Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 4-5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 1)
- Language
- German
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&. Schuhmacher: Karte des Ostjordanlandes. Im Kommissionsverlage von Rudolf H arupt in Leipzig beginnt dieses grosse Kartenwerk zu erscheinen, auf das die Geographen schon gewartet haben. Seit 25 Jahren hat G. Schuhmacher das Ostjordanland bereist und im Auftrage des Deutschen Palästina-Vereins aufgenommen. Das Ergebnis dieser mühevollen, grossen Arbeit sind 12 Blatt Karten, die das gesamte nördliche Ostjordanland umfassen. Die Westgrenze der Aufnahme bildet das tiefe Jordantal, von dessen Quellen bis etwa 37 km oberhalb der Mündung in das Tote Meer. Die Südgrenze liegt ungefähr auf dem 32° N.B. Im Osten reicht die Aufnahme bis zum Djebel Haarän. * * * Beiträge zur Kenntnis des Orients, herausgegeben von Dr. H. Gro the (München-Deisenhofen). Publikation der Münchener Orientalischen Gesellschaft. 7. Band. Inhalt: Dr. Roth: Byzanz und seine Handelsverbindungen mit dem Okzident und Orient. — Prof. W i e demann: Naturschilderungen bei al Hamdäni. — Prof. Dr. Jacob: Ein neuer Text über Jezidis. — Dr. Nöldecke: Erlebnisse eines türkischen Deserteurs. — Dr. Graf von M ül ine n: Jugendspiele der Karmelbevölkerung. — G. Jacob: Die Erwähnungen des Schattentheaters und der Zauberlaterne. — Dr. Süssheim: Aus anatolischen Bibliotheken. — Riv. D. Dr. Wirth: Formosa. — Dr.G r o th e: Bemerkungen zur hettitischen Kunst. — Literatur - Rundschau. — Vorträge der M. Ol G. Den Artikel des . Grafen Dr. von Mülinen bringen wir teilweise an anderer Stelle. Interessant sind einige Stellen aus dem Nöldeckeschen Aufsatz besonders für unsere Leser. Ein Deserteur der türkischen Armee, der an der Mekkabahn mitarbeiten hatte müssen, kommt nach Jahöd Chäber, deren Einwohner er obzwar Beduinen für Juden hielt. Zu Muhammeds Zeiten bildete die dortige Bevölkerung — gleichfalls Nomaden — ein jüdischer Beduinenstamm. Heute aber dürfte ihre Zugehörigkeit zum Muhammedanismus ausser Zweifel stehen. In der Stadt Häil traf der Deserteur einen reichen, wohltätigen Juden aus Bardäd, der aber Muslim geworden war. In Tschefil, dem sog. Grab des . Ezechiel, das von Juden, Christen und Muslimen gleich verehrt wird, sind von den Kauf leuten viele Juden. Auch „hockten viele Judenfamilien in den Nischen, die zum Heiligen gewallfahrt waren". — Die Literaturaufstellung, für die wir Herrn Dr. Grothe zu besonderem Dank verpflichtet sein müssen, ist eine recht vortreffliche. Von Neuerscheinungen, die hier besonders interessieren, seien u. a. angeführt : M ö r n e r: Inshallah, türkische Impressionen, Frankfurt a. M., Literarische Anstalt. - Ularundlnsabato: Der erlöschende Halbmond, türkische Enthüllungen, Frankfurt a. M., Rütten & Loening. — Heidborn: Manuel de droit public et administratif de l'empire Ottoman, Wien, C. W. Stern. — Kraelitz-Greifenhor st .-Die Verfassungsgesetze des Osmanischen Reiches, Leipzig, R. Haupt. — T ü r kischeBibliothek,9.Bd. G.Jacob: Der Derwisch-Orden, 10. Bd. Mehmer Tevfiq: Skizzen des türkischen Volkslebens. (Mayer & Müller, Berlin.) — Hagopian: Ottoman-Turkish conversation grammar (Meth. Gaspey-Otto- Saur), Heidelberg, J.Groos. —Frehse: Was muss man von orientalischen Teppichen wissen*? Koch-Krauss, Berlin. — Juynboll: Handbuch des islam. Gesetzes nach der Lehre der Schafischen Schule, Leipzig, 0. 104