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Jüdische Weltrundschau · 1939-08-25 · 24 (25.8.1939) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
24 (25.8.1939)
Date
1939-08-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JUED13CHE WELTRUNDSCHAU KONGRESS-TAGEBUCH (Von unserem Berichterstatter) 1-Yi-it/ig. 18, August "Der Knngrrsir bietet (Ins'gewohnte 1MW der •(ienernldcjbaltrn. Doch ißt als Abweichung m ver/ylehncn., <jUu>B /lies iflftl die Parteien nicht wie f$on.<;t in der HöilK.'üfotge ihrer SUtrke mit der 'ersten no(Jriergantilui;\uiifniur«chl^'er>, sott dein fl.t man den <»ppositlonsp/u ieien den Vortritt gelnnchij hol. iJie gestrige, Jtede Ö,ro»siiiöiiri8, der einen Zustund ,4er Unruhe in l'ulh^tinn uls crstiehenKW'rrl bezeichnete, gibt dn» Motiv der A u sc iriaride rs el zu ngeit für viele ff erfrier. Trotz •einer der Mehrheit abwegig erscheinenden AusfTihi ungen Iiot seine Hede wenigstens einen parlamentarischen Chnrwklcr. Wie lange ist es her, dass Arlpsoroff als erster und unerreichter Dobnltcredner auftrat: Für ihn ist kein Ersatz du. Nun ist er schon sechs Jahre tot. Das Niveau de* Kongresses hat sich gesenkt. Zahlreiche Beden haben den Charakter von Veibanunlungareden, wie .sie überall gehalfen werden konnten, und man fragt sieh, wartun hiefür der Kongress nötig ist. Die Ueberlebthcit dieser Form der Aus- «inandeiHctzung wird bei jedem Kongress offenkundig, oh ne duss man etwas ändert. Diesmal aber ist diese Debatte besonders problematisch. Denn im Kongress und nm den Kongress 'l'iei rseht Unruhe und Nervosität, jeder verfolgt den Verlauf der weltpolitischen Spannung. Die allgemeine Situ ation wirkt auf die Haltung viejer liedner. Man weiss: Oh wohl alle zum Kampf gegen das Weissbueh einschlösse! \ Kind, gibt ch andere Interessen, die nicht vernachlässigt werden können'. So nimmt es nicht Wunder, da«s der polnische Delegierte, Kleinbaurn in gebiet'' von Besonnenheit und fW'irlüiehkcitsnhhc zeugenden Ttedc besonders stark die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit England unterstreicht. Auch die Amerikaner lassen durchblicken, dass sie den Primat weltpolitischer Erwägungen anerkennen, und lien Gurion begann seine Hede mit der Erklärung, dfl$.s das jüdische \'olk auf der Seile der von England geführten demokratischen Front steht. Schon der erste Tag seigt, dass auf dem Kongress eine grosse Mehrheit für I3r. Weidmanns Politik vorhanden ist und dass abenteuerliche Plane, die unter verschiedenem Namen früher (beson- " ders in Palästina) als Losungen auftauchten, keine Aussieht auf Annahme haben. Samstag, Hb A ugnst Schabbai! Der sitzungsfreie Tag wird zu »espreehungen Ibciiulzt, Manche gemessen, hei herrlichem Wetter, die "Schönheiten dieser unvergleichlich gelegenen, heiteren Stadt. Im Kunstmuseum ist die Ausstellung der Meister- Werke des Prado zu sehen, eine Sammlung von einzigartigem Heiz, Vermächtnis des Abendlandes. Kulturgut einer ■ Nation, die in den letiten 3 Jahren füreh'teflmhgelitten hat. Zahlreiche Kongressbesncher stehen erschüttert vor dieser ^•Manifestation' HTi??lerbliehcn Geistes, zugleich ein Ergebnis der Derührung Europas mit dem biblischen und christlichen Geist. Von liier zurück zum Kongress ist ein weiter Weg. Al.>er wir alle, als Einzelne und Völker, wollen Anteil haben an den Schätzen der Menschheit und können davon nicht lassen, auch wenn wir wissen, dass die Pflicht uns zurückruft und zwingt zur Beschäftigung mit den schweren Noten unseres eigenen Volke«; Die Nachlsüzinig des Kongresses bringt die Fortsetzung der Debatte, t.'nter grosser Aufmerksamkeit hört ü-t Kon- Ifrcs* die Deklaration, die der Vorsitzende der Delegation «ms Deutschland, Dr. F. Jacobi, verliest. Diese Erklärung erinnert den Kongiess und die Aussenwelt, dass es in Deutschland noch eine verhältnismässig grosse jüdische Gemeinschaft gibt, die keine andere lietünumng hat, als die Auswanderung vorzubereiten, und die aus d-m Zusammenhang mit der jüdischen Gesamtheit, aus der Anhänglichkeit an die jüdischen Ideale und aus ihrer eigenen intensiven jüdischen Arbeit Itnckhail und Aufrichtung schöpft. Seit sechs Jahren sind die Ziomsten Deutschlands auf Kongressen nicht mehr in der alten Form vertreten, Sie sind die Exponenten des grossen G e s t a I t w a n d e 1 s der «sich im jüdischen Leben vollzieht und gebieterisch neue Formen und neue Perspektiven fordert. Unter den Ttednern des Abends findet besondres Haida S i Iv e r Aufmerksamkeit, einer der besfen Redner des nmerikani- .sehen Zionismus und seit zwanzig Jahren eine bekannte Figur der Kongresse, Silver macht den stärksten Eindruck durch seine realistische Haltung und durch seine Steiiungnähme gegen gewisse in der letzten Zeit im Zionismus populär gewordenen Anschauungen wie z.H. das la-sagen ut jeder Form der Immigration, Solche Anschauungen drohen v'iir Konvention zu w eiden, daher .-tut es nichts, wenn gelegentlich durch schai fen, vielleicht', in manchen Punkten übertriebenen Widerspruch alle Kreise der Bewegung zum Denken und zur Feberprüfuang der Argumente ge/wiuigeu werden. Die Amei ikaner haben, einschliesslich det Veitre. terinnen der Es auenorganisatku Itadassah diesmal eine sehr stattliche Delegation und durch sie ist die Gruppe A xur zweitgrössten Kongressfraktion, nur um ein weniges kleiner als die Arbetlerfraktiou, geworden; sie sind auf diesem Kongress die Wortführer einer Realpolitik, die mit allen Gegebenheiten des Augenblicks rechnet. Sonntag, SN). August Die latente Krise, die hinter den Kulissen ausgetragen wird, ist noch nicht beendet. Die Wahlen in Palästina hei denen Unregelmässigkeiten in Bezug auf die seheke!Verteilung vorgekommen sind, werden zum Gegenstand einer Kontroverse ersten Ranges E$ handelt sieh zweifellos .«in eine organisatorisch wichtige Angelegenheit, aber in Anbetracht der schweren W'nlkev, die über dem Kongress und über der Welt hangen, ersehend dieser Streit kleinlieh. Es erregt daher peinliche* Erstaunen, als der Kongress wegen dieser Sache Immer wieder vertagt wird. Na'-hd<-m die Ndcfiuulfiigs.silzung abgesagt wurde, füllt, si' h am -Abend der Saal zur artgegebenen Stunde, auch die Exekutive einsehiiesslioh Di, Weizmartu ist anwesend. Um so überraschender wirkt es, ah um 0 Uhr Dr. Nachum Gobbmmn mitteilt, dass das Kongresspr/'tsidioni die neuerliche Vertagung auf Montag vormittag angeordnet hat, weil wichtige Intel essen der Bewegung nof dem Spiele sle> hon. Man erfaht, dass die Gruppe Ii der Allgemeinen Zion». slen gedroht hatte, den Kongress zu verlassen, wenn man die Generaldebatte vor der Beilegung des Konfliktfall' fortsetzt Man weis», was diese Drohung bedeutet: es ist ein Wink, dass diese Gruppe sich mit den Revisionisten ver standigen könnte, die ausserhalb der Organisation stehen Die Führer der Gruppe, die das nicht wünschen, suchen eine Gelegenheit zu einem Kompromiss und brauchen da zu diese Nacht. Die Versammlung jjer>»lrejLtt .sieh also in die Fraktionszimme'i und in die umliegenden Kaffeehäuser, wc» ständig ein überaus reges Leben herrscht und in kleb n^n Kreisen alle Fragen l>esprochen werden. Montag, 2t. August Noch immer schwebt die Wahlangelegenheit, über dem Kongress. Bei Eröffnung der Plenarsitzung geben die Parteien Erklärungen ab. Man hört etwa» skeptisch die moralisierenden Argumente, weil man weiss, dass gerade die Parteien, die sich jetzt durch die Beschlüsse des Kon gressgerichtes benachteiligt fühlen, selbst, kein Bedenken hätten, ihre Macht Im gegebenen Fall mit noch mehr Rücksichtslosigkeit durchzusetzen. Man erinnert sich geschichtlicher Beispiele aus unserer Zeit. Es handeil sich um ein parlamentarisches Mittel von Grup|>en, die eine Minderheit sind und der Mehrheit vorwerfen, ihre Macht zu missbrnuchen. Man atmet auf, als endlich dieser Zwischenfall von der Tagesordnung verschwindet. Es wirkt als erschütternder Kontrast, als nach dieser Angeigenheit der Vertreter der tschechoslowakischen Zionisten aufs Podium tritt, um seine sorgfältig formulierte Erklärung zu verlesen. Dr. F r a n z K a h n ist allen Delegierten bekannt, denn bis zum XX. Kongress war er Feiler des Kongressbüros. Er spricht jetzt im Namen der Zionisten der Tsehechslowakei, im Namen der Menschen, die nach Prag, zurückkehrten, um dort unter Bedingungen, die wohl keiner Darstellung bedürfen, die Vorbereitun gund Auswahl der Auswanderer für Palästina fortzusetzen. Mose he Seherlok, der für die Exekutive das Schlusswort hält, gibi den Gefühlen des gesamten Kongresses Ausdruck, wenn er die Erklärung von Franz Kahn als einen dramatischen Höhepunkt der Tagung bezeichnet. Dieselbe Bewertung gebührt der vorgestern/' fibgegebeneh ^Erklärung der Zionisten aus Deutschland, nur ist die Katastrophe der tschechoslowakischen, Juden ine neue Erscheinung für den Kongress. In der Rede Schcrloks, die in ihrem ersten Teil sich mit den politischen Argumenten der Opposition beschäftigt, wird der Faden einer geschichtsphilosophischen Diskussion aufgenommen, die bezeichnenderweise in dieser Generaldebatte mitspielt. Nichtä ist begreiflicher, als dass in einem Moment, wo die jüdische Existenz äusseriieh und innerlich so tief erschüttert ist wie nie zuvor, auch ihre Grundfragen auftauchen, die weit über das Thema eines Zionistenküngresses humusreichen, in einer Zeil der" V in \v <* r tu n g alle r W e r t e müssen die Fragestellungen neu durchdacht, werden, und es ist naheliegend, dass dabe; die historischen Positionen der jüdischen Geschichte eindringlieh ins Bewusstsein treten. Der Amerikaner Dr. Solomon Goldman hatte in einem früheren Stadium der Debatte unsere Zeit, in der politische {fragen durch das Krüflespiel gigantischer Gros-smiichie entschieden werden, nit der Zeit des römischen Imperiums verglichen, in der die Holle des den Grossmi\ehteu gegenüber ohnmächtigen jüdischen Volkes durch die Gestalt des Jochnnan l»e Ii Sakkai charakterisiert wird. Dem gegenüber beruft .sich Schertok auf die Figur des Revolutionärs II a r K o c h b a und jenes Rabbi Akih«, der die Tot des Bar Kochba segnete, obwohl sie vergeblich war und zu einem furchtbaren Niederbruch des jüdischen Volkes führte. Fortan, waren die weltliche Macht und der weltliche .Kampfansprach desjüdischen Volkes gebroetieü, und durch Jahrtausende hat die Tat" Joehanan 'ben ' Sakkais das Judentum erhalten. Die "Legende Rabbi Akibas und Bar Kochbas ist nicht unbestritten, wichtiger aber ist die alle llcrziu aufwühlende Frage : Sind wir wieder an. emem Krisenpunkt angelangt, wo diese beiden Möglichkeiten unserer Volksexistenz einander1 gegenüberstehen und von jedem Einzelnen eine fints V h e i d u u g verlangen? Wo steht in diesem'Kampf die zionistische Bewegung? Hat sie überhaupt einen Standort, oder ist dies ein Dilemma ganf neuer Art, das auch das jüdische Volk neu erschüttern und neu gliedern witd, unabhängig von t\u teibuuuugen, die tür das anbrechende Zeitalter gar keine Geltung und keinen Sinn mehr haben? Viele Delegierte haben den gescheiten Ijeschichisphilosopliischen Ausfehrungen vielleicht nur nebenher gelauscht, als einer lüertmsehen Zutat zu den eigentlichen politischen und organisatorischen Fragen, über die der Kongress Resolutionen beschließen wird. Vielleicht ober wird sich erweisen, dass diese Nebenfragen die eigentlichen sind, die bald in aller Scharfe vor uns stehen werden. Tragweite. Kommt nun <kr <U ul-ehe Angnff auf Polen, kommt <kr Weltkrieg? Sicherlich empfinden alle, da-*, auch Palastinas Schicksal anderswo entschieden werden wm! a;;- auf db ^an Kongress. Denno« Ii getit die Routine weder. Die Kommissionen beraten Ober Formeln. Budgets und Paragraphen. In der Politik stehen einander 2 Systeme gegenüber: ein (?.. B. von Ben Gurion vertretenes) System der Fortführung von Aufbau und {Immigration unter allen EmsJanden. auch bei Gefahr eines g< waU amen Zusammensfossc-s, von dem sich die Anhi'mgcr dieser Richtung eine W irkung bei der „ englischen öffentlichen Meinung" versprechen; und auf der anderen Seite die Richtung eine Wirkung bei der ..englischen öffentlichen zu verstärken und im übrigen eine Wendung der politischen Konjunktur abzuwarten befürwortet. Weizrnann, der sm h auf dem Kongress sehr zurückhält, neigt zu der zweiten Auffassung. Im ganzen entbehrt aber der Kongress einer energischen politischen Führung, die ihm ihr Programm zu suggerieren gewillt wftre. Die Kncrgie konzentriert nhU auf die Formulierung der Resolution, mit der (bis Weissbuch verworfen werden wird. \tithroch, W. August.* Man ist jetzt entschlossen. ,jeu. Kongress .noch «lies« Woetie r,u «chlipusen, wahrscheinlich Fn-itau. Sensationen wird er nicht mehr bringen. Die Tendenz der Beschlüsse und Resolutionen stellt fest, die Bildung der neuen Exekutive ist zwar noch Gegenstand von Verhandlungen, abei nur in Nebenpunkten, die nur einen beschrankten Kreis interessieren. Wcizmann bleibt Präsident, ebenso bleiben Ren Gurion, Schertok, Kaplan, Brodetky; ob ein oder zwei Vertreter des Misrachi drin rein werden, ob die Gruppe R einen Vertreter ensendet, all dies ist von zweitrangigem Interesse. Die Londoner Exekutive soll etwa* verstärkt werden. Ob man sich über die Kandidaten schnell einigen wird, Ist noch unsicher, 'manche empfehlen sogar, die F.vekutivetiildimg dem Präsidenten zu überlassen. Alle verstehen, dass jetzt keine Zeit zur Fortsetzung des parlamentarischen Spiels ist. ~~ Abends, auf der Reise von Genf nach Paris, sieht man auf den Stationen französische Militärzüge. Alle Zeitungen sind ausverkauft. Aber das' ' Publikum ist ruhig und entschlossen. Jeder geht seiner, gewohnten Beschäftigung nach. In diesen Tagen entscheidet sich das Schicksal unseres Zeitalters. Die Kommissionen Ai» 22. August traten die. Konunfsskinen des Kongresseszi Ihrer Arbelt zusammen. Die politische Kommission wühlte zu Ihrem Vorsitzenden big. S. Kaplansky, zu stellvertretenden Vorsitzenden die Herren Kleiabaum und Bublik. Vorsitzender der Alijah-KemmüMion ist Del. Reis, seine Stelivertretcr sind die Delegierten Wahrhaftig und Zieglsr. Die Finant* und Budget-Kommission hat zum Vorsitzenden Del. Farbstein, zum Stellvertreter Del. Israel Goldstein. Vorsitzender der Organisaitons-Kommiulon ist Raw Jizch&k Miller, stellvertretende Vorsitzende sind Dr. M. .JfUMbistia». Del. M. Dabrin und Ibuv N. Z. Gbin. Hie Kolonisations-Kommission hat zu Vorsitzenden die Del. Zuchowitiky und Scttkolnyk gewählt. In der Arbeits Komissfon führt deq Vorsitz: Dr. Ebner, stelivertretender Vorsitzender ist Del. Mereminsky. Die Komission lür Handel und Industrie tagt unter dem Vorsitz von Ibnv Kowalsky. Vizevorsitzende sind: die Det. Knut Leibe! und Herr Ritow. DIE DELEGATION AUS BEUTSCULAND Delegation aus Deutschland* die dem Kongress beiwohnte,- Dienstag. 2. August. Altes ist erschüttert von der Sensation des Tages, der N'ochrteht über den timt$eh*ru$si$chen Pakt Man diskutiert — so wie alle Mensehen auf dein Erdenrund zur gleichen Stunde tun — über die inagliche Bedeutung und Die benttind aus 26 Delegierten. Sie haben sich als Arbeit^emeln« hilft konstituiert und xu ihrem X'orsitzfndcn t>r. F. lacobi, den »Her des Berliner PftlSslina-Amtes. gewählt, zu Vizepresidenten o Dei< gierten Zi«mels und Josef Burg. Palästina vor dem Völkerbund Bei der tun 8. September in Gent zusamrnentretenden Sitzung de* VOtkerbundiTCitos wird der Bericht der Manifutskonunisston Ober ilaa 1 'aKlstina-Weissbueti zur .K;ntü5ch*ktung vorliegen. Es verlautet, dass Kotonialmini^ter Macdonald der! enßh.wAen Standpunkt \ ci tio!cn wi'nl. Von zionistischer'Seite ist man bemüht, die übrigen Mitglieder des Vutkerbun<lsrutes über den iftdisclien Standpunkt m informieren, insbt«ondere da die Mütidatskonimission in ihrer Mettrheit iius^«üsproclien hat, dass das \Veisstmeh nkht mit dam Mandat vereinbar Ist. Auels die cngUsehe Presse but die italtuntf der englischen Begierun^ nur 'seht bedingt unterstützt. So schrieb z. B. die „Times", dass die von der englischen negierung als Antwort auf den Bericht der Mandatsknmndsston" abgegebene Erklürnnjt» keineswegs überzi'Ugt'nd ist. Ob freilich ttie Sitzung des V«.»!kerUindnitts und die für den September einberufene VolkcrbundA'oilVersammlung programmmassiir ablaufen werden, billigt wohl von der politischen Ent- «icktnnjj der nächsten Tage ab, KLEINE NACHRICHTEN!>as Verbot für Judtm m Italien industrielle L'ntemettmungen mit mehr als 100 An^estelttcn tu!eit#n «ler m verwalten, ist in oer Weise tuoditixiert worden, das?s für die L?eljerieitung de» t'nterneliens an „Arier" eine Frist von C Monaten eirigerSumt wird. Inzwischen kontrollieren Kommissare die Gesch&ttsUlhrung. uu fUtitnen einer etudrucki>voUen Zeremonw ül»ergab der frü* her« s2nütor lUpnael Sjttresaowski dem Oi:<erslen Jurasz als dem Vertreter der polnischen Arme« ein Luftabwehrpesehütz., drei Tnnkabwetärgesctsölüe, drei Maschinencewehre und einen Tank, welche der \'et t>aiid der |ö'disch«n Kauikut« in Warschauder polntsehen Arm«* nun Ce^etienk gemacht tiatie Der Zeremonie wohnten tiotu? Hefierun^stunktionare und Vertreter der Armee bei. In Tanger kam dieser Tage «ine Gruppe von 33 jüdischen nüvnüüigen aus tl«|!ieii an. Unter den ITöchtiinger. befinden sieh eine ^jährige Frau und ihr <i3jfihriger Sohn,. Die Regierung der der Internationalen Zone von Tanger hat sechs jüdischen F 1 fl c h t H n s s § r z t e n die Erlaubnis zur Ausübung der Aer/tepraxis erteilt Laut Meldungen aus japanischer QueHe soll in ku:Yt:n in Schanghai im Bezirk der Pingiiang-S'trasse ujh| der Ward-Stms«« eine .Jüditche Stadt' errichtet werden. Da« Zentrum der m> «?• rictuenden , jStadt" soll der Wayside-Fark bilden.

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