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Palästina · 1912-01-01 · Heft 2 · p. Seite 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 2
Article
Die Tätigkeit der "Chowewe Zion"
Date
1912-01-01
Page
Seite 41 (sequence 4)
Language
German
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4. Kulturarbeit. Die Jaffaer Mädchenschule genießt nach wie vor die v/eifgehendste Unterstützung des Komitees. An die Schule soll bekanntlich ein Seminar für Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen zum Andenken des verewigten Lewinsky angegliedert werden. Tatkräftige Unterstützung erhielt auch das Hebräische Gymnasium in Jaffa. Dasselbe erhält vom Komitee jährlich 5C0O Frs. Weiters erhielten Unterstützungen die Kindergärten in Beirut, Sidon, Saffed, Tiberias, Haifa, Jaffa, Jerusalem, die K o 1 o n i e s c h u 1 e n in Machanajim, Chederah, Bir Jakob, Wadi Chanin, Artuff, Mozzah, Käslinieh, die Stadtschulen in Beirut, Tiberias, Haifa, Jaffa, Jerusalem (Bezalel), Gaza, die Bibliotheken in Tiberias, Haifa, Jaffa, die Zeitschriften und Verläge „Haomer", „Hapoel Hazair", „Moledeth", „Hameir", „Laam", „Hachinuch", die A b e n d k u r s e in Jaffa und Jerusalem und der Lehrerverband. 5. Förderung öffentlicher Einrichtungen und Anstalten. Den korporativen Kreditgenossenschaften wurden schon bei Gründung 50.0CO Frs. überantwortet. Die Entwicklung derselben war folgende: Jahr Anzahl der Genossenschaftsgruppen Gesamt- ] Mitgliederzahl j Gesamtsumme der Darlehen Ausstände der allgem. Leihkasse 1907 18 623 371.16759 1.1.08 262.248-67 1910 34 1485 606.604*-; ii-ii 437.049.— Ferner wurde die Leihkasse für Handwerker in Jaffa (Gmiluth- Chessed) subventioniert Außerdem erhielten verschiedene Krankenhäuser, Volkshaüen, Volksküchen Beiträge. Die Frage eines rationell organisierten juridischen Schutzes wird eingehend studiert. (Nach den Artikeln des Sekretärs der „Chowewe Zion", Dr. M. Glücksohn, in der „Welt".) Vom „Bezalel" *) Wir entnehmen dem eben erschienenen 6. Jahresberichte der Kunstgewerbeschule „Bezalel" in Jerusalem, daß dieselbe vor allem als kunstgewerblicher Betrieb eine große Erweiterung aufzuweisen hat. Entsprechend einem schon früher ausgesprochenen Projekte wurden einige neue Ateliers eingerichtet, welche sich organisch an die vorhandenen anreihen und auch die Arbeiten der letzteren fördern. Und zwar sind es Ateliers für Metalltreibarbeit, für Batiktechnik und für Elfenbeinschnitzerei, die dank einer großzügigen Spende (des Herrn Schottländer) eingerichtet werden konnten und denen sich in letzter Zeit ein Atelier für Metalldruckerei anreiht. Es können infolge dieser Einrichtung auch die Damaskus- und Filigrantechnik (durch Einlagen etc.) besser ausgestattet werden, andererseits wird es hiedurch vermieden, die Herstellung der Rohgegenstände anderswo zu besorgen. Ein aller Förderung werter neuer Betriebszweig ist ferner die Spitzenarbeit, welche durch den jüdischen Frauenverband für Kulturarbeit subventioniert wird und deren Erzeugnisse allgemeinen Beifall finden. *) Siehe den Bericht für 1910 in der Märznummer 1911. 41

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