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Palästina · 1912-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 245

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 11-12
Article
Die Ölproduktion Syriens
Date
1912-01-01
Page
Seite 245 (sequence 1)
Language
German
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Die Oelproduktion Syriens. In der „Deutschen Levante-Zeitung" wird die Oelproduktion Syriens mit folgenden Durchschnittsziffern angegeben: Libanon und Beirut...... 1.700.000 Oka Nablus, Akka und Safed . . . 3.500.000 „ Jaffa nebst Distrikt ....... 2.000.000 „ Tripoli.....•...... 2.Ö00.000 „ Lattakie, Banias und- Distrikt . . 700.000 „ Autakie und Dschisr Shur . . . 2.000.000 „ Killis............. i.500.000 „ Harim ............ 1.300.000 „ Idlip............ . 1.250.000 „ 17.450.000 Oka das sind ungefähr 22.000 Tons, wovon mehr als die Hälfte zur Seifenfabrikation, der Rest als Speiseöl, größtenteils für den inländischen Konsum Verwendung findet. Der Durchschnittspreis für Speiseöl ist etwa 7, für Seifenöl etwa 5x/2 Goldpiaster. Im eigentlichen Syrien gibt es über 90, einschließlich der Provinz Aleppo 129 Seifenfabriken. X Kritisches über das Erziehtuigs- und Schulwesen. Unter dem Titel: „Eindrücke aus Palästina" veröffentlicht Chajim Czernowitz im „Haolam" eine Folge von Artikeln. (Die Einleitung ist in Nr. 9/10 unserer Zeitschrift abgedruckt.) Der wichtigste Teil der Schilderungen bezieht sich auf das Schulwesen. Da sind zu unterscheiden die Anstalten mehr religiöser Richtung, die nationalistischen im engeren Sinne und die Schulen des Hilfsvereins. Der Autor, der selbst eine Erziehung im Sinne jüdischer Traditionen wünscht, findet in den jeschibot und Talmud-Torah nichts Erfreuliches. Ihr Niveau steht selbst für den Orthodoxen weit unter dem Niveau der ähnlichen allgemein verbreiteten Institute in Osteuropa. Charakteristisch sind auch die in den Kolonien eingerichteten reformierten Talrnud-Torah's. Mit Ausnahme der großen Talmud-TorahschuJe in Petach-Tikwah, welche in Leitung und System der Frankfurter orthodoxen freien Vereinigung unterstellt ist, stehen diese Schulen, auch wenn in ihnen eine Art „Jargon- Hebräisch" gesprochen wird, auf äußerst niedriger Stufe. Ein guter Versuch, streng religiöse Erziehung mit einigermaßen modernem Unterrichte zu vereinigen, wurde in Jerusalem mit der Gründung der „Cheder-Torah"- Schule unternommen, eines achtkiassigen Institutes, das unter der Leitung eines modernen Pädagogen steht und durch die feste Normierung der Lehr- und Ferienzeit ein gutes Beispiel anderen Schulen bietet. Zu bemängeln sei in dieser Schule nur, daß in ihr — aus religiösen Gründen — der Geschichtsunterricht nicht auf die biblische Zeit ausgedehnt und daß keine europäische Sprache obligatorisch gelehrt wird. Gerühmt werden jene Erziehungsinstitute, welche obwohl in unscheinbarem Gewände, doch viel Segen stiften: das von A. M. Luncz 245

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