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Palästina · 1912-01-01 · Heft 9-10 · p. Seite 214

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 9-10
Article
Die Einwanderung der jemenitischen Juden
Date
1912-01-01
Page
Seite 214 (sequence 2)
Language
German
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Häuschen mit einem kleinen eigenen Besitz, die Verbreitung von Hausindustrien empfohlen. Inzwischen hat der jüdische Nationalfonds eine großzügige Aktion,, welche die Situation der Jemeniten festigen helfen soll, begonnen. Es sollen in den jüdischen Kolonien Häuschen für die Jemeniten gebaut werden, und für diesen Zweck hat der Nationalfonds selbst 100.000 Frcs. für dieses und das folgende Jahr zur Verfügung gestellt. Da dies in Anbetracht der steigenden Einwanderung nicht hinreichen wird, wird das Weitere durch private Spenden aufzubringen sein. Und zwar ist die Spende für ein Einzelhaus, das den von Spendern gewünschten Namen tragen soll, auf 1000 Frcs. (800 M.) festgesetzt. Einige Spenden sind bereits eingelaufen. In Chederah wurde (mit dem Bau von 25 Häuschen) der Anfang gemacht, desgleichen in Petach-Tikwah, während in Rechowot und anderen. Kolonien in kleinerem Umfange einige solche selbsigebaute Häuschen sowie bereits mehrere Baracken bestanden. s& Jahresberichte jüdischer Wohlfahrtsinstitute über ihre Tätigkeit in Palästina und Syrien im Jahre 1911. Die Tätigkeit des Hilfsvereins.*) Das Schul- und Hilfswerk des deutschen Hilfsvereins hat in dem abgelaufenen Jahr wieder eine Ausdehnung seines Tätigkeitsumfangs und eine Ausgestaltung seiner bereits früher in Angriff genommenen Unternehmungen aufzuweisen. Nicht weniger als 29 Institute werden von ihm erhalten oder wenigstens subventioniert. Zu den Neuerungen des Jahres gehört vor allem der auf Grund eines Irades vom Dezember 1911 begonnene Bau des Polytechnikums in Haifa. Und zwar wurde bereits der Grundstein zur Mittelschule des Technikums gelegt, und in kurzer Zeit wird auch der Bau des Hauptgebäudes und der Werkstätten begonnen werden. Mit der Bauerlaubnis ist auch die Erlaubnis zum Betrieb der Schule und der Werkstätten gegeben worden. Für die Aufführung der Baulichkeiten sind mehrere große Spenden von Jakob Schiff in New-York, von Dr. James Simon und von der Familie Wissotzki zu verzeichnen, auch für den Betrieb des Technikums ist bereits ein Fonds von zirka 60.000 Frcs. beisammen. In Safed wurde eine Knabenschule eröffnet. In verdienstvoller Weise wird dem landwirtschaftlichen und dem Handfertigkeitsunterricht immer mehr Aufmerksamkeit zugewendet. Erwähnenswert ist der Plan, das jüdische Mädchenheim von Jerusalem in eine der Kolonien zu verlegen. Für den Handfertigkeitsunterricht wurde eine gewerbliche Lehrkraft: Herr Schmidt aus München gewonnen. *) S. Jahrgang 1911, Heft 7—9. 212

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