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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1938-01-01 · Heft 2 · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
5 (1938)
Issue
Heft 2
Date
1938-01-01
Page
Seite 85 (sequence 37)
Language
German
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IRI
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Nikolsburger Studien. Von Dr. L. Moses, Wien. In seiner „Geschichte der Juden in Nikolsburg" (Hugo Gold: Die Juden u. Juden gemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart, Brünn 1929) hat Bruno Mauriz Trapp einen ausgezeichneten Überblick über die Entwicklung dieser bedeutendsten und grössten Judengemeinde im alten Mähren gegeben. Seine Arbeit ist umso höher zu werten, als sie zum erstenmale die Bestände des Nikolsburger Schlossarchivs verwertet; gerade ihre Genauigkeit und Objektivität lässt aber den Wunsch aufkommen, auch das Material anderer Archive heranzuziehen, um so zu einem umfassen deren Bilde zu gelangen. Trapp hat ausser einem aus dem 17. Jhdt. stammenden ein aus dem Jahre 1754 stammendes Verzeichnis der „Nikolsburger behausten Judenschaft" veröffentlicht, das in 107 Nummern 487 Namen enthält und an sich schon einen guten Überblick über die um die Jahrhundertmitte in Nikolsburg ansässigen Judenfamilien gewährt. Die im Brünner Landesarchiv verwahrten Judenakten des ehemaligen mährischen Landesguberniums enthalten aber viele Faszikel mit Heiratsakten, die nicht nur für die Familienforschung von grösstem Interesse sind, da sie die vor dem Jahre 1784 fehlenden jüdischen Matriken wenigstens teilweise ersetzen. In diesen Heiratsakten finden sich nämlich auch noch viele Angaben über wirtschaftliche Verhältnisse und hie und da verstreut — gleich wie in den vielen anderen Faszikeln mit Kontributionsakten — Konsignationen über einzelne Judengemeinden, die in Gemeinde- oder Schlossarchiven nicht zu finden sind. Aus diesen Konsignationen lassen sich genaue Daten über Kopfzahl, Beruf, Vermögensstand und Steuerleistung der Mitglieder aller mährischen Gemeinden und in vielen Fällen sogar Angaben über die ausserhalb der Gemeinden befindlichen Bestandjuden gewinnen. Die vorliegende Arbeit will nun unter steter Rücksichtnahme auf die von Trapp publizierten Listen eine im Brünner Landesarchiv unter der Signatur J 4/11 erliegende. „Konsignation über 85

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