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Palästina · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Österreichischer Konsularbericht aus Beirut für 1910 [Nachricht]
Date
1912-01-01
Page
Seite 26 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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bahn gelitten, da der Verkehr durch diese von dem Städtchen abgeleitet wird. Saffed bezieht seine Waren von Beirut und Damaskus, darunter Baumwollwaren um 130.000 K, Mäntel um 193.000 K u. a. in. Der Schiffsverkehr in Beirut betrug: Gesamttonnengehalt 1.671.622 für Dampfer und 61.232 für Segler. Kurze Nachrichtenschau. — In Merchawjah (El-Fulch) bildet sich eine neim Gruppe von Arbeitern, welche in eigener Regie 3000 Dunam zu bearbeiten haben. In den bereits bestehenden siedlungsgenossenschafüichen Gruppen arbeiten 30 Arbeiter auf 3500 Dunam Land? — Die Leitung der Farm der ICA in Sedschera, von wo sich die bisherige Administration zurückzieht, wird einer Arbeitervertretung von sieben Personen übertragen. Diese sorgen für die Bearbeitung von 1500 Dunam Getreideland. Jeder Arbeiter bekommt 55 Frs. monatlich. Außerdem wird der Reinertrag mit der ICA zu gleichen Teilen aufgeteilt. — Der italienisch-türkische Krieg findet die jüdische Bevölkerung Palästinas an dem Schicksal des türkischen Heeres lebhaft interessiert. So hat die Anglo Palestine Company dem Jerusalemer Zweigvereine des „Roten Halbmond" 1000 Frs. als Beitrag für verwundete Soldaten zur Verfügung gestellt. — Die Jaffaer hebräischen Schulen widmen den Reinertrag eines Festabends der türkischen Flottenvereinigung. Bezeichnend ist es, daß eine Anzahl junger Leute aus Rußland sich als Freiwillige dem türkischen Heere angeschlossen haben. — Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat die seit vielen Jahrzehnten gepflogene Aufstellung von Ruhebänken auf dem Platze vor der Klagemauer verboten. Gegen diese völlig willkürliche Verfügung richtet der Waad der Stadt einen Protest und wendet sich an den Chacham Baschi um Einschreiten in dieser Angelegenheit. — Ein jüdischer Arzt aus Rowno (Rußland) hat ein größeres Grundstück in der Nähe von Tell-Awiw angekauft, um darauf eine Heilstätte für Lungenkranke zu errichten. — In Safed gründet sich ein hebräisches Wochenblatt unter dem Namen „Hagalil" (Galiläa). — Die Haifaer antijüdische Zeitung „Kännel" hat ihr Erscheinen eingestellt. * Aus den Schulen. — Das hebräische Gymnasium in Jaffa hat in diesem Schuljahre eine siebente Klasse von 28 Schülern und Schülerinnen eröffnet. Die gesamte Schülerzahl beträgt mehr als 3C0. Es sind einige neue Lehrkräfte tätig: Herr Ziffrinowitsch für Hebräisch, Frau Bogratschow, Frau Harari und Frau Mojal für die Vorbereitungsklassen. — Die Mädchenschule in Jaffa hat eine sechste, die letzte Klasse eröffnet. Die Gesamtzahl der Schülerinnen betrug im Anfang des Jahres 426. Als neue Lehrerinnen wirken Frl. Epstein und Kunin. Im nächsten Jahre wird dieser Schule ein Kindergärtnerinnenseminar, das den Namen des verstorbenen Schriftstellers Lewinsky trägt, angegliedert werden. — An das Gymnasium in Jerusalem wurden gleichfalls neue Lehrkräfte berufen. Auch die Kolonien Rischon Lezion und Chederah haben eine neue Leitung ihrer Schulen. 26

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