Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 3-4
- Article
- Einiges aus der Statistik unseres Nationalfonds
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 3)
- Language
- German
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tenden für die Siedlungsgenossenschaft erzielten Eingänge mit veranschlagt würden, welche vor allem der Propaganda unserer NF-Organisation zu danken sind und zum Großteil — was die Spenden unter 80 Mk. anbelangt — sogar ins Eigentum des NF. fielen. Bei Mitveranschlagung aller Genossenschaftsspenden steigt der Monatsdurchschnitt 1910 um weitere K 9833 auf K 52.054 und entsprechend auch für 1911, doch hat das NF.- Hauptbureau die Daten betreffend den Genossenschaftsfonds für 1911 noch nicht verlautbart. Die Stagnation des NF.-Einganges, welche schon nach der ersten Zählperiode eingesetzt und nach Ueberwindung eines Tiefstpunktes im Jahre 1905 bis in die Periode IV fortgedauert hatte, findet ihre zwanglose Erklärung in den schrecklichen Schlägen, welche damals das jüdische Volk im allgemeinen und unsere Partei insbesondere betroffen haben. Wie stark muß die Idee des NF. sein, wenn ihr die Pogrome von Kischinew, die Enttäuschung des VI. (Uganda-)Kongresses, der Tod Herzls, die Sezession, der Itoisten auf dem VII. Kongreß, die ganze Pogromreihe bis Bialystock und Hornel keinen erheblichen Abbruch zu tun vermochten. Von;dem Momente an aber, als auf dem VIÜ. Kongreß der Palästinazionismus endgiltig verankert war und als zugleich die planmäßige Organisationsarbeit des neuen NF.-Hauptbureaus in Köln einsetzte, wurde die bis dahin latente Entwicklungskraft des JNF. in geradezu sprunghaftem Aufschwung sichtbar. Diese Abhängigkeit des NF.-Eingangs speziell von den Geschicken der zionistischen Partei beweist allerdings, daß diese noch immer der Hauptträger der NF.-Idee geblieben ist Immerhin wurde im letzten Jahre dem NF. bereits aus 26 Ländern und mindestens 3000 Ortschaften gesteuert Welche jüdische Institution kann sich desgleichen rühmen?! Zu den größten Verdiensten des Zionismus gehört es, daß er die einander durch das Golus entfremdeten Juden der verschiedenen Länder und Zungen wieder als Brüder zusammengeführt hat, welche einander nicht länger in niedrigem Hader herabsetzen, um sich selbst mehr und besser zu dünken, sondern die foitab geschlossen einem großen, für ganz Juda erlösendem Ziele zustreben. Dieser hocherfreuliche Gesinnungswandel schließt jedoch einen edlen Wettstreit der nun einmal durch Staats- und Sprachgrenzen umschlossenen Judenschaften nach jenem Ziele keineswegs aus, ja dieser Wettstreit liegt sogar im Interesse der Sache, da nur so alle Kräfte hervorgeholt werden können. In dieser richtigen- Erkenntnis hat das NF.-Hauptbureau von allem Anfange an die Sammlungen länderweise organisieit und auch eine Statistik dieser länderweisen Sammlungen ständig verlautbart. Den Wettstreit der vier wichtigsten Länder Rußland, Oesterreich, Deutschland und Nordamerika möge die folgende Tabelle II veranschaulichen, welche nach der gleichen Grundlage entworfen ist, wie Tabelle I. Da bis 1908 nur die Daten der Gesamtmonarchie Oesterreich-Ungarn ermittelt wurden, haben wir hieraus durch Abzug einer 12% igen Quote, welche nach der seitherigen Erfahrung den Leistungen Ungarns und Großkroatiens zu jenen Oesterreichs entspricht, die Daten für Oesterreich allein herauskalkuliert. 100