Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Von Ghetto zu Ghetto
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 5)
- Language
- German
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ist dann in Indien und Natal gewesen, wo er ein Jahr lang als Arzt praktizierte. Von 1880 an lebte er sieben Jahre lang in Sansibar mit dem Range eines Generals als Stabsarzt im Heere des Sultans und als sein Leibarzt. In dieser Eigenschaft war er imstande, viel für den Fortschritt der Zivilisation zn tun, und er leistete den britischen Interessen, wie Sir John Kirk bezeugt hat, gute Dienste. Er impfte auch alle "die dunkelfarbigen Mitglieder von Stanleys Gefolgschaft, als dieser kühne Forscher seine letzte Reise ins Innere Afrikas unternahm, und er war der letzte Europäer, der ihm Lebewohl sagte. Der -große Forscher vertraute ihm an, daß er außer der Befreiung Emin Paschas noch andere Zwecke bei dieser Expedition verfolge. Daher konnte Dr. d'Arbela im Jahre 1888, als jedermann den Forscher verloren glaubte, ver- Jüdische Kolonisten in Palästina. (Aus E. N. Adler: „Von Ghetto zu Ghetto".) sichern, daß Stanley in Sicherheit sei. d'Arbela besitzt sieben oder acht Orden verschiedener europäischer Staaten, und seine kunstvoll ausgelegten Flinten und sein Säbel mit diamantverziertem Griffe sind sehenswert. Er ist ein reicher Mann, und was ihn veranlasste, sich im Heiligen Lande niederzulassen, war hauptsächlich der Wunsch, an dem jüdischen Kolonisationswerke in Palästina mitzuwirken und seinen beiden Kindern eine jüdische Erziehung zu geben. Der Doktor widmet den landwirtschaftlichen Kolonien viel Interesse und hat eine beträchtliche Summe darin stecken. Er besitzt eine halbe Million Weinstöcke in der Kolonie Rischon und glaubt fest an die Zukunft der Kolonisation. Mehr als ein Viertel aller Pilger, die nach Jerusalem kommen, sind Russen. Die orthodoxe Kirche möchte Jerusalem zum Rom der Griechisch-katholischen und ihren Patriarchen zu ihrem Papste 65