Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 4-5
- Article
- Eine Frage betreffs des Ausdrucks "Erez Israel"
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 1)
- Language
- German
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Prof. Dr. Ludwig Köhler (Äugst bei Zürich). Eine Frage betreffs des Ausdrucks „Erez Israel". Davis Trietsch, Palästinahandbuch L 1907, S. 5. Anm. 2 sagt von Maimonides und den jüdischen Geographen des Mittelalter seien alles Land und alle Inseln und Küsten des Meeres zwischen den Breitegraden des nördlichsten und südlichsten Punktes der Abraham verheißenen Grenzen „Erez Israel" genannt worden. Ebenso soll nach Trietsch „Erez Israel" eigentlich nicht Palästina, sondern das Land der Gefangenschaft, die den Judeu zugewiesenen Provinzen bedeutet haben, „so daß man von dem und jenem sagen konnte, er sei von Erez Israel nach Palästina gegangen" (ebenda S. 6). Es wäre von hohem Wert, zu erfahren, bis in welche Zeit zurück diese Anschauung und dieser Sprachgebrauch gehen; auch über die Belege für ihn möchten von berufener Seite einige Angaben gemacht werden. Dazu sei hiermit angeregt. Süsg Dr. Felix Theilhaber. Der 4. Geschäftsbericht des „Bezalel". Der Bezalel ist bekanntlich die jüdische Kunstschule in Jerusalem, die Professor Schatz unter namenlosen Schwierigkeiten begründet hat. Ueber die Bedeutung der Schule haben wir im Jahrgang 1907 eingehend geschrieben. An anderer Stelle wird der rechnerische Ausweis publiziert. In der hier äusserst gekürzten Form zeigt er auf einen Blick die Entwicklung der Schule. Man muß bei den Ausgaben für die einzelnen Ateliers bedenken, daß einige derselben noch ganz neu eingerichtet sind, andere hinwiederum doch noch vieler notwendiger Utensilien bedurften, die die Ausgabenlast anwachsen ließ, Ausgaben, die aber in einiger Zeit sich verringern dürften, so für Werkzeuge, Mobiliar etc. Gleichwohl war es schon in diesem Jahr gelungen, Einnahmen und Ausgaben in den Ateliers fast auszugleichen, so besonders in dem Filigran-Atelier, wo die Mehrausgaben nur ca. 3"/« des Umsatzes betrugen. Man vergleiche überhaupt die letzten Jahresberichte (siehe Jahrgang 1909 Nr. I.) und man wird freudig eine unverkennbar günstige Entwicklung der Schule konstatieren können. — Freilich wird es noch ernsten Strebens bedürfen, für die einzelnen Waren einen dauernden Markt zu finden. Ein gewisser Absatz ist allerdings schon in Palästina selbst gegeben, zum Teil durch die Fremden. Die Zahl der am Bezalel beschäftigten Personen betrag 170, worunter die für die kulturelle Entwicklung Jerusalems so wichtigen Künstler und Lehrer eine bedeutende Rolle spielen. Leider ist die Stelle Hirszenbergs nur interimsweise vertreten gewesen (durch den Maler Lachowsky). 87