Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- Ansiedlung von Bezalelarbeitern [Nachricht]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379827-2379837--03296-2415534- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vom jüdischen Nationalfonds. Ansiedlung von Bezalelarbeitern. Wie wir bereits meldeten, hat der jüdische Nationalfonds dem Verein Bezalel zur Ansiedlung von 10 Filigranarbeiterfamilien ein Darlehen von Frcs. 20.000 gewährt, wovon fünf Häuschen gebaut werden sollen. Dieselben sind schon im Bau, zwei davon fertig. Jedes Haus wird mit einem Garten von vier Dunam (zwei für jede Familie) umgeben. Arbeiterhäuser. Aus der David und Fanny Wolffsohn-Stiftung werden in Rechobot und Petach Tikwah je fünf, in Wadi Hanin ein und in Rischon vier Häuser für Arbeiter aufgeführt, wovon einige im Bau sind. Das in Wadi Hanin ist schon fertig. Aus den 20.000 Frcs., welche der Nationalfonds für Errichtung von Ledigenheimen zur Verfügung stellte, sollen 7000 Frcs. für ein solches in Chedera und der Rest in Petach Tikwah verwendet werden. Die Verwaltung von Chedera hat den Baugrund umsonst hergegeben. Spendeneingänge. Für den jüdischen Nationalfonds sind vom 1. Jänner 1910 bis 30. September eingegangen Mk. 279.761,59 gegen Mk. 294.765 in derselben Zeit 1909. Hiebei ist zu berücksichtigen, daß gleichzeitig für den an den jüdischen Nationalfonds angegliederten Fonds für die Oppenheimersche Siedlungsgenossenschaft bis 30. September 1910 gesammelt wurden: Mk. 58.886.35. Bezüglich der Höhe der Eingänge aus den verschiedenen Staaten nimmt Rußland mit Mk. 76.676,57 die erste Stelle ein. Es folgt Oesterreich (ohne Ungarn und Bosnien) mit 63.793,41, Deutschland mit 35.929,86 und Nordamerika mit Mk. 31.647,22. Für die Oelbaumspende sind 1910 eingegangen Mk. 47.675,14 (gegen Mk. 56.641,98 in 1900). Als Nachtrag zu unserem Bericht über die Tätigkeit des Hilfsvereines in Palästina (in Nr. 9) sei folgende Statistik über den Besuch der drei Kindergärten in Jerusalem abgedruckt, welche einige interessante Einblicke in die Bevölkerungsverhältnisse dieser Stadt gibt: Nach ihren Berufen - sind die Eltern der Zöglinge der drei Kindergärten: Krämer, Gemüse- und Milchhändler 71 — 24 5 F Handwerker 58 — 200 Kaufleute 37 — 128 Laden- und Bureaudiener, Kutscher 24 — 83 Lehrer und Beamte 17 — 5'9 Arbeiter 15 52 Rabbiner und Talmudisten 12 — 4-1 Apotheker 10 — 34 Geldwechsler 11 — 3-8- Gewerbetreibende 9 — 3-1 Verschiedene andere Berufe 7 — 2*4 Beschäftigungslos 8 — 27 Elternlose Waisen 13 4*5