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Jüdische Weltrundschau · 1939-03-10 · 1 (10.3.1939) · page 1

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
1 (10.3.1939)
Date
1939-03-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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PAMSKH AI S1.AHE JÜDISCHE SteMMon. V*rl*t nt g'xp2A\t\'öV"n1 AuM<jj«n-V*fwa!t«n«: J»t*t*\*m r O 1». »n 0*»^li4ft»»t»ll« fttr Barop» (nur . « n n * vi » m t * * n n » S m * fffr K » r o p » n*>! du «-<-oU»xnl. P*rli if..^hüÜ»»ti>IU für TV!-A*i': S. MEVT«r«--T Str. T^lmfi 310'.' — W«4ftk»t»nM«tifM«: J«|»n Moni»» r. Cbr imrhhv Kiir n.iv#rUn±t<. MunnuMvt* w«H Win» 0«r»nl1f ii^rnomwKh, T^rfcr f:in«*-n<< ^< ^^f An fr»** I»« S»i ln«*rn»tio- CN!#r Antwort«(h«ln tu-l^fn*™. ~n^?.rtf!-r, f. 4. S*4»fcH«n w«r«!«t nicht iflf|n„.),, ,,,,,rn «on'l»rf» »« «tl» R*.l«*Oor>. .r< nj^l'fi. IV«»»; f.Mu *rt»*f«. JfiRlKILRM u*m "nm FR KITA f., 10. MÄRZ 1930 GöC. Geschludenio I ArnuLordam I " lAlfrlMMNO! / tfr. 1. f?!n**!fiutnm*r «fc* -'S hfl. 0.20 RUNDSCHAU lr*ch«li<« *tnre»l »ikh#ntl<ili An**t£«n*nnftfcm« für Ml* I.äml.-i mi«i^hli-«ill<*h J«r««ftJ«M f .Q.B. <5U Für P*U*Un» *.|*«^r<!-m T«! A»f». 5. MJk**U l«r«*1 M«r An**li;.•>•.!-»(» i>*. I.ufttwxt »rVi-ii.!»!• Ant»S««-?t .•».§»,. «rNItt (n .! f*j»»lMn. J,. 1.» f,„ Mp«tt>-nhüH« av» -t in,-i> ttnttHpralt 1 iiu-h «?n. «I» » ■ H|i*Mi». MMn^L-r«"»*» l* Klf.»Mh^t.n It. m^f«f<«»-r*rff H..n4.-;i»iif Cir r*wlli«iianMtf«i u«4 A4f«Mtn<MHt«ll*iit*ft »- AnMiftw- -9eklM«: AfwH.i« nit.'hm. .'. fi»r <lrtfl*^ntl<» FtNtfttftnMfMifftn Mt«n«taf I! r?»f («rm. »i'»-(ry*i«r.M«« v^r«! 1,1*1. ii» t«f»<-r.<>t 'l(Mi»j, An Iinsere Leser " ' >':^>>-.v ■ ' ■-■ ' Dier^ücliMhe Weit-Rundschau" tritt auf den Plan^ in einer Zeit der präzcdeir/Joscn Krise der Judenheit, besonders des deutschspreehenden Teiles des jüdischen Volkes, einer Krise, die man in dieser Form und Zuspitzung selbst während der letzten fünf Jahre noch für unmöglich gehalten hat. Sie will zu den deutsehsprechenden Juden in der ganzen Welt reden, die heute kein verbindendes Organ mehr haben, in einer Zeit, wo sie eines inneren und äusseren Rückhaltes und einer umfassenden Information mehr bedürfen als je zuvor. Die „jüdische Welt-Rundschau" will zu ihnen sprechen, aber auch für sie sprechen, Sie wird die Interessen dieser Hunderttausende entrechteter Menschen und ihren Anspruch auf den Wiederaufbau eines menschenwürdigen Daseins vorder Welt vertreten. Die jüdisch** Presse in Deutschland ift zusammengebrochen. Sie hat fa>t sechs Jahre lang unter noch nie dagewesenen Bedingungen verbucht, den Juden in Deutschland Kraft und Halt zu gehen und eine Orientierung in dem wirbelnden Geschehen zu ermöglichen. Sie hat ihnen in ihrer Preisgegebenheit und Ratlosigkeit das Bewusstsein der inneren Verankerung im Judentum, der Solidantat des jüdischen Volkes und niehj zulet/t einer grossen, auch ihrrr harrenden jflctiitctan Zukimflsaufgabe gegeben. Diese deutschen Juden, einst im Gefühl Huer materiellen und geistigen Sicherheit dahinlebend, haben surfenwe^e einen Prwc« der .Entrechtung, der seelischen Zermürbung und physischen Gefährdung sowie schließlich der völligen materiellen Knieignung und sozialen Deklassier ung durchgemacht. Sie haben zu leiden gelernt, aber auch den großen moralischen Wert, den die Treue zum Judentum mit sich bringt. Die Welt steht ni<ht nur in einer politischen und sozialen Ktise ungekanuten Ausmaßes, sondern auch in einer geistigen, moralischen und religiösen Krise. lTnd das jüdische Volk, gegen das sieh der eiste HauptangrifT riehtef, i^t *»m Träger geistiger, moralischer und religiöser Ideen, für die es einsteht. Die „Jüdische Welt-Rundschau4* will ein Sprachrohr des Judentums in diesem grossen, immer mehr um sieh greifenden Kampfe sein. Die , Jüdische elt-Kuwlschau" will die grosse und ekrenvtlle Tradition, die in deutscher Sprachtjüdische Zi-itumien v\ie die „Weif" und die ,Jüdi-rhe Rundschau** gtschaffen haben, wieder aufnehmen. Lei*>pruch i»t uns da> \\ (»rt, das Theodor Herzl vor mehr als \ ierzig Jahren an die Spitze der „Weh" gesetzt hat : .,I.n»eie Wochenschrift i*t ein Judvtihlatt. \\ u nehmen dies«»- VC"*»it, daein Schimpf sein soll, und wollen daraas ein 1/ ort der Ehre machen4*. Nachdem das jiidiM-he Zentrum in Deutschland \er~t unden i«t und von dort au* keine jüdische /'eiiting die \ei bindende Fankiion /S'.jmIi».'» (h*n deut-h>pje< ht-nden Juden wieder aufnahmen kann, nimmt <lie „Jiniische WehdlumLschau" di*'»e Aufgabe auf «ich. Weicher Ponkt der Weh konm<1 iüi eine '»olehe \uigabe «ie< Ausgangspunkt sein? W'ii woil-n nicht ein Judentum \eitjeteji, das aus ,fKrni* giaiiien*4 ijesteiit, sondern Juden, die wi-^en, uo ihr Zentrum \u-^{. Die „JuiÜmIm Welt-Kundsehau" «eht um Palästina uns. S«-ho»; dies i>t ein Svmhul. Das l,and des jüdischen Nationalheiuis U\ der natürliche und gegebene Ort, von wo au* heute der Ruf zur Einheit ausgehen kann. Pidästina und Diaspora sind zwei Tahwhen des jüdi.M-hen Lebens tuwivi Zeit. Die „fodiM-he \\ eh-Rim<i.~< hau4' wird über Wide» IrTni'ten, ubej Palästina und id>er du* 1 ändei dn /ei -tf-uung. Benonders liegt uns a n Her/en das >ehik-al der ausgewaiuler|r*n deutRchen Juden üUrall in der Weh. Die .Judith* W eb.Hi,*..i-ehau" wird be-tteii! -ein, ein gewisacnhafte» Bild der Lage und det Wandlungen zu «el»en, abei auch für alle konstruktiven und piuduktiten Verliehe der Wiederaufliehtung und der Linderung der Judennot eintreten. Jedes Werk jüdischer Aufbauarbeit erfordert \or allem den Min-at/ und die l'ntn» hlo<seuheil dei Juden selbst. Di«*M* Kräfte tler Selbsibflijtiptung wollen wir wr< ken In lfm. „Jüdimhr Wen 'Rundschau*4 will den Juden das Cvfühl de* Zu^nnmcnharuit g;*beri und ihnen ihre Sorgen tragen helfen. Sie sollen die jüdische Lahne nicht sinken lassen. Die „Jüdische Welt-Rundschau" spricht in erster Linie zu den Juden selbst, nlH'r sie weadel skfc auch an die nkkl|üdisdbe Well. Sie will dazu beitragen, der Welt ein Bild des neuen )üdiuhen Men&rhtn unserer Zeit zu geben, des geipiältm und geheuten, af>er auch de* in \rheit und Kampf gewählten, inmitten eines turbulenten S<hi<ksals seinn M* n-i herrwürde b«'wuhslen Juden. Sh« tritt ein für Krez Isiael. sie fordeit die Hilfe <ler zivilb sierten Völker bei der neuen Kinordnung der Juden in der Weh und bei der Heilung der Wunden der Katastrophe der letzten Jahre. Schließlich empfinden wir noch eine andere \ufgabe, die bis in das private Leben hineinreicht. In der neuen Zerstreuung, die mit solcher Vehemenz über uns hereinbrach und uns in alle Winkel der W elt trieb, ueiss einer vorn andern nicht. Viele Verbindungen wurden zerstört. Die „J.W. R." will eis fssirtoneni der Verbindan* der Getreantes sein* In un*erci Zeitung werden unsere Le^er himiheitiuiehrlt htm. hr-tondri* \oi? ausgewanderten Jm\cr\, finden. Di«*-e sjn,j deute rnehi *U nur private Nu/eigen, sie geben ein Hihi det Wanderungen und wm-n WuhiHit/e Wir wfi|len .onh helfen, N'arhiiehteu über einzelne Menn hen und idre^en zu heu-haf/en. Die« wird uns dadurch erleifhfeil, d<i^s wir /u Juden in M) Landern dei \V< h -*ptedier und mit ihnen ifi Verbindung stehen. Schon vor Beginn des Lrscheinens haben wii .so viele Zn-ihnfteri und. /ushnimungeikläiuiigen aualler Well ei halten, da-s wir darantle« Mut sehöpfen, an <las seht. i»*i j'."» I uteiitehm<*ri heranzugehen, W i* apj>elbeien an alle! e»er und rreunde, ur.s dabei /u helfen. Bei einem \e^u, h vsie dem ue.se/eu situi audi dutechnischen Dinge v iehtig. Wir haben mit gio ^i-hwieiigkeiien zu kämpfen : der (*e4>graphie. \\ i| weiden bejttndii sein, die ^ctineiisten Po.stvseue f>ir die Zuwendung unserer Zeitung aud'mdig zu muhen. Die ist dadurch möglich get>ordert, da»n wir eine etiropäi.sehe Stelle srhafjcn, die dain Pahi-fitia abgest-h|0,^,„. |]Jait ^-hon drei 7'age spater in den wichtigsten europäischen Ländern in die Hand der Lewr bringt. Wir fordern alle deuUchde*enden fin!en auf, sich um die „Jüdische Welt- Rujidsthau" zu *haiej». Wir braudien die Hilfe und das Uii^e foleresse aller. wenn wir unsere Aufgabe erfüllen sollen. Redaktion und Ve>rfog der „JÜDISCHEN WELT-RUNDSCHAU" iQfodf&Jtikdil!0' CK°im Weizmonn 7 Brief an den Herausgeber — Martin Buber / Das Ende der deutsch jüdischen Symbiose — Dramatische Zuspitzung in London (Uftartikel) — Berichte aus Holland, Ungarn, Südafrika u. a. — Palästina 1939 — Der 12. März in Itaben — Auswanderun^shagen— Judenfragen-Nummer einer deutschen Zeitung — Sport: Sind wir olympiareif? — Such - Rubrik „Wer ist wo!" u, s. w.

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