Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 3-4
- Article
- Die Bedeutung des Jüdischen Nationalfonds
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 4)
- Language
- German
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bäume und 1000 andere Fruchtbäume gepflanzt. Bis zur vollen Fruchttragung der Oliven wird auch Zwischenwirtschaft betrieben. Auf den Gütern werden ca. 100 jüdische Arbeiter beschäftigt. Außerdem besitzt der JNF. noch zwei kleine Oelbaumpflanzungen in Chedera (davon eine der Gan-Schemuel). Siedlungsgenossenschaft. Die Aufgabe des Nationalfonds ist es nicht nur, Boden in jüdische Hände zu bringen, sondern auch die Methoden der Arbeiter-Ansiedlung zu erproben. Werden schon in den Farmen der PLDC. und der Oelbaumspende jüdische Arbeiter ausgebildet, so ist es der spezielle Zweck der Opp en heim ersehe n Siedlungsgenossenschaft, jene Methode zu finden, nach der die Arbeiter durch genossenschaftlichen Zusammenschluß und Gewinnbeteiligung langsam zur Selbständigkeit aufsteigen können, nachdem sie in der ersten Zeit unter einer Administration die Landwirtschaft erlernt haben. Die Arbeiten der Siedlungs-Genossenschaft wurden in Merchawja (in der Ebene Jesreel) unter Agronomen Dyk im Sommer 1911 begonnen. Der Nationalfonds stellt Grund und Boden und totes Inventar bei, das lebende Inventar und die Betriebsgelder werden durch den Siedlungsfonds bestritten, dessen Sammlungen Ende 1911 eine Höhe von ca.Mk. 129.000.— erreicht hatten. Arbeiterfürsorge. Dem nationalen Zweck des Fonds entspricht es, daß er sozialpolitische Aufgaben zu lösen unternimmt, die von allgemein nationaler Bedeutung sind. Hierher gehört namentlich die Fürsorge für jüdische Arbeiter in den bestehenden Kolonien. Diese können nur festgehalten werden, wenn man für billige Unterkunft Sorge trägt. Mit Hilfe der für diesen Zweck speziell gemachten Stiftungen erbaute der JNF. in einigen Kolonien Arbeiterhäuser. So wurden aus dem Wolffsohnfonds 15 Einfamilienhäuser errichtet, wobei die Arbeiter den Grund für Haus und Garten aus eigenen Mitteln erwarben. Zwei größere Arbeiterheime für Ledige hat ferner der NF. um den Betrag von ca. Frs. 39.000.— in Petach-Tikwah und Chedera errichtet, wobei erstere Kolonie Frs. 600.— beitrug und letztere den Boden zur Verfügung stellte. Weitere Arbeiterhäuser sollen mit Hilfe des Halperin-Fonds erbaut werden. Zum Kapitel Arbeiterfürsorge gehört auch das Darlehen von Frs. 20.000, das der JNF. der vom Odessaer Komitee begründeten Arbeiterkolonie Fedsche bei Petach-Tikwah gewährt hat. Ausbildung von Agronomen. Um den Agronomen, die von Europa kommen, Gelegenheit zu geben, sich für die speziellen Verhältnisse Palästinas 60