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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
4 (1934)
Issue
Heft 1
Date
1934-01-01
Page
Seite 46 (sequence 47)
Language
German
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Böhmen stammte und zum Familienkreise des in Wien zu Ehren gekommenen jüdischen Dichters Ludwig August Frankl gehörte. Eine ihrer Töchter war an den gottesfürchtigen Chaim Alt verheiratet, dessen Familie auf dem Friedhofe zahlreich vertreten ist. Der Sohn dieses Chaim Alt schlug die militärische Laufbahn ein und starb (getauft) als Oberst im Generalstab in Wien etwa vor 27 Jahren. Zwei weitere Töchter Samuel und Rebekka Loebels, Antonie und Sali, waren an Salomon Donnebaum (1834— 1917) bezw. Markus Spieler (1820—94) verheiratet. Ersterer stammte aus Pohrlitz in Mähren und kam als Finanzwache-Beamter von Wischau aus auf Brauerei- Inspektion in das nahe Eiwanowitz („---als der Grossvater kam und die Grossmutter nahm!41). Antonie Loebls Grabstein meldet den 25. April 1880 als Sterbetag. Neben Salomon Donnebaum befindet sich aber das Grab seiner zweiten Frau: Josefine geb. Langer (aus Kanitz in Mähren 1851—1917). In einiger Entfernung ist sein Sohn (aus erster Ehe), der Bäckermeister David Donnebaum (1870—1927) begraben, dem zur Zeit des Sejours im ehemals kgl. Schlosse zu Eiwanowitz der bayrische König Ludwig III. (t 1921) als jüdischem Bäcker unter den übrigen im Orte den Vorzug gab, das Gebäck für die Hoftafel zu liefern ... Wir finden dann noch mehrere Gräber der Familien Spieler, Ulimann, Ulmer, Milchspeiser (der Begründer der grossen Eiwanowitzer Malzfabriksfirma Milchspeiser & Katscher), Spitz, Nowatschek, Smetana, Tausk, Mayer, Hirsch, Alt, Herzl, Pol- 1 a k u. s. w. Besondere Aufmerksamkeit erheischt der Grabstein des berühmten Eiwanowitzer Bezirksrabbinners Dr. Leopold E i s 1 e r, der als Orientalist und Schriftsteller bedeutenden Ruf genoss. — Unter den heute unentzifferbaren, verwitterten Grabsteinen müssen sich auch noch die Gräber der Vorfahren des bekannten Heineforschers Dr. Gustav Earpeles und das Grab des Grossvaters 46

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