Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 2)
- Language
- German
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Demnach gestalten sich die Schulgeldverhältnisse folgendermaßen: 6.30 Frcs. pro Quartal zahlten 6 Zöglinge 5.- 4.20 '„ 3.15 „ 2.05 „ 1.05 „ Gratis 31 39 67 83 37 58 1.8 Prozent 9.6 : 12.1 : 20.9 25.8 „ : 11.5 : 18.1 Nach ihrer Herkunft und Muttersprache verteilen sich die Zöglinge der drei Kindergärten in dieser Weise: Aschkenasim (deutscher Jargon) Sephardim (spanischer Jargon) Yemeniten (Arabisch) Bucharen (Bucharisch) Grusinier (Grusinisch) Perser (Persisch) Marokkaner (nordafrik. Dialekt d. Arab.) Syrer (Arabisch) A B C Zusammen in Prozent 30 62 27 119 37.1 57 11 47 115 35.8 5 10 1 16 5.0 — 13 — 13 4.1 - 9 1 10 3.1 3 6 1 10 3.1 3 — 28 31 9.7 4 3 7 2.2 102 111 108 321 w Gesellschaft für Palästinaforschung. Am Sonntag, den 23. Oktober d. J., fand in B e r 1 i n die Begründung einer „Gesellschaft für Palästinaforschung" statt. Eine große Anzahl von jüdischen Gelehrten und Angehörigen der besten jüdischen Gesellschaftskreise wohnte der Versammlung bei und bekundete lebhaftes Interesse an den Zielen des Unternehmens, das bestimmt ist, eine alte Ehrenschuld der jüdischen Gemeinschaft einzulösen. Ist doch bisher auffallenderweise gerade von jüdischer Seite nur wenig für die wissenschaftliche Erforschung des Landes der Bibel geschehen. Unter den Erschienenen bemerkte man die Professoren Warburg, Sobernheim Lewin, Mittwoch, Geheimrat Aron, Stadtrat Gimkiewicz, Generalkonsul Landau, Direktor M i n e 1 e n und viele andere Träger bekannter Namen. Nach einem Bericht über die bisher geleisteten Vorarbeiten erstattete Herr Professor Dr. War bürg ein Referat, in dem er hervorhob, welch große Aufgaben insbesondere in naturwissenschaftlicher Beziehung der Lösung harren. Für Studien auf dem Gebiete der Anthropologie, Ethnologie, Zoologie, Meteorologie, Geologie und Höhlenkunde bietet sich ein weites Arbeitsfeld. Aber auch in Bezug auf wirtschaftliche Fragen muß das Land erforscht werden, das heute aus 1CO0 jährigem Schlafe zu erwachen beginnt. Endlich birgt der Boden, über den die Stürme der Römerkriege, der sarazenischen und türkischen Erorberung, der Kreuzzüge dahingebraust sind, zahllose Reste alter Kulturen, deren Hebung in historischer und archäologischer Beziehung gleich wichtig erscheint. Allen diesen Zweigen der Forschung will sich die neue Gesellschaft widmen, sobald ihr die nötigen Mittel zur Verfügung stehen. Es wurde demzufolge ein wissenschaftlicher Beirat erwählt, der sich vorläufig aus 255