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Palästina · 1910-01-01 · Heft 10 · p. Seite 238

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 10
Article
[Nachricht]
Date
1910-01-01
Page
Seite 238 (sequence 2)
Language
German
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hängen mag. Wie der Bericht im „Hachinueh" hervorhebt, bringen die Kinder, welche in einer ausschließlich arabisch sprechenden Umgebung aufgewachsen sind, der hier ganz unbekannten hebräischen Sprache, die bei den Kleinsten als Unterrichtssprache eingeführt wird, ein riesiges Interesse entgegen. Charakteristisch ist auch die Forderung der Eltern: den ganz Kleinen, drei- bis sechsjährigen, den Aufenthalt in der Schule zu gestatten, damit sie sich nicht im Schmutze der Straße herumtreiben. Solange kein Kindergarten errichtet ist, mußte dieser Forderung nachgegeben werden. Die Zahl der Schüler beträgt bloß 20. Die Lehrerorganisation in Palästina beschließt, daß diejenigen., welche in Palästina Lehrer werden wollen, grundsätzlich auf Grund eines bestimmten Programmes einer Prüfung unterzogen werden sollen. Solche Prüfungen sind auch bisher, aber ohne ein solches Programm, abgehalten worden. Preisausschreiben. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland beabsichtigt die Herausgabe von längeren Erzählungen, die nach Form und Inhalt gleich geeignet sind, die Stammesheimat, insbesondere die Natur des Landes, das Leben seiner Bewohner und vor allem das der jüdischen Kolonisten dem Herzen der Leser nahe zu bringen. Zu diesem Zweck ist ein Preisausschreiben für die besten Arbeiten dieser Art beschlossen worden. Die Wahl des Stoffes steht dem Autor durchaus frei. Zur Anregung, die aber keine Vorschrift sein soll, wird erwähnt, daß im Mittelpunkt der Erzählung etwa ein junger Jude stehen könnte, der seine Heimat verlassen muß und sich nach mancherlei Fährlichkeiten und Beschwerden in Palästina eine Existenz als Kolonist oder Farmers schafft. Religiös anstößige Stellen sind selbstverständlich zu vermeiden. Der Umfang der Schrift darf nicht unter zehn Druckbogen betragen. Die Einreichung der Arbeiten muß bis zum 31. März 1911 verschlossen mit der Aufschrift „Preisausschreiben" und eingeschrieben an die „Zionistische Vereinigung für Deutschland, Charlottenburg, Bleibtreustraße 49" erfolgen. Außerdem muß der Umschlag ein Motto aufweisen, daß auch auf ein verschlossenes Kuvert zu setzen ist, in dem . sich Namen und Adresse des Verfassers befinden. Für die besten eingereichten Arbeiten, die den obigen Bedingungen entsprechen, werden zwei Preise von 600 M. und 300 M. in bar ausgesetzt. Die preisgekrönten Arbeiten gehen mit allen Rechten ins Eigentum der Zionistischen Vereinigung für Deutschland über, die sich vorbehält, auch andere geeignete Einsendungen zu angemessenen Honorarsätzen zu erwerben. Palästinanummer der „Welt". Die „Welt", Köln a. R., Karolingerring 31, wird am 21. Oktober eine Sondernummer „Palästina" edieren, dre außerordentlich reichhaltig sein und zirka 100 Seiten umfassen wird. Die Einzelnummer wird für Deutschland und Oesteneich 65 Pfennige kosten, bei größerer Abnahme entsprechend weniger. Es empfiehlt sich, schon jetzt Bestellungen an die Administration zu richten. » Die nächste Nummer erscheint am 15. November als Doppelheft. Herausgeber: Adolf Böhm, Wien. — Verantwortl. Redakteur: Dr. Ernst Müller, Wien. — Druck von Josef & Wilhelm Schwarzinger, Wien L 238

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