Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension] / A. B.
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücher- und Zeitschriftenschau. Palästina Handbuch von Davis T r i e t s c h, dritte Auflage, jüdischer Verlag, Berlin. Daß kaum zwei Jahre nach Erscheinen der zweiten Auflage dieses vorzüglichen Werkchens eine dritte veranstaltet wurde, zeigt, wie sehr es ein notwendiger Behelf für alle Palästina-Interessenten geworden ist. Die neue Auflage ist inhaltlich um einige Kapitel vermehrt. Jenes über „Baumzucht" weist mehrere neue Titel auf, außerdem ist es durch Hinweise auf Umpflanzen von Bäumen und Haltbarmachen frischer Früchte vermehrt. Neu sind ferner die Kapitel: Der jüdische Wachtdienst, Die jüdische Versuchstation, Industrielle Möglichkeiten, Bestehende Industrieen, Jüdische Industrieen, Landwirtschaftliche Maschinen, Gesellschaften für Palästinaforschung, Das Stadtviertel „Tel-Awiw", Die Städte Palästinas. Trotz der anerkennenswerten Leistung, die das Büchlein darstellt, scheint es uns doch noch nicht allen Anforderungen völlig zu entsprechen. Es fehlt darin vollkommen die Schilderung und Würdigung der neueren grundlegenden Kolonisationsversuche der zionistischen Organisation. Die Geschichte der jüdischen Kolonieen in Palästina bricht bei Trietsch mit dem Jahre 1899 ab und der neueren Versuche erwähnt er nur in fünf Zeilen (Seite 193). Wir erfahren nichts über Kinereth, Dagania, Ben Schämen, Hulda, Merchawja, Medschdel. Auch in dem Kapitel „Zur Frage der landwirtschaftlichen Kolonisation" wird der Tätigkeit der PLDC. keine Erwähnung getan, während jener von Menuchah Wenachlah und Agudath. Netaim lange Auseinandersetzungen gewidmet sind. Bei den „Reisen in Palästina" ist Kinereth nicht erwähnt; all das sind Auslassungen, die namentlich bei einem zionistischen Autor auffallen. Wir hoffen, daß in einer nächsten Auflage dieser Mangel gutgemacht werden wird und daß der Autor auch einige andere Flüchtigkeiten durch genauere Angaben ersetzen wird. So fehlen bei Angabe der Reiserouten die Schiffahrtspreise, bei den Reisehandbüchern der „Reiseführer für jüdische Touristen", unter „Auskünfte" das Wiener Informationsbureau u. a. m. Das Schulwesen Palästinas konnte etwas ausführlicher behandelt werden. Die Angabe, daß das hebräische Gymnasium sich erst in dem „Anfangsstadium" befinde (Seite 151), ist nicht ganz richtig, ebenso wirkt es irreführend, wenn dabei angegeben wird „Sprachen: Hebräisch, Französisch und Arabisch", während doch ersteres Unterrichtssprache ist, die letzteren im F r e m d s p r a c h e n u n t e r r i c h t gelehrt werden. Solcher Ungenaui^- keiten, die den großen Wert des Büchleins beeinträchtigen, gibt es noch andere. Bei dem reichen Inhalt des Werkes, das sich diesmal auch in einer handlichen Form repräsentiert, spielen sie allerdings keine allzu große Rolle. Das Büchlein kann daher jedem Palästinafreund empfohlen werden. A. B. Die Pflanzen Palästinas. Von J. E. Dinsmore mit Beigabe der arabischen Namen von Prof. Dr. G. D a I m a n n. Dieses Verzeichnis ist eine wertvolle Bereicherung der botanischen Literatur über Palästina. Es enthält die Namen der in Palästina bisher bekannten höheren Pflanzen, nach Familien geordnet, mit einer Beigabe der arabischen Namen, soweit sie bisher gesammelt und identifiziert werden konnten. Durch Zeichen ist 149