Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 4-5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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kung der Machtmittel Frankreichs geplant sind, doch in der Tat einen derartigen Erfolg nahen. " Grothe geisselt weiter das Verhalten der Gesellschaft, die das Geld doch für humanitäre Bestrebungen bekommt. Es liegt nun an der Alliance den verdienten Forscher zu berichtigen. Die Judenpogrome in Russland, herausgeg. im Auftrage des zionist. Hilfsfonds von der Pogrom-Kommission. Jüd. Verlag Köln, 1910. Die Judenpogrome stehen in einem gewissen Zusammenhang mit der jüdischen Immigration in Palästina. Nur fanatische Nationalisten können dies Factum leugnen. Deshalb haben die Verfasser auch Recht getan, dass sie der Beziehungen gedachten, die zwischen der Palästinabewegung und j den Judenverfolgungen bestehen, in! Kürze streiften. Wir bringen an j anderer Stelle den Ausschnitt wieder, j Man kann schon an der Abhandlung I dieses Themas sehen, mit welcher Gründlichkeit die Verfasser zu Werke gingen. In unserer Zeit, wo die moderne jüdische Geschichtsschreibung so darniederliegt, ist das vorliegende Werk doppelt verdienstvoll. Es liefert einerseits einen wertvollen Beitrag zur Geschichte Judas, andererseits stellt es eine Glorifizierung der Leiden unseres Volkes dar, wie es kein Romanschriftsteller, kein Pamphletist besser gekonnt hätte. Die Geschichte der Judenpogrome in Russland muss auch den indifferentesten Juden des Ostens und Westens aufrütteln, muss ihn dazu bewegen, die Politik mitzumachen und die sozialen Bestrebungen zu unterstützen, die der schwergeprüften Judenheit in Russland eine liebevollere Zukunft sichert. Der Preis für die fast 1000 Seiten zählenden zwei Bände ist gering und beträgt 8 Mark. F. T. * * Zeitschrift des deutsch. Palästina- Vereins, Band 33, Heft 1. Archaeologisches aus dem Ostjordanlande von Dr. Thomsen. Der Verfasser fand einige interessante Altertümer bei 'ammän resp. "ain dschenne, darunter ein beachtenswertes grosses Mausoleum. — R. Funke beschreibt eine Grabanläge im Wadi en när mit Fragmenten einer Malerei. Prof. Buddi ficht die Übersetzung einer Inschrift des Grabaltars aus Dscherasch an. — Lic. Dr. Hölscher bietet Bemerkungen zur Topographie Palästinas und zwar über das Jordantal südlich von Bisan (mit einer Karte). Safon, wo Alexander Jannaeus mit seinem Heere gegen P tolemaeus La thurus vermutlich eine Schlacht liefern wollte, sei zwischen wadi 1-himar und wadi 1-arab zu suchen, also im nördlicheren Teil des Ghor. Sukkoth am Nordufer des nahr ez zerkä. — Ergänzungen zur Topographie des alten Palästina (bearbeitet von Dr. Thomsen) bringt Dr. S. Klein. Dr. Thomsen hat noch einige Nachträge zu Loea sancta I. Prof. D. Simonsen paraphrasiert die Stelle „Milch und Honig". Er führt noch einmal alle Gründe für seine Anschauung zu Felde und deutet sie „ein Land, dessen Früchte fett sind wie Milch und süss wie Honig". Nach Israel Lipschütz ist im Pentateuch Dattelhonig damit gemeint. — Die Anfrage von Prof. Köhler bringen wir an anderer Stelle im Wortlaut. — Ausserdem finden wir in dem Heft noch eingehende Bücherbesprechungen. 103