Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Von palästinensischen Erscheinungen.
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 2)
- Language
- German
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♦iT'nDI Uebersetzung von Auhagens „Beiträgen zur Kenntnis der Landesnatur und Landwirtschaft Syriens" von El. Saphir (Ausgabe „Laam"). Ein von mehreren Seiten gehegter Wunsch, die gründliche und populäre Darstellung Auhagens ins Hebräische zu übertragen, war hier durch den jüngst verstorbenen Saphir erfüllt worden. Es ist gewiß kein Mangel dieser Uebertragung, daß sie eine ziemlich freie ist und im Hebräischen ungezwungen anmutet, auch in manchen Ergänzungen (über Steuerwesen, über die Verwendung der Pflanzen) die eigene Erfahrenheit des Autors ersehen läßt. Insbesondere mag auch die Praxis der hebräischen Sprache durch solche Uebersctzungen gefördert werden. Besondere Sorgfalt hat der Autor auf die in einem Anhange beigefügten Tier- und Pflanzennamen verwendet, welche in Uebercinstimmung mit den Bezeichnungen der älteren Literatur und teilweise in neuen Bezeichnungen gebildet sind. Miszellen. Die Finanzen von Jerusalem. Das Einkommen der Stadtgemeinde Jerusalem für das am 13. März 1911 geendigte Finanzjahr betrug engl. Pfund 9,856 (ca. Frc. 246.000), was für eine Einwohnerzahl von 90.000 Seelen nicht viel ist. Es erklärt sich dies aber durch die geringen Befugnisse, welche in der Türkei der Lokalverwaltung eingeräumt sind. Die Provinzialregierung tut das Meiste selbst, daher fließen alle Personal- und Realsteuern in ihre Kassa. Folgendes waren die Haupteinkommensquellen der Munizipalverwaltung: Zoll an der Brücke über den Jordan bei Jericho Pfd. Sterl. 1,936, Petroleumtaxe Pfd. Sterl. 1,300, Zoll auf der Strafte Jerusalem-Jaffa Pfd. Sterl. 1,200, Taxe für Straßenreinigung undbelcuchtung (aufgeteilt nach Stadtvierteln und Zahl der Hausinsassen) Pfd. Sterl 1,232, Taxe für Vieh, das in die Stadt kommt (Verzehrungssteuer) Pfd. Sterl. 616, Schlachthausgebühr Pfd. Sterl. 440. Was die Ausgaben betrifft, so wird am meisten für Straßenfürsorge verwendet. So wurden Pfd. Sterl. 182S für Kerichtsammeln und Bespritzung ausgegeben; für das städtische Spital Pfd. Sterl. 1,487, Die Illumination an staatlichen und religiösen Festen kostete Pfd. Sterl. 123, für Wohltätigkeit wurden Pfd. Sterl. 513 verwendet, für Kanonensalute an Feiertagen Pfd. Sterl. 132. Die Stadt hat keine Feuerwehr: da aber die meisten Häuser aus Stein gebaut sind, so ist dieser Mangel nicht sehr fühlbar. (Jew. Chronicle.) Oesterreichischer Konsiliarbericht ans Beirut für 1910. Während andere syrische Hafenstädte etwas zurückgingen, hat Haifa einen großen Aufschwung genommen und beginnt, Beirut Konkurrenz'zu machen. Trotz ungünstiger Landungsverhältnisse hat sich Waren- und Personenverkehr bedeutend gehoben. Saffed hat durch die Hedjaz-