Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 3-4
- Article
- Einiges aus der Statistik unseres Nationalfonds
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 102 (sequence 5)
- Language
- German
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dank seiner stets wachsenden Judenschaft, mit unwiderstehlicher Kraft an die Spitze drängt. Wenn die vier Hauptländer im letzten Jahre Ergebnisse zeitigten, die nur wenig von einander abweichen, so läßt sich eben darin die erziehliche Wirkung des Wetteifers erkennen, der dem Nachbarn den Ruhm erfolgreicher NF.-Arbeit nicht allein überlassen will. Es wird demnach gewiß auch allgemeines Interesse finden, wenn die während der letzten zehn Jahre in den vier Hauptländern erzielten Summen an NF.- und Oelbaumspenden hiemit zum erstenmale berechnet und verlautbart werden: Rußland.............1,270.C00 K Oesterreich............ 54(3.000 „ Nordamerika........... 430.000 „ Deutschland........... 410.000 ,. Demnach erzielte per Kopf seiner Judenschaft: Deutschland mit 607.863 Juden .... 68 Pf. Oesterreich „ 1,224.899 „ . . . . 44 „ Nordamerika „ 1,777.000 „ . . . . 24 „ Rußland „ 6,045.690 „ .... 21 „ Bei unseren Berechnungen haben wir die sogenannten außerordentlichen Zuwendungen, welche über die alltäglichen kleinweisen Spenden der jüdischen Masse hinausragen, mit vollem Bewußtsein nicht ausgeschaltet, weil jene großen Zuwendungen mit dem Anwachsen des NF.-Vermögens und dem Sichtbarwerden seiner segensreichen Arbeit in Palästina in allen Ländern sich stets häufiger einstellen und sonach den Charakter des Außerordentlichen immer mehr verlieren. Die Reichen in Israel, welche unserem großen Meister Herz und Hand verschlossen hie! en, können eben auf die Dauer den urmächtigen nationalen Werberuf nicht überhören. So wird unser Volksschatz durch das Zusammenwirken der Kleinen und der Großen unseres Volkes, kurzum von Gesamt-Israel zum unerschöpflich sprudelnden Quell nationalen Stolzes, nationaler Kraft und nationaler Befreiung. Auf nationalem Boden. Viele Gegenden gibt es in Palästina, die fast wie unberührtes Land anmuten. Ungehegt, verwahrlost und wie von der Geschichte vergessen, blieb es so, wie es vor Jahrtausenden gewesen. Oder vielmehr, es hat auch alte Ruinen und Erinnerungen verklingen lassen, im tausendjährigen Schlaf. So gibt es abseits von den neuen Ansiedlungen noch viele stille Plätze, die manches zu erzählen hätten. Vor wenigen Jahren gehörte Ben-Schamen --- es hat seither schon den dritten Namen — fast noch zu dieser Art stiller Gegenden. Zwar nicht versteckt — im Gegenteil, es ragt über die meilenweite Ebene auf und 102