»^ i^cm;o <23tn"j? bv* hitpi\n ,rnri* yyi} vith («Sri) 12$ i|i»n «•^ otppa .o-ik-]3 Cci rn bx iin ^b'&rt b? i| -\$$ f*t*bu n«»fBH ir nnrip wyn jra^ *w zft C28-rcn {27^ *W W n^pn «?3 |3i oyi <3fBlV "#«3 01^ ^3 b$ <2MW»? .isty •V* m W «(»M3 ,)io^ .p-jj tsf|h .n;n* — .^1?^ ^v» n^} «99 "i?K: /33-,9hn wn nj _ (DwW^ (^iTpjjn ijinp) ) lahm; f) Schöpfer; •> Höhepunkt; •) zurechtweisen/ Meinung Gandhis, in eine ruhige Haltung unbewaffneter Männer und Frauer. verwandelt werden, denen dl* Kraft des Leidens von Gott gegeben ist. Es würde ein wahrhaft religiöser VV i d v r s t a n d gegen die gottlose Furie der entmenschten Menschheit sein. (Auch gegenüber dem Inhalt dieses Aufsatzes gilt das in der Antwort an Gandhi Gesagte.---Red.) Das Judenproblem in Ungarn Budapest, 11. August Seitdem das neue Parlament seine Tätigkeit begonnen, schwebt über ihm — sichtbar und unsichtbar, ausgesprochen und Linausgesprochen -— die Judenfrage. Die 50-köpfige Oppo^ iition der P f e 11 k r e u z 1 e r und der mit Ihnen teils allierten, teils in scharfem Gegensatz stehenden rechtsradi- < a I e n G r u p p e n lässt keine Gelegenheit und xur Lösung gelangen". In bewegten Worten appelliert Buber an Gandhi, da*s er uns helfe, das arabische Her* tu bekeh ren. Die Briefe von Buber und Magnes ergänzen einander in willkommener Weise. Im Anhang finden wir noch den Artikel von Gandhi abgedruckt, auf den sich die beiden Briefe beziehen. EIMI NKI K AI SSIJIl N(i (iAMHIIS Die in London erscheinende Zeitschrift „W o r 1 d D i g e a t*' veröffentlichte Ausführungen vo \ Mahatma G a n d h i, in denen er seine Sympathie mit den „Parias" Hitlers »um Ausdruck bringt. Dlft deutsche Verfolgung der Juden scheint, so heisst es in dem Artikel, i n d e r G e s c h i c h t e k e i ii e V a r a 11 e 1 e tu haben. Die Tyrannen der alten Zeit gingen nicht so wahnsinnig vor, wie Hitler es getan au haben scheint. Er tut es mit einem religiösen Eiter. Im Namen dieser Religion de» exklusiven und kämpferüxJu-n Nationalismus wird jede Unmenschlichkeit zu einem Akt belohnungswürdiger Menschlichkeit. Wenn je ein Krieg für die Menschlichkeit gerechtfertigt wäre, so wäre es ein Krieg gegen Deutschland *ur Verhütung der frevelhaften Verfolgung einer gaiuon Rasse. Wenn er ein .lüde wäre, in Deutschland geboren wäre und dort seinen Lebem-unterhalt verdient hätte, so würde er, sagt Gandhi, Dcutuchland ebet'.*o wie dt-r echteste Deutsche als seine Heimat beanspruchen und es herausfordern, ihn zu erschiessen oder in den Kerker zu werfen, aber sich weigern, vertrieben zu ut rden oder dtskriminu it-nde Behandlung zu fr. dulden. Ein solcher ziviler Widerstand, getrugen vom Gottvertrauen, nach dem der Tod kein Schrecken ist. würde den Jvj^vM tu ihrc-öi freiwiüifva Untergang mehr inner« Kraft Ckjer wie ein oppo »itioneller Abgeordnete sich ausdrückte, — es seien noch alle jene Risse und Sprünge zu verstopfen, wo sich irgendein Jude eventuell eine Existenz aufbauen könnte. Die Folgen dieser „Wacheablösung" genannten Entjudung de» öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens sind nicht verkennen. Behörden und Korporationen, die vor Jahresfrist noch über Überflutung aller offenen Stellen klagten, sodass die christliche Jugend nicht untergebracht werden könnte müssen jetzt bekennen, dass in wichtigen Betrieben Mens c h e n mangel herrsche, das» die Krankenhäuser keine langen Ärzte, die Staatsbahnen und Bauunternehmungen keine Ingenieure bekommen, wie auch In den Rubriken der Tageszeitungen mehr Posten angeboten als gesucht werden. Im Verwaltungsaussehuss der Hauptstadt kab es über diese Frage eine erregte Debatte, in der amtliche und sogar priesterliche Stimmen auf den Ernst dieser Situation hinwiesen. Der offizielle „Landesverband der Unigarischen Fabriksindustriellen" aber steigt in seinem Jahresbericht die katastrophalen Wirkungen auf, die die Ausschaltung von 18.000 erwerbstüchtigen Leuten und ihre Abfertigungskosten von mehr als 50 Millionen Pengo, auf die Unternehmungen - und ihre Pensionskassen haben müssen. Inzwischen wurden in dem zur Sommersession einberufenen Abcgeordnetenhau-ve folgende Gesetzentwürfe dringlich verhandelt und verabschiedet: Novelle zum Stautsbürgergesetz. Neuregelung des Ratengeschäftes, das ausschliesslich den Käufer schützt, und endlieh die drakonischen Massnahmen gegen Valutendelikte, die mit Verlust der Staatsbürgerschaft, mit Verweisung Ins verschärfte Arbeitslager und mit Konfiskation des Vermögen* bestraf* werden können,.; (zurück)halten; «) Rahmen; ') sich zurückhalten; ') schlechthin; •> zu seltenen Malen — selten;! ) sich erlauben; ") öffnen (v. d. Augen); '=) Erlebnis; »} Individuum; M) Allgemeinheit; ») weihen; ") herrschen; »> Symbol; HJ entrollen; »> Ranzen; »> Tendenz; «) Vorbedacht, Absicht; 21) leiten; n) gegen seinen Willen—unfreiwillig; ») Pfad; - „Königsweg"—breite Strasse; «> Allegorie; »') Echo, Widerhall; ») Regung: w> Bestreben: *') Leidenschaft; „worin er Mensch ist"; "> Gewinnsucht; »} Stoff; «) Prügi-ainm, n»p^j(-fl'T«n»?j nV«9»% mW Tiays? «iww n-pr? nno rrnr (M^33 onrw mwi *n imn«a ,awn *asr ra (2^aVMfi .?w9in? oren 0*1150 (< r,KT nna? .ona miin h*v m 17 lyis ,633 m «i«K3 »'«ASötto «K?n. mpnn nc^ «lowan^n ^33 imvI piam ,^D':iana «niousn .avivn r3 (un:3,T «u^t 9r <«2jivm (" naw nyiw ... irn niaipM nr9 km »urpeji ('*,U3i f's,T^oa n-nay ahm nam K*xon9 r^x täv WV7\ osn txo na mvn nawn «nn Mira (,'nno apv vi Organisation; *) Annäherung; •) Richtung; •) trotz- *> gründen, basieren auf; *) Vertrauen; ') frisch; •) sich ") Masse; '-) Begeisterung; ll> Verwirklichung; Idee; u> Gemeinsamkeit; ") Verständnis, Einergeben; '"j aufrichtig; ") aus einem Aufsaüc „Das eigentliche Problem", erschienen In „Derachenu", Sammelschrift für politfreh-zionistiseh« Probleme und jüdisch-arabische Gemeinschaft, Jerusalem, August 1939. dem anschliessen ) Gedanke, ernehmen; on Dr. Jakob Thon Die Juden in Karpatho-Russlami Das ungarische Regierungsorgan „Est! Ujsag" veröffentlicht statistische Zahlen über die Juden in der Kar« patho-Ukraine. Danach beträgt die jüdische Bevölkerung „in den neuerworbenen Bezirken" heute 1,1% der allgemeinen Bevölkerung, während sie im Vorkriegs-Ungarn nu 5,1% ausgemacht hatte, In Munkacs leben 13.022 Juden, 47,8^ der Bevölkerung, in Beregsasz 32,3%, in Kaschau 19,7%, in Losonc 10,8%, in Neu-Heusel 12,6-;• , In Komorn 10.4% und in Leweritz 12,4%. Das Biatt, das vor der Rückgliederung der Kar patho-Ukraine den Juden, insbesonder« der jüdischen Bevölkerung der Karpatho-Ukraine. gegenüber eine freundliche Haltung eingenommen hat, schltesst seinen statistischen Artikel mit einer agressiv-antisemitis^hen Ttrade, AUKK.VSI V GESUCHT Hermann Tuchner, Buchhändler aus Wien II, derzeit Im Kitchener-Camp, Hut 13 1, in Richborough, Kent, Englandi und Dr. Samuel Tuchmer aua Wien, derzeit In London, WC1. 23 Brunswick-Square, bitten alle Freunde, Verwandte und Bekannte um ihre A<jk«s«ent damit #ie »a Verbindung ^teinjiftdiec tf«t«n k§|is?oV^"

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