Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 5 (1938)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2416673-2416692-2416693--1013-2417734- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
einem existenzial-philosophischen Ausblick. Der Mensch ist eiu Wesen der Mitte — sein Platz ist zwischen Beruhigung und Verzweiflung — sein Weg kann ebenso in den Himmel wie in die Hölle führen — enscheidend ist, ob er den Weg der schöpferischen Mitte findet. GEDANKE UND TAT. Aus den Schriften und Reden von Edvard B e nes. 3 Bände: I. Die Politik als Wissenschaft und Kunst. II. Vom Bau und Leben des Staates. III. Die Zusammenarbeit der Nationen. IV. J. Papousek, Ed. Benes — Sein Leben. Zusammen 4 Bände Kc 120—, RM 10—, in Leinen gebunden Kc 160—, RM 13—. ORBIS Verlag, A. G., Prag XII. Der langjährige Aussenminister und heutige Präsident der Tschechoslowakischen Republik Dr. Edvard Bene§ ist einer der „Wenigen, die den Sinn haben und zugleich zur Tat fähig sind", von denen Goethe im Wilhelm Meister spricht. Gedanke und Tat durchdringen sich in seinem Leben und Schaffen in selten vollkommener Weise. Die vorliegende Anthologie aus seinen Schriften und Reden gibt einen umfassenden Einblick in seine Ideenwelt. Eine willkommene Ergänzung ist die Biographie von Jaroslav Papousek, die aus genauer Kenntnis des Materials die Laufbahn Dr. Beness und seine Tätigkeit schildert und zeigt, wie und mit welchem Erfolg er seine Konzeptionen in deiv Praxis zu verwirklichen bemüht gewesen ist. DR. FRANZ KRAUSE: WEG UND WELT DES GOETHE AN I- STEN JOHANNES EVANGELISTA PURKYNfi mit Porträt Purkynes. Broschiert Fr. 5-50. Rudolf Geering, Verlag in Basel. In dem Augenblick, da sich die Welt eines ihrer größten Naturforscher anläßlich seines 15. Geburtstages erinnert, erscheint, aus zerstreuten, schwer zugänglichen Quellen herausgearbeitet, ein Buch, das zum erstenmal den Versuch macht, das Zentrale dieser Persönlichkeit, des tschechischen Purkyne, ins Auge zu fassen. Dem Verfasser kommt es in dieser Arbeit auf den inneren Entwicklungsweg des ehemaligen Piaristen an, der in geradem Aufstieg über Fichte und Novalis zu Goethe hinführt. Der Darsteilung seines Erkenntnisweges folgen Kapitel über sein Weltbild: die Entwicklung des Organischen bis zum Menschen. Dann ein solches über seine Vorstellungen über Volks-Zeit- Planetengeister usw. und ein weiteres, das seine sozialen Anschauungen wiedergibt. Zuletzt wird im einzelnen gezeigt wie Purkyne in die im 19. Jahrhundert so wenig zur Geltung gekommene und schließlich verdrängte Entwicklungsströmung des Goetheanismus gehört, die in der von Rudolf Steiner begründeten Anthroposophie ihre planmässige Weiterbildung erfahren hat. 47