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Palästina · 1910-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 271

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 11-12
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 271 (sequence 2)
Language
German
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die Nummer Abhandlungen und kleinere Notizen über die Sisalkultur in Deutsch-Ostafrika, die Teakkultur, Welternte und Weltverbrauch von Kakao u. a. und handelsstatistische Mitteilungen. *Ä Wo Sodom und Gomorrha lagen. Zwei Amerikaner versuchten vor kurzem, durch Erforschung der Umgebung des Toten Meeres, das alte Problem zu lösen, wo Sodom und Gomorrha lagen. Der eine von ihnen, Ellsworth Huntington, berichtet darüber in „Harpers Magazine": „Manche haben behauptet, daß die Katastrophe von Sodom und Gomorrha eine frei erfundene Legende wäre, die andern wieder sagen, daß die beiden Städte nördlich vom Toten Meere gelegen waren und durch einen Ausstoß von in Brand geratenen Petroleum — man kann das oft auch an den Petroleumquellen von Texas und von Baku beobachten - zerstört worden seien. Nach einer dritten Version, die die meisten Anhänger hat, hätte man die beiden verfluchten Städte nicht am nördlichen, sondern am südlichen Ufer des Sees zu suchen; diese Version hat die arabischen Ueberlieferungen für sich. Sie irrte nur darin, daß sie gleichfalls annahm, die Städte seien durch Petroleum und nicht durch ein Feuer vulkanischen Ursprungs zerstört worden. Man glaubte behaupten zu können, daß an der Südspitze des Sees sich niemals ein Vulkan befunden habe, wenigstens nicht so nahe, daß seine Lava die beiden Städte hätte erreichen können. Huntington hat jedoch jetzt bei der Erforschung der Ruinen von Suvaimeh deutliche Spuren von Lava entdeckt. „Der alte Mann, der uns führte," erzählt er, „sagte mit großer Bestimmtheit, daß wir uns auf dem Platze von Sodom befänden, und der Name von Suvaimeh scheint auch wirklich nur eine korrumpierte Form von Sodom zu sein. Ich suchte sofort nach dem Orte, von weichein die Lava gekommen sein konnte, und fand drei Kilometer von den Ruinen entfernt einen kleinen Vulkan. Von hier kamen die Lavaergüsse, deren Anhäufung zwischen Suvaimeh und Ghuvair ein kleines Vorgebirge gebildet hatte". Den beiden Amerikanern scheint damit die Frage nach der Lage von Sodom und Gomorrha gelöst zu sein. *äk Eingelaufene Bücher und Zeitschriften. Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins. Band XXXIII, Heft 4. Inhalt: Die Palästina-Route des Itinerarium Burdigalense, von Dr. phil. Richard Hartmann. Begleitworte zur Karte des Syrisch- Aegyptischen Grenzgebietes, von Dr. Hans Fischer. „Erez-lsrael" im weiteren Sinne, von Rabbiner Dr. Samuel Klein. „Erez-lsrael" im weiteren Sinne, von Prof. Dr. Samuel Krauß. Drei Bemerkungen zur Palästinakunde, von Prof. Dr. Ludwig Köhler. Bücherbesprechungen. Talmudische Archäologie von Dr. Sam. Krauss (Prof. der Isr. theol. Lehranstalt, Wien), Band I. (Schriften, herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums.) Leipzig, Buchhandlung Gustav Fock, 1910. Der Tropenpflanzer. Nr. 10, Nr. 11. Beiheft: Die deutsche Kolonialschule in Witzenhausen (Sept. 1910. PalestineExplorationFund. Quarterly Statement. (Oktoberheft.) (London, Office of the Fund. 38. Conduit Street W.) Max Blanckenhorn: Neues zur Geologie Palästinas und des ägyptischen Niltals. (Sonderabdruck aus der Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft 1910.) 271

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