Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 2 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 129 (sequence 65)
- Language
- German
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Grabstein gerühmt wird, daß er „in Mechilta, Sifra, Sifre bewandert war".16 2. Der Märtyrer R. Issachar Ber Horowitz, Schulleiter in Prag. Er approbierte im Jahre 1684 das Werk „Tana de-bei Eliahu" (Prag 1687). Aggadisches ist von ihm im Midrasch Kommentar „Jeei Mosche" von R. Jakob Moses Heiin, Ende des Wochenabschnittes Pinchas, gedruckt. R. Issachar Ber Horowitz hatte zwei Töchter. 1. Nechama, die Gattin des R. Juda Leib Katz, Rabbinatssekretärs in Prag. Sie starben beide im Monat Tischri des Jahres 474 (1713) in Prag.17. 2. Bella, auch Bella Chasan genannt, weil ihr Gatte Josef ben Chaim Chasan (Cantor) in Wien war.is Bei der Vertreibung der Juden aus Wien im Jahre 1670 übersiedelten sie nach Prag, wo Josef im Monat Tischri des Jahres 477 (1716) starb. — Bella war schriftstellerisch tätig, sie edierte im Jahre 1705 die von Dawid ben Josef Teplitz angefertigte jüdisch-deutsche Übersetzung des Buches „Maase Malchuth bet-Dawid bi-Jemei Malchuth Paras" von Isaak Akrisch, unter dem Titel „Maase Bet Dawid" nebst einer „Maase von Isaak ben Elieser, und eine neue Techina". Ferner verfaßte sie „Techinoth, was man sagen soll, von Rosch Chodesch Elul bis Jörn Kippur" (Prag 1705). Gemeinsam mit Rachel Raudnitz (Tochter des Natan Raudnitz und Gattin des Leib Porges) verfaßte sie eine legendäre Erzählung über die Frühgeschichte der Juden in Prag, unter dem Titel „Ein schöne Maase, so ist geschehen, ehe noch Juden zu Prag gewohnt". Sfasny, der zweite Sohn des Zalman Horowitz, finden wir unter den Vergleiteten vom Jahre 1544, deren Aufenthalt König Ferdinand um noch ein Jahr erneuerte. Mit diesem Geleitbrief, datiert: Wien den 20. Januar 1544, wurde die Zahl der bewilligten Familien auf 30 erweitert. Der Name des Sfastny Horowitz „Sfastnemu Horovskemu" genannt, findet sich darin an vorletzter Stelle.19 Im Jahre 1546 war Sfastny Horowitz bereits verstorben, denn unter den Vergleiteten desselben Jahres finden wir „Natan und Ezechiel, als Waisenkinder nach dem Tode des Sfastny Horowitz, verzeichnet.20 — Bezüglich der obgenannten Söhne des Sfastny Horowitz, sind wir nur auf Vermutungen angewiesen. Meines Erachtens ist Natan, der älteste Sohn des Sfastny Horowitz, mit Natan Sgl. Horowitz zu identifizieren, dessen Sohn Ascher Horowitz Gemeinde- 129