Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 1)
- Language
- German
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m^1Ö „Moledet", Monatsschrift für die Jugend, herausgegeben vom Lehrerverband und dem Vereine „Kohelet". I. Jahrgang, 2. Band, Heft 1. Inhalt: Ziphroni: Der Prophet Ezechiel. Perez: Der kranke Knabe (ins Hebr. übertr.). Eitan: Die Kunst. Harari: Sehnsucht (Erzählung). Maspero: Aegypten zur Zeit Ramses 11. (aus dem bekannten Geschichtswerke übertr.). 1. Kohn: Eliah auf dem Markte (Gedicht). Grasowski: Der Seeweg nach Indien. An. France: Die Rebe (übers.). Chowew: Aus fernen Landen. Jechieli: Mekkapiiger. Auerbach: Das Schnabeltier. Maeterlinck: Vom Leben der Bienen (übers.) etc. Das erste Heft der „Quartely Statements" der englischen Palästinaforschungsgesellschaft enthält einen Aufsatz von Ph. Baldensperger: „Der unbewegliche Osten", der mancherlei Beobachtungen über Sitten und Bräuche enthält, dann eine Reiseschilderung: „Die Beduinen der Sinaihalbinsel"; in einem weiteren Artikel wird eine neue Theorie über die Lage des Grabes Christi erörtert, die neuerdings in die Nähe der Jeremiasgrotte verlegt wurde. Eine merkwürdige Aehnlichkeit wird dann erörtert, die sich zwischen neuen Papyrusinschriften von Assuan und in Gräbern von Gezer gefundenen Schmuck- und Hausgeräten vorfand. Weiters ist ein Aufsatz Prof. Dalmans über den Einbruch in die Omarmoschee abgedruckt. Heft 1 der Zeitschrift des Deutschen Palästinavereines. Inhalt: Das Jerusalem des Borchard vom Berge Sion von P. Ernst Rötermund. Der Millo in Jerusalem von Dr. W. Casparia. Zur Topographie des alten Palästina von Dr. S. Klein. Zur Karte des syrischägyptischen Grenzgebiets von Prof. G. Dalman. Der Name des Sees Tiberias von Prof. Ed. Nestle. Gründer. Bild aus Jerusalem von Josch. Barsilai. (Aus dem Hebräischen von Menazeach.) An einem schönen Wintertage saß ich gebeugt an meinem Arbeitstisch, vertieft in das vor mir liegende Zeitungsblatt und fühlte mich ganz erquickt von der erfrischenden Luft, die durch das offene Fenster in mein Zimmer drang. Den Duft der Blumen und der Bäume schien sie mit hereinzutragen und ich mußte unwillkürlich nach den Bergen den Blick erheben. Es schien mir etwas zuzuflüstern : „Sieh' wie der greise „Tur Malka"*) im blauen Tallit eingehüllt steht! Und wie der „Gibeot Schaul"*) sein weißes Haupt mit einer grünen Kappe bedeckt hat! Und der Späherberg und der Oelberg, gleichen sie nicht einem Paradies?" „Schalom, mein Herr!" überraschte mich plötzlich die weiche Stimme eines jungen Mannes, der, ohne anzuklopfen, in mein Zimmer getreten war, sich vor meinen Sessel stellte und mir geradeaus ins Gesicht starrte. Ich bot dem unerwarteten Gast einen Sessel. „Mich setzen? Warum nicht?" meinte er im Ton des Gemarahstudiums, indem er vergebens seinen Kaftan zu schließen versuchte und die blonden „Peot" kräuselte. „Interessanter Typus eines Jeschibahzöglings!", dachte ich, ein wenig ärgerlich darüber, daß er noch immer mit offenem Rocke vor mir stand, und wiederholte meine Einladung, zu sitzen. *) Berge in der Umgebung Jerusalem. 49