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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 44

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
4 (1934)
Issue
Heft 1
Date
1934-01-01
Page
Seite 44 (sequence 45)
Language
German
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IRI
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Der Judenfriedhof zu Eiwanowitz in der Hanna. Von Tobias Ben Juda. Die einstige „Markgrafschaft Mähren" ist überreich an jüdischen Kultdenkmälern. Unter den Siedlungsstätten der Israeliten auf dem Gebiete der heutigen tschechoslowakischen Republik besitzt Eiwanowitz in der Hanna (Ivanovice), oder wie es im Jargon der mährischen Judenheit genannt wird: „Eibenitz", eine besonders interessante Geschichte. Wie aus dem erst kürzlich erschienenen Werke: „Pameti mesta Ivanovice na Hane" hervorgeht, ist schon zu Anfang des 13. Jahrhunderts in diesem Orte eine jüdische Siedlung nachweisbar. Uralt sind die heute nur mehr an den hohen Feiertagen benützte Synagoge und der an der Strasse nach Kojetein gelegene jüdische Friedhof. Diesem wollen wir im nachstehenden ein wenig Beachtung schenken. Viele Grabsteine sind im Laufe der Jahrhunderte versunken; die Aufschriften sind auch an jüngeren Steinen verwittert, unleserlich geworden, weil die Steinmetzkunst früherer Zeiten noch nicht mit jenen gewissen „Schutzvorrichtungen" vertraut war, wie sie heute in diesen Belangen gang und gäbe sind. Der eigentliche Granitstein bildet heute entweder das vorspringende „Gehäuse" einer Marmortafel, die die Inschrift enthält oder aber wird in entsprechend wetterfesten Grabsteinen derart eingemeisselt, dass auch nach Jahrzehnten eine einfache Auffrischung der Inschrift den ursprünglichen Text wahrnehmen lässt. Der Eiwanowitzer Israel. Friedhof (und wohl auch mancher andere!) weist aber viele kleine Sand- oder „Marmeln-Steine auf, deren Schrift wie abgelöst, abgeblättert erscheint, als wäre sie seinerzeit nicht eingraviert, sondern--angeklebt worden ... Trotz dieser Mängel ist es uns aber möglich, auf 44

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