Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- Neue Literatur zur Geologie Palästinas
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 2)
- Language
- German
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diese Arbeit werden wir in diesen Blättern noch zurückkommen* müssen, denn sie enthält die von dem Autor früher in Aussicht gestellten Angaben über die in industrieller Hinsicht sehr wichtigen Phosphatfunde mit chemischen Analysen, Plänen und Profilen. Wie bekanntentdeckte Blanckenhorn 1904 im Ost- und Westjordanland Phosphatkalke, die zum Teii sehr hochprozentig (östlich von Es-Salt als Apatit) ausgebildet sind. In dem oben erwähnten „Kurzen Abriß" ist für den Nicht-Fachmann die Entstehungsgeschichte des Ghor von besonderem Interesse, die der Autor streng wissenschaftlich darstellt, aber dennoch in lebendiger Schilderung wie die Akte eines grandiosen Dramas vor ^unseren Augen sich abspielen läßt. Uebrigens weichen die hier geäußerten Anschauungen teilweise von denen ab, die der Autor 1896 in seiner „Entstehung und Geschichte des Toten Meeres" in der ZDPV vertrat, was sich aus den inzwischen gemachten Beobachtungen (in Syrien und im Nildelta) erklärt. In einer besonderen Tabelle wird eine Zusammenstellung „der wichtigen Vorgänge und Ablagerungen der Piiocän- und Diluvialperiode in Palästina und dem übrigen Syrien mit Berücksichtigung des prähistorischen Menschen" gegeben. Dem Abriß der Geologie läßt der Autor, ebenfalls in Form einer kurzen, übersichtlichen Darstellung, einiges über den prähistorischen Menschen der Steinzeit in Syrien folgen. Es werden seine Spuren von der Kulturstufe des sogenannten Chelleen (im älteren Paläolithicum) bis herab zu den Städtegründungen und zum Beginn der Bronzezeit mit den bereits geschichtlichen Traditionen verfolgt. Ueberau gelingt es der Darstellung, den großen Zug in der grandiosen Entwickelungslinie klar hervortreten zu lassen. Sandler. *Ä Miszellen. Die Kolonisten von Rischon le Zion haben seitens der Regierung die in der Nähe der Kolonie befindlichen Dünen überwiesen erhalten, um sie urbar zu machen. Aus diesem Anlaß gibt „Hachaklai", Heft VII, einige Instruktionen über die Dünen und deren Vorschreiten ins Festland, respektive über die künstlichen Mittel zu dessen Verhütung. Gewöhnlich treten die Dünen in drei Gruppen auf: als Vordünen, die ersten Anhäufungen des vom Winde herbeigewehten Sandes, als Hauptdünen, weiche bis 100 Meter ansteigen, und Innendünen, welche gleichsam die Vorposten der fortschreitenden Versandung bilden. Das wichtigste Mittel, diese zu hindern, ist die Befestigung der Sandhügel durch Pflanzen mit starken Zweigen oder Ausläufern. Als solche kommen in Betracht: der sogenannte „Indschil", Ammophila arenaria, Elimus arenaria, Corex arenaria usw., fast sämtlich Gräserpflanzen, von Sträuchern und Bäumen die Strandfichte, Eukalypten usw. Dann muß das Zufliegen neuen Sandes verhindert werden. Dies hat die preußische Regierung in großzügiger Weise so vorgenommen, daß sie riesige Zäune von Bäumen mit halbem Stamm im Wasser pflanzen ließ, wodurch schon die Brechung der Wellen und so auch die Ablagerung des Sandes geregelt wird. Ein billigeres, leicht zu- 242