Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension] / El. P.
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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zu Petach Tikw? die in Palästina übliche Kulturmethoden der Zitrus- und namentlich der Orangenkultur. Mit Rücksicht darauf, daß dieser Artikel in dem mir vorliegenden Hefte noch nicht abgeschlossen ist, soll seine Besprechung ein anderesmal erfolgen. Ein zweiter Artikel über die zu beobachtenden Momente bei dem Ankauf von Kühen und namentlich über die Zeichen der Milchergiebigkeit ist leider im Allgemeinen für die Verhältnisse Palästinas nicht zweckentsprechend. Instruktiv, wenn auch nicht überall ganz stichhältig ist der Artikel über die Bekämpfung der Mäuseplage. Auf diese Artikel folgen einige kleine Mitteilungen, Fragen an die Redaktion mit den dazu gehörigen Antworten, einige Referate aus den landwirtschaftlichen Zeitungen, dann eine Rubrik über landwirtschaftliche Handelsberichte. In einem bibliographischen Kapitel wird eine von Direktor Keller in Wilhelma abgefaßte Broschüre über die Boden- und Düngungsverhältnisse in extenso besprochen. Mit einem landwirtschaftlichen Arbeitskalender schließt das Heft. El. P. Deutsche Levante - Zeitung Nr. 4 enthält einen Artikel „D i e jüdische Kolonisation Palästina s", in welchem in fachkundiger Weise über die jüdische Siedlung in Palästina berichtet und zahlreiche Daten gegeben werden. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß zwischen den Juden Palästinas und den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands zahlreiche Beziehungen bestehen. — Dr. G. A. Müller schreibt über „Heilige Stätten", ein Aufsatz: „Die deutsche Tempelgesellschaft" schildert die Entwickelung der deutschen Kolonieen in Palästina. Es geht daraus hervor, daß auch die deutschen Ansiedler die gleichen großen Schwierigkeiten durchmachen mußten wie die ersten jüdischen Kolonisten. Im Ganzen bestehen 6 deutsche Niederlassungen, die als gesichert betrachtet werden können. — Frau Dr. Einsler schreibt über das neue Deutsche Aussätzigen-Asyl in Jerusalem. — Ein weiterer Aufsatz schildert die Perlmutter-Industrie Bethlehems. Das Perlmutter wird durch eigene Einkäufer vom Roten Meer bezogen. Auch kommen Perlmutterabfälle aus Europa. Die Konkurrenz ist groß und das Geschäft wird immer schwerer. Infolge der Massenauswanderung aus Bethlehem sind die Arbeitslöhne um nahezu 50 Prozent gestiegen, von 8 bis 14 Piaster auf 17 bis 27 Piaster (372 bis 5 Francs). Die besseren Artikel kommen heute sogar aus Europa. Die Erzeugnisse werden nicht nur von Reisenden gekauft, sondern auch nach Amerika und Europa reportiert. — Nr. 5 bringt einen Leitartikel „Der gesunde Mann am Bosporus" von Dr. Heuer, worin der Aufschwung der Türkei in den letzten Jahren geschildert wird. Der Beamtenkorruption wurde gesteuert, Chausseen und Stauwerke werden gebaut, Gesuche um Bergwerkskonzessionen häufen sich, der Ausbau neuer Eisenbahnen wird mit Energie gefördert, „die Vollendung der Hedjasbahn hat geradezu Wunder gewirkt". — Syrien beginnt reich zu werden, die Einwohnerzahl von Haifa schnellte in kaum 7 Jahren um 10.000 in die Höhe, die Einfuhr über diesen Hafen betrug 1910 bereits 13 Millionen Frcs., die Ausfuhr 57s Millionen Frcs. Dem Wasserbau wird große Aufmerksamkeit gewidmet etc. — Prof. Dr. C. Kassner schreibt über S a 1 o n i k. Die Einwohnerzahl beträgt 128.000 Personen, wovon 50 Prozent Juden sind. Die Ausfuhr betrug 1910 27, die Einfuhr 120 Millionen Francs. Das Feuilleton bringt einen interessanten Artikel über „Arabische Lehn- und Fremdwörter im Deutschen", deren Zahl überraschend groß ist. — Nach einer Mitteilung in dieser Nummer hofft die Direktion der Anatolischen Bahn die Bagdadlinie in 3 bis 37-2 Jahren fertig zu stellen. B. 151