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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1863-01-01 · 2 (1863) · p. Seite 156

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
2 (1863)
Issue
2 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 156 (sequence 76)
Language
German
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156 Journal-Revue. wir ähnliche massenhaft im Pentateuch finden. Trotzdem wird nach wie vor der ״El eljon" als ״alterthümliche Bezeichnung" festgehalten, während er gerade charakteristisch ist für die jüngere Zeit (vgl. Urschrift S. 33 f. 75. 85. 213 «.)*). — In derselben Recension heißt es (S. 17): ״In der Erklärung von Gen. 6, 3 freuten wir uns der richtigen Beziehung des Plural in כשגם auf die Gottessöhne zu begegnen, für den Fall nämlich, daß die Aussprache der ״Masorethen" richtig befunden wird. Böhmer selbst glaubt sie aufgeben und — wie die Meisten — ein Partikelconglomerat annehmen zu müssen." Allein daß die Maßorethen an diesem Kamez durchaus unschuldig und nur spätere Drucke dafür verantwortlich sind, habe ich bereits in dieser Ztschr. Bd. I S. 181 Anm. bemerkt. Die dort angezogene Glosse Heidenheim's zu 'En Ha-Kore des Jekuthiel b. Jehudah Nakdan, der am Ende des 12. Jahrh. lebte und vom Kamez Nichts weiß, lautet: PI גם במקרא כ״י ישן הגימל בפתה בדפוס סונצינו של שנת ר״מה ואחרים קדמונים בפתה וכדין ולא ״ ראיתי לאהד מן הקדמונים שהזכיר הקמץ בהריאauch in einer alten Mspt.-Bibel sich füge hinzu: auch in meinem Mspt. von 1488—9], sowie in der Ausgabe Soncino 1488 und anderen alten Ausgaben hat das Gimel mit Recht Pathach, auch wüßte ich keinen alten Schriftsteller, der des Kamez ausdrücklich Erwähnung thäte." Es ist also einfach ein Fehler späterer Ausgaben, der durch Zusammenfließen des Accents Tipcha mit dem Pathach entstanden sein mag. — Diese seltsame Pnnctation aber bringt uns von Tag zu Tag neue Hypothesen, wie wir sie z. B. neuerdings von Schrader (Studien zur Kritik und Erklärung der bibl. Urgeschichte, Gen. Cap. 1—11) erhalten. Die Kenntnißnahme von dem, was ich über die 120 Jahre und den Vers 6, 3 Bd. I S. 478 ff. gesagt habe, würde ihn der Aufstellung solch seltsamer Hypothesen überhoben haben. Wie es überhaupt mit dem gegenwärtigen Stande unserer Bibel- *) Welche große Verwirrung die Annahme von der Alterthümlichkeit dieser Verse für die ganze Geschichte erzeugt, beweist neuerdings auch die Behauptung, die Ludolf Krehl in seiner Abhandlung ״über die Religion der vorislamischen Araber" (S. 5) darauf stützt, daß ״in früher Zeit der absolute Monotheismus in Arabien, und wenn auch nur in einem kleinen Theile der Bevölkerung geherrscht haben müsse"!

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