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Palästina · 1910-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 102

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 4-5
Article
[Nachricht]
Date
1910-01-01
Page
Seite 102 (sequence 2)
Language
German
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Die rumänische Landsmannschaft will gleichfalls selbstständig kolonisieren. Die v. Cohn-Oppenheim'sche Stiftung wird wahrscheinlich ebenfalls die Begründung einer Kolonie vollziehen. Sie steht diesbezüglich mit dem Palästina-Amt in Unterhandlung. Der Wiener Kolonisations-Verein ist wieder zur Tätigkeit übergegangen. Einige seiner Vorstände u. a. Tork-Steiner reisten nach Palästina ab, um sich über ihre Arbeiten besser orientieren zu können. Dr. Franz Oppenheimer ist nach Palästina zwecks Vorbereitung der genossenschaftlichen Siedelung abgereist. — Ein antiziönistfecher Palästina- Kolonisationsverein Moria ist in Hamburg gegründet worden. Wäre es nicht besser gewesen, den „Esra" zu reorganisieren als noch ein wenig lebensfrisches Unternehmen in die Welt zu setzen? Oder sollte der Antizionismus die Hauptsache sein? m m m Literatur mm m Rudolf Kittel, Studien zur hebräischen Archäologie und Religiönsgeschichte. Kittel eröffnet in würdiger Weise die von ihm begründeten und in der Form selbständiger, zwangloser Hefte erscheinenden „Beiträge zur Wissenschaft vom Alten Testament" durch seine „ Studien zur hebräischen Archäologie und Religiönsgeschichte." Letztere verdanken zumeist ihre Entstehung einer topographischen Forschungsreise, die der Herausgeber mit seiner Gemahlin Ostern 1907 nach Palästina unternahm. Kittel macht als erster den Versuch, die modernen Ausgrabungen in Palästina und was er durch eigene Beobachtungen gesammelt hat, für einige wichtige Kapitel der alttestamentlichen Wissenschaft in extenso zu . verwerten Die den Inhalt des Buches ausmachenden vier Aufsätze haben die Ueberschriften: I. Der heilige Fels .auf dem Moria und seine Altäre. II. Der primitive Feldaltar und seine Gottheit. HL Der Schlangenstein im Hidrontal bei Jerusalem. IV. Die Kesselwagen des Salomonischen Tempels. Zs. d. morgen!. Gesellsch. 1909. Dr. Hugo Orothe, Wanderungen in Persien. (AUg. Verein für deutsche Literatur, Berlin 1910). Der Name des Verfasser ist so sehr mit der Erforschung des Orients verknüpft, daß das Werk Verbreitung in dem Kreis seiner alten Freunde finden wird. Hier gilt es neue zu erwerben. Wen die Verfassung und das Wirken des Parlaments in Persien interessiert, wer das Land Zarathustras, Firdusi's und Ali s kennen lernen will, aber auch wem eine originelle Reisebeschreibung als Lektüre Genuß bietet," wird zum vorliegenden Werke greifen. — Die Juden hat Grothe eingehend behandelt. Für uns ist das Urteil des Forschers ,über die Alliance von Wichtigkeit (Seite 200): „DiesesWirken im französischen Sinne ist von der Allianze Israeüte, die ihre Leitung ja in Paris hat, stets bestritten worden. Mein Augenschein hat mich belehrt, daß die in diesen Schulen gepflogene Unterrichtssprache, wie die Staatsangehörigkeit der Lehrer, nicht minder das stete Eintreten der französischen Konsulate für diese Schöpfungen der Alliance Isra^lite, wenn sie von letzterer auch nicht zur Stär- 102

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