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Palästina · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / El. P.
Date
1912-01-01
Page
Seite 150 (sequence 2)
Language
German
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•deutlich gemacht worden, ob die betreffende Pflanze als Zier- oder Nutzpflanze kultiviert wird oder ob sie auch nebenbei wild in Palästina vorkommt. Ferner wurde durch Zeichen kenntlich gemacht, ob eine Pflanze der Flora der Mittelmeerküste oder der der Umgebung des Toten Meeres angehört. Diese Arbeit hat vor allem den großen Vorzug, daß sie nur das engere Palästina „von Dan bis Beersaba" berücksichtigt und das weitere Syrien aus dem Betrachtungskreis ganz ausschließt. Dies ist vom Wert für die wirtschaftliche Erschließung Palästinas und namentlich für die Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage der palästinensischen Landwirtschaft. Für Unterrichtszwecke wäre es wünschenswert, auf Grund dieses Verzeichnisses mit Hilfe der Flora von Post, eine Flora Palästinas im Hebräischen zu schaffen. Eine einfache Transskription mit Beifügung der hebräischen Pflanzennamen, wie es vom verdienstvollen Schriftsteller Saphir beabsichtigt wurde, wäre nicht zweckmäßig. Ein Register der wissenschaftlichen und namentlich der arabischen Namen macht das Werkchen besonders wertvoll. El. P. Heimkehr: Essays jüdischer Denker. Wenn auch die einzelnen Essays nicht sämtlich auf der Höhe stehen, so ist doch das Unternehmen einer mehr ernstsachlichen als literarischen oder publizistischen Sammlung warm zu begrüßen. Einzelne der Arbeiten berühren wirklich im besten Sinne aktuelle Fragen des gegenwärtigen Judentums. Dies gilt z. B. besonders von dem auf einem tieferen Zeitblick beruhenden Beitrage Nathan Birnbaums: Einblicke und Ausblicke. Das für die jüdische Politik in Oesterreich aktuelle Thema der nationalen Autonomie der Juden wird von M. Rosenfeld auf breiten Grundlagen behandelt. Schipper behandelt ein wirtschaftsgeschichtliches interessantes Thema über d«n Anteil der Juden am europäischen Orienthandel. Auf die Palästinabewegung bezieht sich L. Kellner: Was Herzl vorfand, eine Uebersicht der vorzionistischen Palästinabewegung. Davis Trietsch behandelt den Umschwung der Türkei und die jüdischen Palästinabestrebungen. Wie wichtig der Gesichtspunkt der Einwanderung des jüdischen kulturtragenden Elements in die Gebiete des türkischen Reiches überhaupt ist, so läßt sich gegen die industrielle Basierung der neuen Siedlung sehr viel einwenden. Müller behandelt das Problem der kulturellen Kontinuität mit dem Golus- und dem universellen Judentum. Von Martin Buber ist die Einleitung zu einer chassidischen Legendensammlung abgedruckt. — r — „Hachakloi", eine landwirtschaftliche Monatsschrift für die Praxis und Wissenschaft aller Zweige der Landwirtschaft. Heft I. Eine landwirtschaftliche Zeitschrift in Palästina entspricht sicherlich einem lange fühlbaren Bedürfnis, zumal es an einer landwirtschaftlichen Fachliteratur in hebräischer Sprache fehlt, dazu kommen noch die vielen Tagesfragen, die naturgemäß wie überall auch in der Landwirtschaft Palästinas häufig und eine spezifischen Behandlung erheischen. Daher müssen wir das Erscheinen des „Hachakloi" aufs herzlichste begrüßen. Die vielen Schwierigkeiten, vor den die Herausgeber dieser Zeitschrift gestellt sind, sind schon aus dem Mangel an Mitarbeitern keinesfalls leicht zu bewältigen. Nach dem ersten uns vorliegenden Hefte läßt sich noch kein abschließendes Urteil über die Zeitschrift geben. Im Allgemeinen macht es einen recht guten Eindruck. Nach einer kurzen Einleitung über die Berechtigung und Aufgabe einer landwirtschaftlichen Fachzeitung seitens der Redaktion bespricht der rühmlichst bekannte Obstbauer Apfelbaum 150

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