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Palästina · 1912-01-01 · Heft 6 · p. Seite 168

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / M.
Date
1912-01-01
Page
Seite 168 (sequence 2)
Language
German
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Jehovah verehrt wurden. Die Sprache der Juden ist durchaus aramäisch, was für diese frühe Zeit auffällt. Ueber innere Lebenssitten ebenso über die politischen Zeitverhältnisse geben die Urkunden bei Vergleichung mit den spätbiblischen und nachbiblischen historischen Berichten manchen Aufschluß. Es werden Samballat, der Gegner des Nehemias' als Statthalter von Samaria und Bagoas, der früher für einen Satrapen des Perserkönigs gegolten hatte, als Statthalter Judäas genannt. Im Jahre 410 wird von «einer feindseligen Aegypterschar der Tempel zerstört, und da wendet sich füi einen Neuaufbau die Gemeinde an ihre Brüder in Palästina — als solche wurden sowohl die wiedergekehrten Judäer als auch die Samaritaner betrachtet, — um Hilfe um seitens der persischen Reichsregierung Erlaubnis des Neuaufbaus — der nicht mehr zustande gekommen ist — zu erlangen. Nicht lange nachher fand aber die Perserherrschaft in Aegypten ein Ende. Außer Urkunden, die das Gemeinwesen betreffen, finlet^sich ein Bericht des Königs Darius I. über seine Taten, der unter alle Völker verbreitet worden war, in aramäischer Uebersetzung, ferner eine aramäische Bearbeitung der volkstümlichen Geschichte vom „weisen Achiquar", einer den Orient durchwandernden Erzählung, deren Entstehung durch den Fund in ein höheres Alter verlegt wurde. M. Jerusalem. (Hebräisch ) Jahrbuch zur Förderung einer wissenschaftlich genauen Kenntnis des jetzigen und des alten Palästina, herausgegeben von A. M. Luncz. Bd. IX. Heft 3/4. Je usalem 1911. Neben dem mehr literarischen „Luach" enthalten diese Sammelhefte großenteils historische Untersuchungen, die über die Entwicklung Palästinas manchen Aufschluß geben. Ein fortgesetzter Aufsatz von Ch. Hirschensohn behandelt die Geschichte der Chalukah, die zuerst den Anstoß für eine Art Organisierung der Palästinenser judenheit gegeben hat, namentlich die der chassidischen „Kolelim". Einige Aufsätze betreffen die Namen palästinensischer Oertlichkeiten, andere talmudische Fragen. Interessant ist die Wiedergabe einiger Familienchroniken, deren Inhalt Anlaß zu besonderen „Purimfesten" gibt, die zur Erinnerung an die erzählten wunderbaren Rettungen gefeiert werden. Eine dieser „Megillot" trägt den Namen „Megillat Saragossa", obwohl sie, wie von Gelehrten festgestellt wurde, nicht auf Saragossa, sondern auf Syrakus sich beziehen soll. Ein anderer Beitrag von Rafaeli sucht auf Grund der Bibel und der archäologischen Forschungen ein kurzes Bild von dem religiösen Leben der Urvölker in Palästina in vorjüdischer Zeit zu geben. Eingelaufene Bücher und Zeitschriften. S. Horowitz, Braila: Von den Juden für die Juden. I. und II. Teil. (Selbstverlag.) Ed. Mayer: Der Papyrusfund von Elephantine. (J. C Hinn'chs, 1912.) Imman Plato: Kunst oder Schablone in Religion und Religionsgesetz. (Hamburg.) Hachinuch. II. Jahrgang, Heft 5, III. Jahrgang, Heft 1. M o 1 e d e t. II. Band, Heft 3. Deutsche Levantezeitung. Nr. 7, 8. Der Tropenpflanzer. Nr. 5, 6. Wohin, Kiew. Nr. 5 Oesterr. Monatsschrift für den Orient. Nr. 4 5. Herausgeber : Adolf Böhm, Wien. — Verantwortl. Redakteur : Dr. Ernst Müller, Wien. — Druck der Pago-Buchdruckerei, Wien I. V 168

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